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TOTAL QUALITY - Lexikon

die TQM Abkürzungen und Begriffe

Begriffe mit M

M 7


Die 7 Managementwerkzeuge:

  • Affinitätsdiagramm
  • Relationsdiagramm
  • Baumdiagramm
  • Matrixdiagramm
  • Portfolio (Matrix-Daten-Analyse)
  • Problem-Entscheidungsplan
  • Netzplan

Machbarkeitsbewertung


[ISO/TS 16949]

Eine Beurteilung der Eignung eines bestimmten Designs, Materials oder Prozesses für die Produktion unter Einhaltung aller technischen Spezifikationen, mit der erforderlichen statistischen Prozeßfähigkeit und in den vorgegebenen Mengen.


Management


[DIN EN ISO 9000:2000]

Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation.

A: Wenn sich im Englischen die Benennung "management" auf Personen, d.h. eine Person oder eine Personengruppe mit Befugnis und Verantwortung für die Führung und Lenkung einer Organisation bezieht, sollte sie nicht ohne eine Art von Bestimmungswort verwendet werden, um Verwechslungen mit dem oben definierten Begriff "Management" zu vermeiden. Beispielsweise ist die Formulierung "Das Management soll ..." abzulehnen, während "die oberste Leitung soll ..." annehmbar ist.


Management-Review


Ist die formale Bewertung des Qualitätsmanagementsystems durch die leitenden Mitarbeiter der Organisation unter Berücksichtigung der Qualitätspolitik und ihrer Ziele.


Managementsystem


[DIN EN ISO 9000:2000]

System zum Festlegen von Politik und Zielen sowie zum Erreichen dieser Ziele.

A: Das Managementsystem einer Organisation kann verschiedene Managementsysteme einschließen, z.B. ein Qualitätsmanagementsystem, ein Finanzmanagementsystem oder ein Umweltmanagementsystem.


Mangel


[DIN EN ISO 9000:2000]

Nichterfüllung einer Anforderung in Bezug auf einen beabsichtigten oder festgelegten Gebrauch.

A 1: Die Unterscheidung zwischen den Benennungen Mangel und Fehler ist wegen ihrer rechtlichen Bedeutung, insbesondere in Bezug auf Fragen der Produkthaftung, wichtig. Die Benennung "Mangel" sollte daher mit äußerster Vorsicht verwendet werden.

A 2: Der vom Kunden beabsichtigte Gebrauch kann durch die Art der vom Lieferanten bereitgestellten Informationen, wie Gebrauchs- oder Instandhaltungsanweisungen, beeinträchtigt werden.


Maschinenfähigkeit (Cm)


Die Maschinenfähigkeit ist ein Kennwert für die Beurteilung der Eignung einer Maschine, Teile innerhalb der Toleranzen herzustellen.


Maschinenfähigkeitsuntersuchung (MFU)


(auch MCC)

Bei dieser Analyse wird festgestellt, ob die Maschinen in der Lage sind, die gewünschten Qualitätsanforderungen zu erbringen.


Massenguteinheit


[DIN 55350-14]

Von einem Massengut abgeteilte Teilgesamtheit.

A: Eine Massenguteinheit ist beispielsweise der flüssige oder gasförmige Inhalt einer Flasche, der Inhalt eines Sackes oder das Ladegut eines Lastwagens, Güterwagens, Güterzuges, Schiffsbunkers oder Schiffes.


Matrixdiagramm


Übersichtliche Darstellung der wechselseitigen Abhängigkeit, z.B. zwischen Sichtweisen eines Problems, verschiedenen Problemursachen, zu treffenden Maßnahmen oder zur Verfügung stehenden Mitteln.


Maximaler Durchschlupf


[DIN 55350-31]

Maximum des Durchschlupfs bei einer Stichprobenanweisung.

A 1: Kurzbezeichnung "AOQL" (average outgoing quality limit).

DGQ:

A 2: Der Durchschlupf für eine Stichprobenanweisung ist eine Funktion der Qualitätslage der Prüflose vor der Annahmestichprobenprüfung. Der maximale Durchschlupf ist das Maximum dieser Funktion.

A 3: Für Attributprüfung findet man in DIN 2859-1 tabellarisch aufgeführte Zahlenwerte der AOQL für Einfach-Stichprobenprüfung abhängig von der AQL und vom Stichprobenumfang für normale und verschärfte Prüfung.


Measurement System Analysis (MSA)


Analyse der Meßmittelfähigkeit - Bei dieser Richtlinie handelt es sich um eine Sammlung von Anweisungen, wie die Qualität eines Meßsystems mit seinen Prüfmitteln sichergestellt werden kann, d.h. wie die Wiederholbarkeit von Messungen und Meßergebnissen sicherzustellen ist.


Median


früher auch Zentralwert

[DGQ]

Das Quantil für p = 0,5 der Wahrscheinlichkeitsverteilung.

[QS 9000]

Der mittlere Wert in einer Gruppe von Messungen, die vom Kleinstwert bis hin zum Größtwert sortiert wurden. Falls die Anzahl der werte gerade ist, wird der Mittelwert der zwei mittleren Werte als Median eingesetzt. Stichprobenmediane formen die Basis einer einfachen Qualitätsregelkarte zur Prozeßlage. Mediane werden durch eine Tilde (~) über dem Symbol der Einzelwerte gekennzeichnet.


