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die TQM Abkürzungen und Begriffe

Begriffe mit D

Dantotsu


Bei weitem besser oder der Beste.


Darlegungsforderung


[DIN 55350-11]

Forderung einer Darlegung der Realisierung von QM-Elementen gegenüber dem Kunden bzw. Auftraggeber bei vertraglicher Vereinbarung, oder gegenüber einer zuständigen Stelle bei gesetzlichen Auflagen.

A 1: Auch Modell der Qualitätssicherung / Modell der QM-Darlegung.

A 2: Darlegungsforderungen ergeben sich aus der Tatsache, daß die Qualität komplexer Produkte durch eine Abnahmeprüfung (siehe DIN 55350-17) allein nicht festgestellt werden kann.

A 3: Von der Darlegungsforderung sind zu unterscheiden die Qualitätsforderung an ein Angebotsprodukt und die Forderung nach einem Qualitätsnachweis.

A 4: Es gibt für Vertragssituationen individuell ausgewählte Darlegungsforderungen sowie drei international genormte Darlegungsforderungen (Darlegungsstufen).

A 5: Der Darlegungsumfang ist festgelegt durch die Anzahl der im Rahmen der ausgewählten Darlegungsstufe für die Qualitätssicherung/QM-Darlegung vereinbarten oder vorgegebenen QM-Elemente.

A 6: Der Darlegungsgrad ist das Ausmaß der Detaillierung der Qualitätssicherung/QM-Darlegung für die einzelnen ausgewählten QM-Elemente.

A 7: Wenn Mißverständnisse über den Gegenstand der Darlegung möglich sind, sollte von "QM-Darlegungsforderung", "QM-Darlegungsstufe", "QM-Darlegungsumfang" und "QM-Darlegungsgrad" gesprochen werden.

DGQ:

A 8: Früher "QS-Nachweisforderung". Darlegungsforderungen ergeben sich aus der Tatsache, daß die Qualität komplexer Produkte durch eine Abnahmeprüfung allein oft nicht festgestellt werden kann.

A 9: Beide haben in DIN EN ISO 8402 die synonyme Doppelbenennung "Modell der Qualitätssicherung; Modell der QM-Darlegung".


Darlegungsgrad


[DIN EN ISO 8402]

Ausmaß, in dem Nachweis mit dem Ziel geführt wird, Vertrauen zu schaffen, daß (die Organisation) festgelegte Forderungen erfüllen wird.

A 1: Der Darlegungsgrad kann von einer Erklärung, daß detaillierte Dokumente vorhanden sind, bis zur Übergabe dieser Dokumente und einem Nachweis über die Erfüllung reichen.

A 2: Das Ausmaß hängt von Kriterien wie etwa Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit, Komplexität, Innovation, Sicherheit und Umwelt ab.

DGQ:

A 3: Früher "QS-Nachweistiefe". Der Darlegungsgrad kann von einer Erklärung, daß detaillierte Dokumente vorhanden sind, bis zur Übergabe dieser Dokumente und einem Nachweis über die Erfüllung der betreffenden Einzelforderungen reichen.

A 4: Das Ausmaß hängt von Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit, Komplexität, Innovation, Sicherheit und zum Umweltschutz ab.

A 5: Tätigkeiten zur Festlegung und Vereinbarung des Darlegungsgrades mit einem Vertragspartner sind in DIN EN ISO 9000-1 im Kapitel mit der Überschrift "additional considerations in contractual situations" behandelt.


Darlegungsstufe


[DIN 55350-11]

Rangstufe des genormten Darlegungsumfangs der Darlegungsforderung.

A 1: Auch "Modell der Qualitätssicherung/Modell der QM-Darlegung".

A 2: Zur Abstufung von Darlegungsforderungen dienen im allgemeinen drei genormte Darlegungsstufen. International sind dies DIN EN ISO 9001 bis DIN EN ISO 9003. Dort erfolgt die Qualitätssicherung/ QM-Darlegung "in Design, Entwicklung, Produktion, Montage und Wartung" (das ist die höchste Stufe), "in Produktion, Montage und Wartung" sowie schließlich "bei der Endprüfung". Bei allen Darlegungsstufen ist die Beherrschung des Fehlergeschehens darzulegen.

A 3: Die Darlegungsstufe richtet sich nach der Komplexität der Qualitätsforderung an die Angebotsprodukte. Ausgehend von ihr wird gegebenenfalls ein individueller Darlegungsumfang ausgewählt.

DGQ:

A 4: Früher "QS-Nachweisstufe". Siehe auch Anm. zu Darlegungsumfang.


