| Obere Grenzabweichung |
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[DIN 55350-12]
Höchstwert minus Bezugswert.
A 1: Bezugswert ist der Nennwert oder der Sollwert. Im Zweifel ist der verwendete Bezugswert anzugeben.
A 2: Es ist unrichtig, die obere Grenzabweichung als "Plus-Toleranz" zu bezeichnen.
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| Obere Meßunsicherheit |
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[DGQ]
Schätzbetrag zur Kennzeichnung eines Wertebereichs oberhalb des (berichtigten) Meßergebnisses, innerhalb dessen der Bezugswert der Meßgröße mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit liegt, sofern er nicht unter dem (berichtigten) Meßergebnis liegt.
A: Siehe auch Schätzfunktion. Bezugswert ist je nach Festlegung oder Vereinbarung der wahre Wert, der richtige Wert oder der Erwartungswert.
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| Oberste Leitung |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Person oder Personengruppe, die eine Organisation auf der obersten Ebene leitet und lenkt.
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| Objektiver Nachweis |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Daten, die die Existenz oder Wahrheit von Etwas bestätigen.
A: Objektive Nachweise können durch Beobachtung, Messung, Test oder mit anderen Mitteln erbracht werden.
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| Operationscharakteristik |
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[DIN 5530-31]
Für eine Annahmestichprobenprüfung die Annahmewahrscheinlichkeit eines Prüfloses als Funktion seiner Qualitätslage.
A 1: Kurzbezeichnung "OC"
A 2: Zur Beurteilung einer Operationscharakteristik wird häufig deren graphische Darstellung verwandt. Bei dieser Beurteilung ist zu beachten, daß sich für die Darstellung von Operationscharakteristiken zahlreiche unterschiedliche Koordinatenteilungen eingeführt haben. Gleiche Operationscharakteristiken führen dabei zu visuell unterschiedlich erscheinenden Kurvenverläufen.
A 3: Die Benennung "Annahmekennlinie" wird nicht empfohlen (DGQ: weil aus einer OC auch Rückweisewahr-scheinlichkeiten entnommen werden können, und weil diese Benennung beim Export (anders als bei der international so benannten OC) einer Erläuterung bedürfte).
A 4: Für die allgemeine Definition der Operationscharakteristik siehe DIN 55350-24.
DGQ:
A 5: Vgl. Anm. zu Fehler 2. Art.
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| Operative Unternehmensleitung |
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[ISO/TS 16949]
Gesamtleistung eines Unternehmens, gemessen an definierten Zahlen, die sich manchmal auch auf die Leistung von Funktionen beziehen. - Beispiel: Qualitätsleitung
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| One Piece Flow (OPF) |
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Weiterleitung immer nur eines Stückes im Arbeitsprozeß, Teil eines JiT-Systems
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| Ordinalmerkmal |
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[DIN 55350-12]
Qualitatives Merkmal, für dessen Merkmalswert eine Ordnungsbeziehung besteht.
A 1: Statistische Auswertungsverfahren zu dieser Merkmalsart: DIN 53804-3.
A 2: Die topologische Skala heißt hier "Ordinalskala".
A 3: Merkmalswerte eines Ordinalmerkmals können nur in einer einzigen Ordnung (im Sinn einer Aufeinanderfolge) auf der Ordinalskala angeordnet werden. Die Abstände sind beliebig wählbar, z.B. durch Kennzeichnung jedes Merkmalswertes mit einer Schlüsselnummer.
A 4: Die Ordnungsbeziehung besteht in den Beziehungen "größer als", "gleich", "kleiner als". Beispielsweise sind die drei möglichen Beobachtungswerte einer Grenzlehre "Maß zu groß", "Maß im Toleranzbereich" und "Maß zu klein" einer Ordinalskala zugeordnet.
A 5: Die Merkmalswerte von Ordinalmerkmalen werden auch "Noten" genannt.
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| Organisation |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Gruppe von Personen und Einrichtungen mit einem Gefüge von Verantwortungen, Befugnissen und Beziehungen.
Beispiel: Gesellschaft, Körperschaft, Firma, Unternehmen, Institution, gemeinnützige Organisation, Einzelunternehmen, Verband oder Teile oder Mischformen solcher Einrichtungen.
A 1: Das Gefüge ist üblicherweise geordnet.
A 2: Eine Organisation kann öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich sein.
A 3: Diese Definition gilt im Rahmen von Normen zu Qualitätsmanagementsystemen. Der Begriff "Organisation" ist im ISO/IEC-Leitfaden 2 anders definiert.
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| Organisationsentwicklung (OE) |
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Sich seit den 40er Jahren entwickelndes Bündel aus Modell, Konzepten, Methoden und Instrumenten der Veränderung von Organisationen hin zu größerer "Produktivität und Menschlichkeit". OE wurde und wird als Leitlinie der Umsetzung nahezu aller bekannten Managementkonzepte eingesetzt.
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| Organisationsstruktur |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Gefüge von Verantwortungen, Befugnissen und Beziehungen zwischen Personen.
A 1: Das Gefüge ist üblicherweise geordnet.
A 2: Eine formale Darstellung der Organisationsstruktur ist häufig in einem QM-Handbuch oder einem QM-Plan für ein Projekt angegeben.
A 3: Der Anwendungsbereich einer Organisationsstruktur kann relevante Schnittstellen zu externen Organisationen einschließen.
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| Osborn-Checkliste |
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Zur Erweiterung des betrachteten Umfeldes eines Problems und deren Lösung dienen Fragesequenzen. Osborn beobachtete folgendes Phänomen: Es zeigt sich, daß z.B. im Rahmen von Gruppenarbeit bei einem gegebenen Problem häufig nur einige wenige Aspekte betrachtet werden. Diese werden dann mit zahlreichen ähnlichen Ideen angereichert, die aber insgesamt kaum einen substantiell neuen Gesichtspunkt oder eine neue Lösung beinhalten.
Checkliste von Osborn:
- Zweckänderung - Wie kann man es alternativ verwenden? Wie kann man es nach Modifikation gebrauchen?
- Adaption - Was ist ähnlich? Welche Parallelen lassen sich ziehen? Was ist kopierbar
- Modifikation - Hinzufügen von: Bedeutung, Form, Bewegung, Klang, Geruch
- Vergrößerung - Was kann vergrößert werden? Höher? Länger? Dicker? Multiplizieren? Zusammenfügen? Verdoppeln? Mehr Zeit? Häufiger? Heller?
- Verkleinerung - Was kann man weglassen? Kleiner? Kürzer? Tiefer? Aufteilen?
- Substitutionen - Durch was ist es ersetzbar? Anderes Material? Ist der Prozeß veränderbar? Anderer Standort?
- Umgruppierung - Was läßt sich vertauschen? Andere Reihenfolge?
- Umkehrung - Läßt sich positiv und negativ vertauschen? Verkehrung in das Gegenteil möglich? Rollen vertauschbar? Kann man Ursache und Folge vertauschen?
- Kombination - Was läßt sich kombinieren? Sind Ideen oder Absichten kombinierbar?
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