Mediankarte


auch x-Karte (x quer Karte)

[DIN 55350-33]

Qualitätsregelkarte zur Überwachung der Lage eines Prozesses anhand der Stichprobenmediane.


Mehrfach-Stichprobenprüfung


[DIN 55350-31]

Annahmestichprobenprüfung anhand von maximal m Stichproben, wobei m ≥ 3 ist.

A: Je nach dem Ergebnis kann die Annehmbarkeit des Prüfloses schon aufgrund der ersten Stichprobe, oder erst aufgrund einer weiteren Stichprobe festgestellt werden. Spätestens wird sie aufgrund der m-ten Stichprobe festgestellt. Ob im Verlauf dieser Prüfung jeweils eine weitere Stichprobe heranzuziehen ist, hängt vom Ergebnis aller vorhergehenden Stichproben ab.


Mehrstufige Probenahme


[DIN 55350-14]

Probenahme in Stufen, bei der aus der Grundgesamtheit Auswahleinheiten erster Stufe gebildet werden, denen Stichprobeneinheiten erster Stufe entnommen werden; aus den Stichprobeneinheiten erster Stufe werden Auswahl-einheiten zweiter Stufe gebildet, denen Stichprobeneinheiten zweiter Stufe entnommen werden usw.

A 1: Die Auswahl der Stichprobeneinheiten aus den Auswahleinheiten in den einzelnen Stufen kann als Zufalls-probenahme oder als systematische Probenahme erfolgen.

A 2: Die Benennungen ""Erststufenprobe", "Zweitstufenprobe", ... "Endstufenprobe" (kurz: "Endprobe") bezeichnen die in der ersten, zweiten, ..., letzten Stufe aus der Grundgesamtheit, der Endstufenprobe, ..., der Probe der vorletzten Stufe entnommene Probe.

A 3: Bei Massengütern erfolgt die mehrstufige Probenahme oft aus der Sammelprobe; Endstufenproben sind die Meßproben, Proben vorletzter Stufe die Laboratoriumsproben.


Merkmal


[DIN EN ISO 9000:2000]

Kennzeichnende Eigenschaft.

A 1: Ein Merkmal kann inhärent oder zugeordnet sein.

A 2: Ein Merkmal kann qualitativer oder quantitativer Natur sein.

A 3: Es gibt verschiedene Klassen von Merkmalen, z.B.:

  • physische, z.B. mechanische, elektrische, chemische oder biologische Merkmale;
  • sensorische, z.B. bezüglich Geruch, Berührung, Geschmack, Sehvermögen, Gehör;
  • verhaltensbezogene, z.B. Höflichkeit, Ehrlichkeit, Wahrheitsliebe;
  • zeitbezogene, z.B. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit;
  • ergonomische, z.B. physiologische oder auf Sicherheit für den Menschen bezogene Merkmale;
  • funktionale, z.B. Höchstgeschwindigkeit eines Flugzeuges.

Merkmalskette


[DIN 55350-12]

Zusammenfassung mehrerer zusammenwirkender, voneinander unabhängiger Einzelmerkmale gleicher Dimension.

A 1: In der Praxis kommen oft lineare (additive) Merkmalsketten vor. Auf die beteiligten Einzelmerkmale und das Schließmerkmal werden zweckmäßig abgestufte Grenzwerte oder abgestufte Toleranzen angewendet.

A 2: Die Einzelmerkmale heißen auch "Glieder der Merkmalswerte".


Merkmalswert


[DIN 55350-12]

Der Erscheinungsform eines Merkmals zugeordneter Wert.

A 1: Durch die spezielle Festlegung des betrachteten Merkmals ist die Art des Merkmals (z.B. Farbe, Länge) bestimmt (Art des Merkmals siehe Quantitatives Merkmal, Kontinuierliches Merkmal, Diskretes Merkmal, Qualita-tives Merkmal, Ordinalmerkmal) und damit auch die Art der Merkmalswerte (z.B. rot, 3 m).

DGQ:

A 2: Für die Praxis des Qualitätsmanagements gilt die Erklärung: Merkmalswert ist der Wert eines quantitativen oder eines qualitativen Merkmals.

A 3: Der Merkmalswert kann als Element aus der stochastisch angeordnet gedachten Menge aller Ausprägungsmöglichkeiten des Merkmals betrachtet werden. Diese Menge kennzeichnet den Wertebereich des Merkmals; beispielsweise anhand einer Verteilungsfunktion.

A 4: Die Benennung "Merkmalsausprägung" ist als Synonym zu "Merkmalswert" wegen der Erklärung in Anm. 2 nicht geeignet.


Meßabweichung


[DIN ISO 10012-1]

Meßergebnis minus wahrer Wert der Meßgröße.

A 1: Siehe "Wahrer Wert (einer Größe)" und "(Konventionell) richtiger Wert" in: Internationales Wörterbuch der Metrologie.

A 2: Dieser Begriff bezieht sich gleichermaßen auf

  • den Meßwert,
  • das unberichtigte Meßergebnis,
  • das berichtigte Meßergebnis.