Darlegungsumfang


[DGQ]

Im Rahmen der ausgewählten Darlegungsstufe genormte, vereinbarte oder vorgegebene Menge der QM-Elemente.

A 1: Früher "QS-Nachweisumfang". Der Darlegungsumfang kann nach DIN EN ISO 9000-1 in einer Vertragssituation dem Vertragszweck angepaßt werden (Tayloring). Der individuell ausgewählte Darlegungsumfang kann größer oder kleiner als der der zugrundeliegenden Darlegungsstufe sein. Durch eine solche Anpassung kann auch eine wirtschaftlich optimale QM-Darlegung erreicht werden.

A 2: Weil sowohl ein dem Vertragszweck angepaßter (also eine individuell ausgewählter) als auch ein genormter Darlegungsumfang (also eine Darlegungsstufe) in ISO 8402 die gleiche Bezeichnung "model for quality assurance" haben (siehe auch Anm. zu Darlegungsforderung), wird im Hinblick auf Anm. zu QM-Darlegung empfohlen, die Begriffe Darlegungsumfang und Darlegungsstufe zu benutzen.


Demings Management-Programm


Das DMP ist eine zusammenfassende Bezeichnung für die von W.E. Deming seit den 50er Jahren entwickelte Unternehmensphilosophie. Viele Positionen, die Deming vertritt, sind für sich genommen weder neu noch unbekannt. In einer Art Synergieeffekt entwickeln sie sich jedoch zu einer, in ihrer Gesamtheit neuen, Qualitätsphilosophie.


Denker der Qualitätswissenschaft


Bedeutende Persönlichkeiten, deren Wirken die Entwicklung der Qualitätswissenschaft besonders geprägt und vorangetrieben hat:

Philip B. CrosbyNull-Fehler-Programm
W. Edwards Deming14-Punkte Management-Programm; Prinzip der ständigen Verbesserung
Armand V. Feigenbaum  Total Quality Control - Simultaneons Engineering
Kaoru IshikawaQualitätszirkel - Ursache-Wirkungs-Diagramm - Company-Wide Quality Control
Joseph M. JuranQualitäts-Trilogie
Walter MasingUnternehmer Handbuch Qualitätsmanagement - Fehlleistungsaufwand
Genichi TaguchiQualitätsverlustfunktion - Versuchsplanung

Design


[DGQ]

Ergebnis der Designtätigkeit.

A 1: Das Design umfaßt die vollständige beabsichtigte Beschaffenheit der Einheit, nicht nur deren Gestalt.

A 2: Das Wort "Design" bezeichnet in der ISO 9000-Familie im Englischen und im Deutschen auch die Designtätigkeiten: Die Fußnote für die deutschsprachige Fassung lautet: "Design kann Entwicklung, Berechnung, Konstruktion bzw. deren Ergebnis, Entwurf, Gestaltung oder Konzept usw. einschließen und entsprechend benannt werden".

A 3: Empfohlen wird die Verwendung von "Design" gemäß obiger Definition. Für dieses Ergebnis der Designtätigkeiten wird der Benennung "Entwurf" der Vorzug gegeben.

[E DIN EN ISO 9000]

Prozeß, durch den Forderungen in eine Menge von Produktmerkmalen umgewandelt werden.

A 1: Forderungen umfassen sowohl funktionsbezogene als auch andere Forderungen.

A 2: Gewöhnlich wird die Art des Designs durch ein Bestimmungswort angegeben: z.B. Produktdesign oder Prozeßdesign.


Design to cost


Entwicklung unter strikter Einhaltung von vorgegebenen Kosten.


Designaufzeichungen


[QS 9000]

Technische Forderungen, die typischerweise in verschiedenen Formaten enthalten sind (z.B. Technische Zeichnungen, Berechnungsdaten, Spezifikationen, auf die verwiesen wird).


Designlenkung


Verfahren zur Sicherstellung der qualitätsrelevanten Merkmale und Funktionen eines Produkts oder Dienstleistung entlang des gesamten Produktentstehungszyklus.


Designprüfung (Design Review)


[DIN EN ISO 8402]

Dokumentierte, umfassende und systematische Untersuchung eines Designs, um seine Fähigkeit zu beurteilen, die Qualitätsforderung zu erfüllen, um Probleme festzustellen, falls vorhanden, sowie um das Erarbeiten von Lösungen zu veranlassen.

A: Eine Designprüfung kann in jeder Phase des Designprozesses durchgeführt werden, jedenfalls sollte aber eine Designprüfung nach Abschluß dieses Prozesses durchgeführt werden.

