| Packungseinheit |
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[DIN 55350-14]
Durch Verpacken abgeteilte Teilgesamtheit von natürlichen Einheiten, Massenguteinheiten oder Endlosguteinheiten.
A: Die kleinstmögliche Packungseinheit enthält jeweils eine der genannten Einheiten.
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| Parameter |
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[DGQ]
Größe zur Kennzeichnung einer Wahrscheinlichkeitsverteilung.
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| Parametrische Verteilung |
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auch "theoretisches Verteilungsmodell"
[DGQ]
Mathematisch mit Hilfe von Parametern beschriebene Wahrscheinlichkeitsverteilung.
A 1: In DIN 55350-22 werden (mit Formeln) beschrieben
- die univariaten kontinuierlichen Wahrscheinlichkeitsverteilungen "Normalverteilung", "Standardisierte Normalverteilung", "Chiquadrat-Verteilung", "t-Verteilung", "F-Verteilung", "Lognormalverteilung", "Exponentialverteilung", "Gammaverteilung", "Betaverteilung", "Gleichverteilung", "Gumbel-Vertei-lung", "Fréchet-Verteilung" und "Weibull-Verteilung",
- die univariaten diskreten Wahrscheinlichkeitsverteilungen "Binormalverteilung", "Negative Binormalverteilung", "Poissonverteilung" und "Hypergeometrische Verteilung"
- die multivariate diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung "Multinominalverteilung".
A 2: Die internationale Normung beschreibt etwa die gleichen parametrischen Verteilungen in ISO 3534-1.
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| Parametrischer Test |
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siehe Verteilungsgebundener Test
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| Pareto-Analyse |
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[DGQ]
80-20-Regel (20% der Fehler verursachen 80% der Fehlerkosten).
Untersuchungsmethode mittels Anordnung aller eine betrachtete Situation beeinflussenden Faktoren in einer Ordnung ihres relativen Einflusses mit dem Ziel, eine detaillierte Untersuchung auf die Hauptfaktoren konzentrieren zu können.
A: Das zuweilen anzutreffende Synonym "ABC-Analyse" wird nicht empfohlen, weil darunter Untersuchungs-, Entscheidungs- und Ordnungsmethoden verstanden werden.
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| Pareto-Diagramm |
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[QS 9000]
Ein einfaches Hilfsmittel zur Problemlösung, das darin besteht, die Reihenfolge aller möglichen Problembereiche oder Streuungsursachen gemäß deren Beiträge zu den Kosten oder zur Gesamtstreuung festzulegen. Typischerweise sind nur wenige Ursachen für die meisten Kosten (oder Streuung) verantwortlich, so daß Anstrengungen zur Problemlösung sich auf die wenigen Ursachen mit der größten Wirkung konzentrieren und zeitweise die vielen Ursachen mit kleiner Wirkung ignoriert werden können.
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| PDCA Kreislauf |
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plan-do-check-act - Planen-Tun(Ausarbeiten)-Prüfen-Aktion(Realisieren) - Standardisierungskreislauf als Mittel zur ständigen Verbesserung
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| Periodische Prüfung |
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[ISO/TS 16949]
Die vollständige Messung aller in den Konstruktionsunterlagen aufgeführten Designvorgaben eines Teils/ Produkts.
A: Eine periodische Prüfung kann von einem Kunden mit vorgegebenen Prüfhäufigkeiten gemäß dem genehmigten Produktionslenkungsplan verlangt werden.
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| Periodische systematische Probenahme |
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[DIN 5530-14]
Systematische Probenahme von Auswahleinheiten in vorgegebenen Abständen.
A 1: Lassen sich N Auswahleinheiten nach einer Regel von 1 bis N durchnumerieren, z.B. in der Reihenfolge ihrer Fertigung, dann gelangen die Auswahleinheiten mit den Nummern h, h + k, h + 2k, ..., h + (n-1)k in die Stichprobe. Dabei ist n der Stichprobenumfang, k = N/n der Entnahmeabstand und h eine Zufallzahl aus den ersten k Nummern (Zufallsstart). Aus der letzten Bedingung folgt zwingend:
Der Zahlenwert von h + (n-1)k darf nicht größer als N sein, und:
Der Zahlenwert von h + nk muß größer als N sein.
Beispiel: N = 500; n = 20, k = 25; h = 7: In die Stichprobe gelangen die 20 Auswahleinheiten mit den Nummern 7, 32, 57, ..., 482.
Es ist h + (n-1) · k = 482 und h + n · k = 507.
DGQ:
A 2: Bei Massengütern erfolgt eine periodische systematische Probenahme während der Be- und Entladung häufig in vorgegebenen Zeitabständen mit zeitlichem Zufallsstart.
A 3: Die Anm. zu systematische Probenahme gilt sinngemäß.