A 3: Die bekannten Anteile der systematischen Meßabweichung können durch Korrektionen kompensiert werden. Die Meßabweichung des berichtigten Meßergebnisses kann durch die Angabe der Meßunsicherheit beschrieben werden.

DGQ:

Abweichung des (unberichtigten) Meßergebnisses vom Bezugswert, wobei dieser je nach Festlegung oder Vereinbarung der wahre Wert, der richtige Wert oder der Erwartungswert sein kann.

A 4: Die Meßabweichung ist Spezialfall der Ergebnisabweichung für den Fall, daß das Ermittlungsverfahren ein Meßverfahren ist.

A 5: Meßabweichungen – die positiv und negativ sein können – werden unterteilt in zufällige, bekannte systematische und unbekannte systematische Meßabweichungen.

A 6: Übliches Maß für die quantitative Erfassung von zufälligen und unbekannten systematischen Meßabweichungen ist die Meßunsicherheit.

A 7: In der Meßabweichung des (unberichtigten) Meßergebnisses ist die Meßabweichung des Meßgerätes enthalten.

A 8: Auch im angloamerikanischen Sprachraum mehren sich die Stimmen, die zur Vermeidung von Mißverständnissen "error" durch "deviation" ersetzen wollen.


Meßbereich


[DIN ISO 10012-1]

Der Wertebereich der Meßgröße, für den die Meßabweichungen eines Meßgeräts innerhalb der vorgegebenen Fehlergrenzen liegen soll.

A: In einigen anderen Wissensgebieten kennzeichnet "Bereich" den Unterschied zwischen dem größten und dem kleinsten Wert.


Meßbeständigkeit


[DIN ISO 10012-1]

Fähigkeit eines Meßgerätes, seine meßtechnischen Merkmale unverändert beizubehalten.

A: Üblicherweise wird die Meßbeständigkeit in Bezug auf die Zeit betrachtet. Wird sie in Bezug auf eine andere Größe betrachtet, sollte dies ausdrücklich angegeben werden.


Meßeinrichtung


[DGQ]

Gesamtheit aller Meßgeräte und zusätzlicher Einrichtungen zur Erzielung eines Meßergebnisses.

A 1: Zusätzliche Einrichtungen und Hilfsmittel, die nicht unmittelbar zur Aufnahme, Umformung und Ausgabe dienen (Beispiele: Einrichtung für Hilfsenergie, Ableselupe, Thermostat).

A 2: Die Benennung "Meßanlage" wird üblicherweise für fest installierte und umfangreiche Meßeinrichtungen verwendet (Beispiele: Kesselhausmeßanlage zur Erfassung aller hier anfallenden Meßgrößen).

A 3: Wesentliche Aufgaben einer Meßeinrichtung sind

  • die Aufnahme der Meßgröße;
  • die Weiterleitung und Umformung eines Meßsignals;
  • die Bereitstellung des Meßwertes.

Es gibt Meßeinrichtungen, die mehrere unterschiedliche Meßgrößen gemeinsam aufnehmen.

A 4: Im einfachsten Fall besteht die Meßeinrichtung aus einem einzigen Meßgerät.


Meßergebnis


[DGQ]

Ermittlungsergebnis bei Anwendung eines Meßverfahrens.

A 1: Es gilt die Anm. zu Ermittlungsergebnis entsprechend. Insbesondere ist dort in die unterschiedliche Anwendung der Adjektive "berichtigt" und "unberichtigt" als Hinzufügung zu "Meßergebnis" und "Meßwert" behandelt, die in den nachfolgenden Definitionen zur Meßabweichung die eingeklammerte Hinzufügung "(unberichtigt)" nötig macht. Siehe dazu auch DIN 55350-13 und DIN 1319-1.

A 2: In der Meßtechnik wird das Meßergebnis wie folgt definiert: "Durch Messung gewonnener Schätzwert für den wahren Wert der Meßgröße". Dabei ist die Anm. zu Schätzfunktion zu beachten. Andererseits bezeichnet man den durch Messung gewonnenen Schätzwert für den Erwartungswert der Meßgröße als "unberichtigtes Meßergebnis", wobei bereits ein einzelner Meßwert das unberichtigte Meßergebnis sein kann.

A 3: Unter einem vollständigen Meßergebnis versteht man ein Meßergebnis mit quantitativen Angaben zu den Meßabweichungen. Diese Angaben können unterschiedliche Formen haben. Beispiel für übliche Angaben zur Meßunsicherheit: Siehe die Begriffe Meßunsicherheit, untere Meßunsicherheit, obere Meßunsicherheit und relative Meßunsicherheit. Möglich ist auch die Angabe von – ggf. unsymmetrisch liegenden – Vertrauensberei-chen oder Vertrauensgrenzen, wobei jeweils das Vertrauensniveau mit angegeben werden sollte.


Meßgenauigkeit


[DIN 10012-1]

Ausmaß der Annäherung des Meßergebnisses an den wahren Wert der Meßgröße.

A 1: "Genauigkeit" ist ein qualitativer Begriff.

A 2: Die Benutzung der Benennung "Präzision" für "Genauigkeit" soll vermieden werden.


Meßgerät


[DIN ISO 10012-1]

Ein Gerät, das allein oder in Verbindung mit Zusatzeinrichtungen zur Durchführung einer Messung bestimmt ist.