[QS 9000]:

Dies ist ein proaktiver Bewertungsprozeß, um möglichen Problemen und Mißverständnissen während der Planung entgegenzuwirken.

oder

Ein Design-Review ist ein formeller, dokumentierter, systematischer und kritischer Überprüfungsvorgang der auf jeden einzelnen Produktentwicklungsschritt (Reviewobjekt) angewendet werden kann. Ziel ist, frühzeitig Fehler und Mängel zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen Fehler zu verhindern.


Designvalidierung


[QS 9000]

Anhand der Designvalidierung wird überprüft, ob das Produkt den definierten Bedürfnissen und Forderungen des Kunden gerecht wird. Die Designvalidierung folgt normalerweise der erfolgreichen Designverifizierung und wird am Endprodukt unter definierten Betriebsbedingungen durchgeführt. Mehrfache Validierungen können ausgeführt werden , wenn es unterschiedliche Anwendungen für das Produkt gibt.


Designverifizierung


[QS 9000]

Die Designverifizierung wird durchgeführt, um sicherzustellen, daß Entwicklungsergebnisse die Designvorgaben erfüllen. Designverifizierungen können folgende Tätigkeiten einschließen:

  • Design Reviews (Designprüfungen)
  • Durchführung alternativer Berechnungen
  • Auswertung der Ergebnisse von Versuchen und Demonstrationen
  • Bewertung der Designdokumente verschiedener Stufen vor der Freigabe

Designvorgabe


Designvorgaben werden aus den dokumentierten Forderungen (Produkt oder Dienstleistung) abgeleitet und hinsichtlich ihrer Angemessenheit von den zuständigen Stellen erstellt.


Diagnoseteam


Team, gebildet um Untersuchungen und Beurteilungen über die Beschaffenheit von etwas durchzuführen bzw. abgeben zu können.


Dienstleistung


[DIN EN ISO 8402]

An der Schnittstelle zwischen Lieferant und Kunde sowie durch interne Tätigkeiten des Lieferanten erbrachtes Ergebnis zur Erfüllung der Erfordernisse des Kunden.

A 1: Der Lieferant oder der Kunde können an der Schnittstelle durch Personal oder durch Einrichtungen vertreten sein. (DGQ: Alternativbeispiele: Fahrkartenautomat/Fahrkartenschalter; Geldautomat/Bankschalter; Getränkeautomat/Bordrestaurant; Hausbriefkasten/Schließfach; Telefonat/Anrufbeantworter).

A 2: Für die Erbringung einer Dienstleistung können Kundentätigkeiten an der Schnittstelle zum Lieferanten wesentlich sein. (DGQ: z.B. Personalienangabe zum Bausparvertrag).

A 3: Lieferung oder Gebrauch materieller Produkte kann Bestandteil der Erbringung einer Dienstleistung sein. (DGQ: Beispiel für Lieferung/Gebrauch: Verpflegung/Injektionsspritze im Krankenhaus; Ersatzteile/Werkzeuge bei der Jahresinspektion eines PKW in einer Kfz-Werkstatt; Tagesmenü/Geschirr und Besteck im Restaurant).

A 4: Eine Dienstleistung kann mit der Herstellung und Lieferung eines materiellen Produkts verbunden sein. (DGQ: z.B. Anschluß eines neuen Gasherdes; Herstellung des neuen Anschlußrohres; Lieferung eines neuen Gasanzünders).

A 5: Es empfiehlt sich, nötigenfalls die (ausschließlich oder ergänzende) Benutzung der folgenden Definition und der folgenden Anmerkungen zu vereinbaren: Dienstleistung ist ein: "Immaterielles Produkt, das dem Zweck dient, unmittelbar den Zustand des Kunden oder des Auftraggebers zu verbessern."

A 6: Der Zustand des Kunden / Auftraggebers bezieht sich auf seine Gesundheit (eingeschlossen die Umweltsituation), auf seinen Informationsstand und sein Wissen, auf seine wirtschaftliche und soziale Situation, auf seine Möglichkeit der Benutzung von Produkten und auf seine Versorgung mit Energie, Verpflegung, Transportmitteln, mit Mitteln zur Verbesserung seiner Sicherheit usw.

A 7: Immaterielle Produkte, die als gespeicherte geistige Werkzeuge ausschließlich in Kombination mit materiellen Produkten angewendet werden können (z.B. ein Rechnerprogramm, ein Entwurf, eine Gebrauchsanleitung usw.), sind nicht Dienstleistungen, sondern Software.

A 8: "Unmittelbar" ist nicht im Sinn von "sofort" zeitlich zu verstehen, sondern wirkungsmäßig.