DGQ:

A 1: Auch Maßverkörperungen sind Meßgeräte.

A 2: Ein Gerät ist auch dann ein Meßgerät, wenn seine Ausgabe übertragen, umgeformt, bearbeite oder gespeichert wird und nicht direkten Aufnahme durch die Beobachter geeignet ist (Beispiele: Meßumformer, Strom- und Spannungswandler, Meßumsetzer, Meßverstärker).

A 3: Ein Meßgerät kann auch Meßobjekt sein, z.B. bei seiner Kalibrierung.


Meßgerätedrift


[DIN ISO 10012-1]

Langsame zeitliche Änderung des Wertes eines meßtechnischen Merkmals eines Meßgerätes.


Meßgröße


[DIN ISO 10012-1]

Größe, die Gegenstand einer Messung ist.

A 1: Dies kann sowohl "zu messende Größe" als auch "gemessene Größe" bedeuten.

DGQ:

Physikalische Größe, der die Messung gilt.

A 2: Zum Begriff physikalische Größe, kurz auch "Größe" genannt, siehe DIN 1313. Jede physikalische Größe ist ein kontinuierliches Merkmal.

A 3: Eine Meßgröße kann zeit- und ortsabhängig sein.

A 4: Auch hier gilt die Anm. zu Merkmal: Die Komponenten von vektoriellen und tensoriellen Meßgrößen sind selbst Meßgrößen.

A 5: Eine "Spezielle Meßgröße" ist eine spezielle Größe, der die Messung gilt.

Beispiele: Volumen eines Körpers, elektrischer Widerstand eines Kupferdrahtes, mittlere Anzahl von Zerfällen je Zeiteinheit bei einer radioaktiven Probe.


Meßlenkungssystem


[E DIN EN ISO 9000 : 2000-01]

Gesamtheit von Tätigkeiten, die für die Erlangung der metrologischen Bestätigung und die ständige Lenkung von Meßprozessen erforderlich sind.


Meßmittel


[DIN EN ISO 9000:2000]

Meßgerät, Software, Meßnormale, Referenzmaterial oder Hilfsmittel oder eine Kombination davon, benötigt für einen Meßprozeß.


Meßobjekt


[DGQ]

Einheit, die Träger der Meßgröße ist.

A: Als Meßobjekt kommen in Frage: Körper, Vorgänge (Prozesse) oder Zustände.


Meßprobe


auch Analysenprobe

[DIN 55350-14]

Probe, die zur Durchführung einer Einzeluntersuchung vorbereitet ist.

A: In der Regel ist die Meßprobe eine Teilprobe der Laboratoriumsprobe. Bei mehrstufiger Probenahme ist die Meßprobe eine Enstufenprobe.


Meßprozeß


[DIN EN ISO 9000:2000]

Satz von Tätigkeiten zur Ermittlung eines Größenwertes.


Meßserie


[DIN 55350-34]

Gesamtheit aller Messungen, bei deren Auswertung das Resultat derselben Kalibrierung zugrundegelegt werden darf.

A: Unter Auswertung wird hier die Umrechnung der Meßwerte in die Werte der Zustandsgrößendifferenz anhand der ermittelten Kalibrierfunktionen verstanden.


Meßüberwachungssystem


[DIN EN ISO 9000:2000]

Satz von in Wechselbeziehung oder Wechselwirkung stehenden Elementen, der zur Erzielung der metrologischen Bestätigung und zur ständigen Überwachung von Meßprozessen erforderlich ist.


Messung


[DIN ISO 10012-1]

Gesamtheit der Tätigkeiten zur (experimentellen) Bestimmung des Größenwertes.

DGQ:

Ausführen geplanter Tätigkeiten zum quantitativen Vergleich der Meßgröße mit einer Bezugsgröße gleicher Dimension des Einheitensystems.

A 1: Das Erzielen des Meßergebnisses wird zur Messung gerechnet, nicht aber dessen Verwertung in einer anderen Meßaufgabe.

A 2: Die Bezugsgröße des Einheitensystems sind Basiseinheiten mit den Basisdimensionen (z.B. Ampere) und abgeleitete Einheiten mit den abgeleiteten Dimensionen (z.B. Volt).

A 3: Die Tätigkeiten können teilweise oder voll automatisiert sein. Das schließt die Möglichkeit ein, daß Meßergebnisse gespeichert und erst zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden.

A 4: Von der Benutzung des Wortes "Bestimmung" für "Messung" wird abgeraten, weil es sowohl die Festlegung vorzugebender Werte als auch die Ermittlung festzustellender Werte bedeuten kann.

A 5: Anm. zu Qualitätsprüfung gilt entsprechend.

[E DIN EN ISO 9000 : 2000-01]

Gesamtheit der Tätigkeiten zur Ermittlung eines Größenwertes.


Meßunsicherheit


[DIN 10012-1]

Ergebnis der Auswertung zur Kennzeichnung des Bereiches, innerhalb dessen der wahre Wert einer Meßgröße schätzungsweise, im allgemeinen mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit, liegt.

A 1: Im allgemeinen enthält die Meßunsicherheit viele Komponenten. Einige dieser Komponenten können aufgrund der statistischen Verteilungen der Ergebnisse von Meßreihen geschätzt und mittels empirischer Standardab-weichungen angegeben werden. Abschätzungen für andere Komponenten können ausschließlich auf Erfahrung oder andere Informationen gegründet werden.

DGQ:

Aus Messungen gewonnener Schätzbetrag zur Kennzeichnung eines Wertebereiches, innerhalb dessen der Bezugswert der Meßgröße mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit liegt, wobei der Bezugswert je nach Festlegung oder Vereinbarung der wahre Wert, der richtige Wert oder der Erwartungswert sein kann.

A 2: Siehe auch Schätzfunktion. Die Meßunsicherheit ist der Ergebnisunsicherheit eines Meßergebnisses. Sie ist ein Maß für die Genauigkeit dieses Meßergebnisses. Bezogen auf das (berichtigte) Meßergebnis ist sie ein einseitiger Schätzbetrag (siehe auch Anm. zu Schätzbetrag).

A 3: Die Meßunsicherheit enthält prinzipiell zwei Komponenten: Die Komponente der unbekannten systematischen Meßabweichung als Maß für die Richtigkeit des (berichtigten) Meßergebnisses, und die Komponente der zufälligen Meßabweichung als Maß für die Präzision des (berichtigten) Meßergebnisses.

A 4: Für den Fall, daß nichts anderes vorgegeben oder vereinbart ist, sind als "vorgegebene Wahrscheinlichkeit" 95 Prozent festgelegt.

A 5: Ist u die Meßunsicherheit und xE das (berichtigte Meßergebnis, so ist die Untergrenze des in der Definition genannten Wertebereiches xE - u und die Obergrenze xE + u. Der Wertebereich hat demnach eine Weite von 2 · u. Dieser Wertebereich darf nicht "Meßunsicherheit" genannt werden.

A 6: Meistens, aber nicht immer, haben die Abstände der Untergrenze und der Obergrenze des Wertebereiches vom (berichtigten) Meßergebnis xE den gleichen Betrag. Dann liegt der in Anm. 5 genannte Wertebereich symmetrisch zu xE. Andernfalls ist die obere von der unteren Meßunsicherheit zu unterscheiden.

A 7: Wenn sich untere Meßunsicherheit und obere Meßunsicherheit unterscheiden, gilt der größere Betrag als Meßunsicherheit, wenn nur diese anzugeben ist.


Methode 635


Methode 635 ist ein Werkzeug, das die intuitive Ideenfindung unterstützt und vor allem bei Suchproblemen eingesetzt wird. Die Methode 635 wird auch als Brainwriting bezeichnet. Wie auch beim Brainstorming sollen die Teilnehmer durch Ideen wechselseitig anregen und daraus Anknüpfungen sowie Analogien bilden. Dies geschieht bei der Methode 635, anders als beim Brainstorming, auf schriftlichem Wege.

Die Methode 635 ist einfach anzuwenden. Dadurch, daß Ideen in einer Gruppensitzung an die anderen Teilnehmer schriftlich weitergegeben werden, entsteht automatisch ein Protokoll. Solche Sitzungen dauern meistens nicht länger als eine Stunde. Im Idealfall ergeben sich bei der Methode 635 in kurzer Zeit zahlreiche Lösungsvorschläge.

  • 6 Personen notieren jeweils auf verschiedene Formulare
  • 3 Ideen
  • innerhalb von 5 Minuten.

Das Formular (möglichst DIN-A3) ist einfach zu erstellen: Es besteht aus 3 Spalten 6 Zeilen und zusätzlich einer Kopfzeile, in der die Problemformulierung und die Teilnehmer der Sitzung festgehalten werden.


Metrologische Bestätigung


[DIN EN ISO 9000:2000]

Satz von notwendigen Tätigkeiten, um sicherzustellen, daß ein Meßmittel die Anforderungen an seinen beabsichtigten Gebrauch erfüllt

A 1: Üblicherweise umfaßt die metrologische Bestätigung Kalibrierung oder Verifizierung, jede notwendige Einstellung oder Reparatur mit nachfolgender Neukalibrierung, den Vergleich mit den metrologischen Anforderungen an den beabsichtigten Gebrauch des Meßmittels sowie alle erforderlichen Plombierungen und Etikettierungen.

A 2: Eine metrologische Bestätigung ist erst erreicht, wenn die Tauglichkeit der Meßmittel für den beabsichtigten Gebrauch dargelegt und dokumentiert ist.

A 3: Die Anforderungen an den beabsichtigten Verwendungszweck können Aspekte wie Meßbereich, Auflösung und Grenzwerte für die Meßabweichungen einschließen.

A 4: Anforderungen der metrologischen Bestätigung unterscheiden sich von Produktanforderungen und sind in letzteren nicht festgelegt.


Metrologische Forderung


[E DIN EN ISO 9000 : 2000-01]

Forderung an ein metrologisches Merkmal.

A: Metrologische Forderungen werden von festgelegten Forderungen an das Produkt oder an die zu kalibrierenden, zu verifizierenden oder zu bestätigenden Meßmittel abgeleitet.


Metrologisches Merkmal


[DIN EN ISO 9000:2000]

Kennzeichnende Eigenschaft, die die Meßergebnisse beeinflussen kann.

A 1: Ein Meßmittel hat üblicherweise mehrere metrologische Merkmale.