DGQ:

Immaterielles Produkt, das dem Zweck dient, den Zustand des Kunden bzw. des Auftraggebers unmittelbar zu verbessern

A 9: Vom immateriellen Produkt Dienstleistung sind die Tätigkeiten "Erbringung einer Dienstleistung" zu unterscheiden. Sie bezeichnen "die zur Lieferung einer Dienstleistung nötigen Tätigkeiten eines Lieferanten" (DIN EN ISO 8402).

A 10: In den meisten Fällen fordert der Kunde die betreffende Verbesserung seines Zustandes. In anderen Fällen kann er selbst nicht beurteilen, durch welche Art von Dienstleistung sein Zustand wunschgemäß verbessert wird, z.B. ggf. vor einer Operation.

A 11: DIN EN ISO 8402 beschreibt eine Dienstleistung als ein "an der Schnittstelle zwischen Lieferant und Kunde sowie durch interne Tätigkeiten erbrachtes Ergebnis zur Erfüllung der Erfordernisse des Kunden". Diese Erklärung ist nicht auf das immaterielle Produkt aufgebaut wie die obige Definition. Deshalb wird sie auch durch materielle Produkte erfüllt, z.B. durch einen Maßanzug mit "Maßnehmen" und "Anprobe" an der Schnittstelle sowie "intern" Fertigung des Anzugs.

[E DIN EN ISO 9000 : 2000-01]

Immaterielles Produkt, das das Ergebnis mindestens einer Tätigkeit ist, die an der Schnittstelle zwischen dem Lieferanten und dem Kunden ausgeführt wird.

A: Dienstleistung kann beispielsweise umfassen:

  • eine ausgeführte Tätigkeit an einem vom Kunden beigestellten materiellen Produkt (z.B. die Reparatur eines Autos) oder immateriellen Produkt (z.B. Vorbereitung einer Steuererstattung);
  • die Lieferung eines materiellen Produkts (z.B. im Transportgewerbe);
  • die Lieferung eines immateriellen Produkts (z.B. Vermittlung von Wissen) oder die Schaffung einer Umgebung für den Kunden (z.B. im Gastgewerbe).

Direkter statistischer Schluß


[DGQ]

Schluß von einer bekannten Grundgesamtheit auf die Ergebnisse aus Stichproben, die tatsächlich oder in Gedanken aus dieser Grundgesamtheit entnommen werden.

A 1: Hilfsmittel für den direkten statistischen Schluß stellt die sogenannte "Beschreibende Statistik" zur Verfügung. Grundbegriffe zur beschreibenden Statistik findet man z.B. in DIN 55350-23.

A 2: Vom direkten statistischen Schluß ist der indirekte statistische Schluß zu unterscheiden.


Diskretes Merkmal


[DIN 55350-12]

Quantitatives Merkmal, dessen Wertebereich endlich oder abzählbar unendlich ist.

A 1: Statistische Auswertungsverfahren zu den Zählmerkmalen: DIN 53804-2.

A 2: Eine Menge ist dann abzählbar unendlich, wenn zu ihrer Durchnummerierung die Menge der natürlichen Zahlen ausreicht.

A 3: Zählermerkmale sind spezielle diskrete Merkmale, deren Wertebereich die Menge der natürlichen Zahlen einschließlich Null (0, 1, 2, ...) oder eine Teilmenge dieser Menge ist. Der ermittelte (festgestellte, beobachtete, gemessene) Merkmalswert eines Zählmerkmals heißt "Zählwert".

A 4: Die Benennung "zählbares Merkmal" wird nicht empfohlen.

A 5: Siehe auch Anm. zu kontinuierliches Merkmal.


Dokument


siehe auch Qualitätsbezogenes Dokument

[DIN EN ISO 9000:2000]

Information und ihr Trägermedium.

Beispiele: Aufzeichnung, Spezifikation, Verfahrensdokument, Zeichnung, Bericht, Norm.

A 1: Das Medium kann Papier, eine magnetische, elektronische oder optische Rechnerdiskette, eine Fotografie, ein Bezugsmuster oder eine Kombination daraus sein.

A 2: Ein Satz von Dokumenten, z.B. Spezifikationen und Aufzeichnungen, wird häufig als "Dokumentation" bezeichnet.

A 3: Einige Anforderungen (z.B. die Anforderung nach Lesbarkeit) gelten für alle Arten von Dokumenten, obgleich es verschiedene Anforderungen für Spezifikationen (z.B. die Anforderung nach Lenkung durch Revision) und Aufzeichnungen (z.B. die Anforderung nach Abrufbarkeit) geben kann.