A 2: Metrologische Merkmale können der Kalibrierung unterliegen.


Mindestquantil


[DIN 55350-12]

Kleinstes zugelassenes Quantil, und damit ein vorgegebener Merkmalswert, unter dem nicht mehr als der vorgegebene Anteil von Merkmalswerten der Verteilung (siehe DIN 55350-23) zugelassen ist.

A 1: Ein Beispiel für ein Mindestquantil ist eine Mindestwanddicke 1,00 mm bei einem vorgegebenen Unterschreitungsanteil von 10 Prozent. Unter 1,00 mm ist folglich ein Höchst-Unterschreitungsanteil von 10 Prozent von Wanddickenwerten zugelassen.

A 2: Wird ein Höchst-Unterschreitungsanteil von null Prozent der Merkmalswerte einer Verteilung unter dem Mindestquantil zugelassen, verwandelt sich dieses Mindestquantil dadurch in einen Mindestwert, weil dieser dann der kleinste zugelassene Wert ist.


Mindest-Unterschreitungsanteil


[DIN 55350-12]

Kleinster geforderter Unterschreitungsanteil der Merkmalswerte einer Verteilung unter dem zugehörigen Höchst-quantil.

A 1: Der Merkmalsgrenzwert des Höchstquantils muß mindestens von einem Anteil von Merkmalswerten der Verteilung unterschritten werden, der dem Mindest-Unterschreitungsanteil entspricht.

DGQ:

A 2: Der Mindest-Unterschreitungsanteil ist in der Quantil-Definition der "vorgegebene Anteil p der Werte einer Ver-teilung".

A 3: Ein Mindest-Unterschreitungsanteil ist einem Höchstquantil zugeordnet. Bei diesem Höchstquantil darf er durch den Anteil der Merkmalswerte der Verteilung unter dem Höchstquantil (dieses eingeschlossen) nicht unterschritten werden.


Mindestwert


[DIN 55350-12]

Kleinster zugelassener Wert eines quantitativen Merkmals.

A 1: Bei Längenmaßen heißt der Mindestwert "Mindestmaß".

DGQ:

A 2: Wird ein Höchst-Unterschreitungsanteil von Istwerten einer Verteilung von mehr als null Prozent unter dem Mindestwert (dieser eingeschlossen) zugelassen, verwandelt sich der Mindestwert in ein Mindestquantil, weil Werte zugelassen sind, die kleiner sind als der Mindestwert.


Mind-Mapping


Das Mind-Mapping verbindet die "logisch denkende" linke und die "bildhaft denkende" rechte Gehirnhälfte. Mit Hilfe von Mind-Mapping, den Ergebnissen des Mind-Mapping, werden sprunghaftes Denken und Spontaneinfälle unterstützt. Gleichzeitig bieten Mind-Maps einen strukturierten Überblick komplexer Sachverhalte, in dem Zusammenhänge, Strukturen und deren Wirkrichtungen visuell dokumentiert werden.

Mind-Mapping ist ein sehr flexibles Werkzeug, das in allen Bereichen des beruflichen Alltags eingesetzt werden kann. Es unterstützt gleichzeitig die systematisch-analytische wie die intuitive Ideenfindung. Es eignet sich sehr gut für die Ideenentwicklung einer Einzelperson, aber auch als Protokollierverfahren in einer Gruppensitzung, z.B. an einer Pinwand. Des weiteren lassen sich Planungen leichten strukturieren und visualisieren. Neben der konkreten Unterstützung von Problemlösungen ist dieses Werkzeug auch gut geeignet, Gespräche, Telefonate und Präsentationen vorzubereiten. Zusätzlich schärft Mind-Mapping das Gedächtnis und erhöht das Konzentrationsvermögen.


Mitarbeiterorientierung


siehe auch Kaizen

Unter Mitarbeiterorientierung in einem Unternehmen kann eine Grundhaltung verstanden werden, bei der jeder einzelne Mitarbeiter als bedeutendes Problemlösungs- und Kreativitätspotential betrachtet und entsprechend behandelt wird. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Wertschöpfung im Unternehmen zwar durch den Einsatz technischer Hilfsmittel unterstützt, aber letztlich vom Menschen erbracht und gesteuert wird. Dies entspricht der Auffassung, daß Qualität unter Anwendung geeigneter Techniken, aber auf der Basis einer entsprechenden Geisteshaltung entsteht. Ziel der Mitarbeiterorientierung ist einerseits die Hebung des Interesses der Mitarbeiter an der Arbeit im Unternehmen, andererseits die Nutzung des Know-how der Mitarbeiter zur ständigen Verbesserung (KVP) sämtlicher Prozesse im Hinblick auf Qualität und Produktivität.


Mittelbare Qualitätslenkung


[DGQ]

Herbeiführen oder Verbessern der zur Realisierung der Einheit benötigten Qualitätsfähigkeit der Elemente der Orga-nisation durch Korrekturmaßnahmen, Vorbeugungsmaßnahmen und Qualitätsförderung.

A 1: Man unterscheidet bei der mittelbaren Qualitätslenkung personen-, verfahrens-, einrichtungs- und produktbezogene Maßnahmen.

A 2: Weitere Beispiele für mittelbare Qualitätslenkung sind Instandhaltung und die Weiterentwicklung von Fertigungsverfahren.

A 3: In DIN EN ISO 8402 bezeichnet eine Anmerkung zu diesem Begriff ganz allgemein "die Beseitigung der Ursachen nicht zufriedenstellender Ergebnisse in allen Stadien des Qualitätskreises" die mittelbare Qualitätslenkung.


Mittellinie


[DIN 55350-33]

Linie in einer Qualitätsregelkarte, die den (geschätzten) Erwartungswert oder einen vorgegebenen Wert für den Kennwert darstellt.

A: Die Mittellinie erleichtert die Entdeckung eines Trends der eingezeichneten Werte zu einer der Eingriffsgrenzen hin.


Mittelwert


siehe auch Erwartungswert

[DIN 55350-12]

Arithmetischer Mittelwert aus Mindestwert und Höchstwert.

A: Vielfach stimmt der Mindestwert mit dem gedachten oder mit dem festgelegten Sollwert überein.

[QS 9000]

Die Summe von Werten dividiert durch deren Anzahl (Stichprobenumfang); bezeichnet mit einem Querstrich über dem Symbol für die Werte, deren Mittelwert zu bilden ist, z.B.:

x (x quer) ist der Mittelwert der x-Werte innerhalb einer Stichprobe

R (R quer) ist der Mittelwert der Stichprobenspannweiten


Mittelwertkarte


auch x-Karte (x quer Karte)

[DIN 55350-33]

Qualitätsregelkarte zur Überwachung der Lage eines Prozesses anhand der Stichprobenmittelwerte.


Mittelwertlinie


[QS 9000]

Die Linie einer Qualitätsregelkarte, die den mittleren Wert der einzuzeichnenden Punkte darstellt.


Mittlere Prozeßlage


[DIN 55350-33]

Über eine festgelegte Zeitspanne oder Ausbringungsmenge gemittelte Prozeßlage.


Mittlere Qualitätslage


auch durchschnittliche Herstellqualität

[DIN 55350-31]

Mittelwert der Qualitätslage in einer Serie von Fertigungslosen.


Mittlere Reaktionsdauer


[DIN 55350-33]

Die mittlere Anzahl von aus dem Prozeß entnommenen und ausgewerteten Stichproben bzw. die mittlere Anzahl produzierter Einheiten bis zum Anzeigen der Notwendigkeit eines Eingriffs.

A 1: Eine lange mittlere Reaktionsdauer ist wünschenswert für einen beherrschten Prozeß, (um möglichst selten unnötige Untersuchungen oder Korrekturmaßnahmen zu veranlassen); eine kurze mittlere Reaktionsdauer ist wünschenswert bei einem nichtbeherrschten Prozeß, (damit korrigierende Maßnahmen unverzüglich ausgelöst werden).

A 2: Die mittlere Reaktionsdauer ist der Kehrwert der Eingriffswahrscheinlichkeit.


Mittlerer Abweichungsbetrag


[DGQ]

Arithmetischer Mittelwert der Beträge der Abweichungen der Istwerte von einem Bezugswert.

A 1: Als Bezugswert wird im allgemeinen der arithmetische Mittelwert der Istwerte gewählt. Der mittlere Abweichungsbetrag nimmt sein Minimum dann an, wenn der Stichprobenmedian Bezugswert ist.

A 2: Früher mißverständlich "Mittlere Abweichung". Auch die angloamerikanische Benennung ist mißverständlich.


Mittlerer Stichprobenumfang


[DIN 55350-31] auch durchschnittlicher Stichprobenumfang

Mittlere Anzahl der je Los geprüften Einheiten bis zur Annahme der Rückweisung.

A: Der mittlere Stichprobenumfang bei einer Doppel-, Mehrfach- oder sequentiellen Stichprobenprüfung ist eine Funktion der Qualitätslage der zu prüfenden Lose, während er bei einer Einfach-Stichprobenprüfung nicht von der Qualitätslage abhängt.


Modalwert


[DGQ]

Wert(e), der (die) beim Maximum (bei den Maxima) der Wahrscheinlichkeitsdichte oder der Wahrscheinlichkeitsfunktion liegt (liegen).

A 1: Kommt nur ein einziger Modalwert in der Wahrscheinlichkeitsverteilung vor, spricht man von einer "eingipfligen (unimodalen) Verteilung", andernfalls von einer "mehrgipfligen (multimodalen) Verteilung". Wenn eine Wahrscheinlichkeitsverteilung zwei Modalwerte besitzt, heißt sie "zweigipflige (bimodale) Verteilung".

A 2: Der Modalwert einer eingipfligen Verteilung heißt "Häufigster Wert".

A 3: Für den (die) zu einer Häufigkeitsverteilung gehörigen Stichproben-Modalwert(e) gelten die Anm. 1 und 2 entsprechend für die zugehörige Häufigkeitsverteilung.


Modell der QM-Darlegung


siehe Modell der Qualitätssicherung


Modell der Qualitätssicherung


auch Modell der QM-Darlegung

[DIN EN ISO 8402]

Genormte oder ausgewählte Serie von Forderungen an ein QM-System, zusammengestellt zur Erfüllung von Erfordernissen der Qualitätssicherung/QM-Darlegung in einer gegebenen Situation.