Dokumentation


[DGQ]

Für die Fachinformation wesentliche Tätigkeit, die das systematische Sammeln und Auswählen, das formale Erfassen, inhaltliches Auswerten und Speichern von Dokumenten umfaßt, um sie zum Zweck der gezielten Information rasch und treffsicher auffinden zu können (siehe auch Dokumentationseinheit). Dokumentation ist nach DIN EN ISO 9001 – 4.16 sowohl eine Papierkopie als auch elektronische Medien.

A 1: Weil sowohl unter "Dokumentation" als auch unter "documentation" (z.B. in der ISO 9000-Familie) häufig abweichend von der obigen Definition die Gesamtheit der Dokumente zu einer betrachteten Einheit verstanden wird, ist der wesentliche Begriffsinhalt Tätigkeit besonders zu beachten.

A 2: Das QM-Element Dokumentation befaßt sich mit dem qualitätsbezogenen Aspekt dieser Tätigkeit, während das QM-Element Dokumentationsgrundsätze die Qualitätsforderungen an sie betrifft.

[ISO/TS 16949]

Unterlagen, die die zu befolgenden Prozeßvorgaben definieren.

Beispiele: Qualitätshandbuch, Bedienungsanleitungen, Produktionslenkungspläne, graphische Darstellungen, Illustrationen.

[QS 9000]:

Unterlagen (typischerweise in papier- oder elektronischer Form), die das anzuwendende Verfahren festlegen (z.B. QM-Handbuch, Arbeitsanweisungen, Grafiken, Piktogramme).


Dokumentationseinheit


[DGQ]

Menge der Erfassungselemente, die stellvertretend für eine dokumentarische Bezugseinheit in den Dokumentationsprozeß eingeht.

A 1: Dokumentarische Bezugseinheit ist ein Dokument oder mehrere Dokumente oder ein Teil eines Dokuments. Eine dokumentarische Bezugseinheit wird während des Dokumentationsprozesses als Einheit behandelt.

A 2: Eine dokumentarische Bezugseinheit wird oft kurz als "Dokument" bezeichnet.


Doppel-Stichprobenprüfung


[DIN 55350-31]

Annahmestichprobenprüfung anhand von maximal zwei Stichproben.

A: Je nach dem Ergebnis kann die Annehmbarkeit des Prüfloses schon aufgrund der ersten Stichprobe oder erst aufgrund der zweiten Stichprobe beurteilt werden.


Dreistufenprinzip


[CE-Kennzeichen]

Vom Hersteller anzuwendendes, abgestuftes Verfahren bei der Beseitigung von Gefährdung:

  1. Konstruktive Maßnahmen
  2. Technische Schutzmaßnahmen
  3. Benutzerinformation

Durchschlupf


[DIN 55350-31]

Der von der Qualitätslage von der Annahmestichprobenprüfung abhängige Erwartungswert der Qualitätslage nach der Annahmestichprobenprüfung unter der Annahme, daß rückgewiesene Prüflose zu 100% geprüft und alle fehler-haften Einheiten aussortiert wurden.

A 1: Kurzbezeichnung "AOQ" (average outgoing quality).

A 2: Der Wert des Durchschlupfs hängt davon ab, ob

  • die Voraussetzung gemäß Anm. 3 zutrifft oder nicht, außerdem davon, ob
  • die in den Stichproben der angenommenen Prüflose gefundenen fehlerhaften Einheiten ebenfalls aussortiert werden oder nicht,

- und ob sie im Fall der Aussortierung durch fehlerfreie ersetzt werden oder nicht.

A 3: Der Durchschlupf für eine Stichprobenanweisung ist eine Funktion der Qualitätslage der Prüflose vor der Annahmestichprobenprüfung. Diese Funktion hat ein Maximum, den maximalen Durchschlupf.

DGQ:

Erwartungswert der Qualitätslage nach der Annahmestichprobenprüfung unter der Annahme einer Sortierprüfung der rückgewiesenen Prüflose bei vorgegebenen Voraussetzungen.

A 4: Die Definition ist eine Kombination aus der Definition in DIN 55350-31 und den Definitionen in ISO 2859-1 und ISO/DIS 3534-2 ohne inhaltlichen Widerspruch.

A 5: Am gebräuchlichsten ist die Voraussetzung, daß die aus den rückgewiesenen Prüflosen aussortierten fehlerhaften Einheiten durch fehlerfreie ersetzt oder alle gefundenen Fehler beseitigt werden.


Durchschnitt


siehe Arithmetischer Mittelwert


Durchschnittliche Herstellqualität


siehe Mittlere Qualitätslage


Durchschnittlicher Stichprobenumfang


siehe Mittlerer Stichprobenumfang



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