[Früher auch "QS-Nachweisforderung" oder "QS-Nachweisstufe"]


Morphologischer Kasten


Der Morphologischer Kasten wurde von dem Schweizer Astrophysiker Zwicky entwickelt. Der Morphologischer Kasten ist die bekannteste von verschiedenen morphologischen Werkzeugen. Ziel des Werkzeuges: Die Lösung des Problems soll durch eine Zerlegung in Einzelaspekte erreicht werden. Bei dem Morphologischer Kasten wird ein Problem mehrdimensional klassifiziert. Dadurch wird es möglich, eine strukturelle und funktionale Durchdringung zu erreichen. Das Werkzeug wird hauptsächlich bei Konstellationsproblemen eingesetzt, kann aber auch ein abgegrenztes Suchproblem unterstützen.

Das Wort "Morphologie" ist griechischen Ursprungs und bedeutet "Lehre der Gestaltung, Strukturierung, Formung". Jede nach einem bestimmten Verfahren hergestellte Ordnung wird als Morphologie bezeichnet. Daher spricht man auch von der "Lehre des geordneten Denkens".


Muda – Verschwendung


siehe auch 3 Mu

Die Verschwendung selbst ist die offensichtlichste Ursache für die Entstehung von Verlusten. Im einzelnen werden sieben Arten der Verschwendung unterschieden, die nahezu überall im Unternehmen auftreten. Die Verschwendung ist insbesondere in dem Anteil der nichtwerterhöhenden Tätigkeiten (Non-Value-Adding Activities, NVA) an einer zu verrichtenden Arbeit oder an einem Produktionsprozeß zu sehen:

  • Überproduktion
  • Wartezeit
  • Überflüssiger Transport
  • Ungünstiger Herstellprozeß
  • Überhöhte Lagerhaltung
  • Unnötige Bewegungen
  • Herstellung fehlerhafter Teile

Multivariate Qualitätsregelkarte


[DIN 55350-33]

Qualitätsregelkarte zur Überwachung eines Prozesses anhand zweier oder mehrerer Merkmale.


Mura – Unausgeglichenheit


siehe auch 3 Mu

Die Unausgeglichenheit drückt diejenigen Verluste aus, die durch eine fehlende oder nicht vollständige Harmonisierung der Kapazitäten im Rahmen der Fertigungssteuerung entstehen (Heijunka, Just-in-Time). Als spezielle Ausprägung von Mura sind zum einen Verluste durch Warteschlangenbildung zu nennen, zum anderen Verluste durch optimal ausgelastete Kapazitäten.


Muri – Überlastung


siehe auch 3 Mu

Die Überlastung beschreibt Verluste, die durch Überbeanspruchungen im Rahmen des Arbeitsprozesses entstehen. Dabei wird zwischen der Überlastung des Handhabungs- und der des Herstellungsprozesses unterschieden. Die Verluste im Handhabungsprozeß entstehen durch körperliche und auch geistige Überbeanspruchung des betreffenden Mitarbeiters und äußern sich in Form von Übermüdung, Streßerscheinungen, erhöhter Fehlerhäufigkeit und steigender Arbeitsunzufriedenheit. Meist wird die Überlastung des Mitarbeiters und damit auch der resultierende Verlust durch den Einsatz von Handhabungs- und Rüsthilfen, durch konstruktive Maßnahmen oder auch durch Veränderungen der Arbeitsgestaltung zu vermeiden sein. Im Herstellungsprozeß auftretende Überlastung beruht oft auf fehlerhaft ermittelten Vorgabezeiten für Arbeitstakt und Werkzeugwechsel sowie auf mangelnder Harmonisierung des Produktionsflusses. Die Folge sind Warteschlangen vor den Maschinen und Bildung von Zwischenlagern, die wiederum Störungen und Fehler im Produktionsablauf verdecken. Abhilfe schafft hier die Optimierung der Prozesse und die Harmonisierung der Kapazitäten (Heijunka).


Muster


[DIN 55350-15]

Materielle Einheit, die einer Qualitätsprüfung aus besonderem Anlaß unterzogen oder im Rahmen einer Qualitätsprüfung benötigt wird.

A 1: Die Art der Qualitätsprüfung aus besonderem Anlaß oder die Qualitätsforderung, die an das Muster gestellt wird, bestimmen im einzelnen die Art des Musters.

A 2: Es soll vermieden werden, andere Benennungen wie "Qualitätsmuster", "Prüfmuster", "Spezialmuster" als Synonym zu "Muster" zu verwenden.


Musterprüfung


[DIN 55350-17]

Qualitätsprüfung an einem Muster.

A 1: Begriffe zu Mustern siehe DIN 55350-15

A 2: Die jeweiligen Ziele und Randbedingungen von Musterprüfungen ergeben sich aus den Definitionen der betreffenden Muster (z.B. Entwicklungsmuster, Einbaumuster). Musterprüfungen werden vielfach auch im Rahmen von Erprobungen (z.B. hinsichtlich Funktion) durchgeführt.

A 2: Musterprüfungen dienen vielfach dem Zweck der Qualifikation, werden jedoch auch als Qualitätsprüfungen zur Qualitätslenkung angewendet.



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Stand: 01.01.2008 - © 2008 TOTAL QUALITY.info - All rights reserved