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| Pflege |
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siehe Instandhaltung
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| Pflichtenheft |
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auch Lastenheft
[QS 9000]
Das Pflichtenheft ist ein Teil des Produktqualitätsplanes. Es liefert Aspekte zur Fehlerverhütung und spricht das Produktdesign, Prozeßdesign und, wenn anwendbar, das Softwaredesign an.
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| Phase |
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[DGQ]
Festgelegte Zeitspanne einer oder mehrerer Tätigkeiten im Rahmen eines oder mehrerer QM-Ablaufelemente.
A: Die Zeitspanne ist für die Betrachtung beliebig wählbar. Das entspricht der beliebigen Unterteilbarkeit und Zusammenfaßbarkeit von Einheiten.
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| Problemlösungsgruppe (PLG) |
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Qualitätszirkel – vorübergehend eingesetzte Gruppe für die Lösung eines erkannten Problems mit Hilfe von Problemlösungstools im Rahmen eines strukturierten PDCA-Ansatzes.
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| Poisson-Verteilung |
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[QS 9000]
Eine diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung für attributive Daten, die sich auf Fehler beziehen und der die c- und u-Qualitätsregelkarten zugrunde liegen.
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| Poka-Yoke |
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= Kaizen speziell bei Tätigkeiten, die zur Erstellung von Angebotsprodukten ausgeführte werden.
Der japanische Ausdruck Poka Yoke (poka = unbeabsichtigte Fehler, yoke = Vermeidung oder Verminderung) bezeichnet ein aus mehreren Elementen bestehendes Prinzip, welches technische Vorkehrungen und Einrichtungen zur Fehlerverhütung bzw. zur sofortigen Fehleraufdeckung umfaßt. Es ist dabei besonders auf die unbeabsichtigten Fehler ausgerichtet, die den Menschen bei ihrer Mitwirkung innerhalb von Fertigungsprozessen unterlaufen können, und soll verhindern. Daß aus einer Fehlhandlung ein Fehler am Produkt entsteht.
In der praktischen Anwendung besteht ein Poka Yoke-System grundsätzlich aus den beiden Grundelementen Auslösemechanismus und Regulierungsmechanismus. Hinzu kommen spezielle Gestaltungsmaßnahmen, die eine mögliche Fehlhandlung von vornherein ausschließen, wie z.B. Positionierstifte. Die Auslösemechanismen bestimmen die Art, wie ein Fehler im Fertigungsprozeß erkannt wird (z.B. Kontakt-, Fixwert- und Schrittfolgenmethode). Nach Art der Maßnahme, die nach festgestellter Abweichung bzw. Fehlhandlung getroffen wird, können als Regulierungsmechanismen die Abschalt- und Alarmmethode unterschieden werden.
Um auch das wiederholte Auftreten von einmal entdeckten Fehlern ausschließen zu können, wird Poka Yoke stets in Verbindung mit einer Inspektionsmethode angewendet. Hierbei hat sich die Fehlerquelleninspektion (Source Inspection) als besonders wirkungsvoll erwiesen.
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| Portfolio |
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Verringerung großer Datenmengen auf eine vereinfachte und überschaubare Darstellung mit Hilfe zweier kennzeichnender Merkmale in einem Achsenkreuz.
Ein Portfolio teilt die Produkte in Markt- und Unternehmenskategorien ein. Dadurch kann die Ausgewogenheit der Produktpalette hinsichtlich Rendite und Risiko und hinsichtlich der Lage der Produkte im Produktlebenszyklus festgestellt werden. Ein bekanntes Portfolio ist das Portfolio mit den Achsen Marktanteil und Marktwachstum.
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| Positionsstreubreite |
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[DGQ]
Arbeitsstreubreite ohne Berücksichtigung der Umkehrspanne beim Einstellen einer im Arbeitsbereich einer Maschinenachse (z.B. für das Bearbeitungswerkzeug) beliebig vorgewählten Position.
A 1: Die Positionsstreubreite ist als Element der Arbeitsstreubreite ebenfalls ein Maß für die Unsicherheit.
A 2: Die Positionsstreubreite gibt die Wiederholpräzision der Einstellung (z.B. eines Bearbeitungswerkzeuges) in einer Maschinenachse auf eine beliebige vorgewählte Position an.
A 3: In der Positionsstreubreite nicht enthalten sind
- die durch Maschinenbelastungen während der Bearbeitung eines Werkstücks entstehenden Abweichungen sowie
- die Schwankungen, die durch nicht in der Maschine selbst liegenden Einflüsse verursacht sind (z.B. durch Temperaturänderung).
A 4: Entsprechend der Anmerkung zur Fertigungssicherheit ist im Fall einer (angenäherten) Normalverteilung der Abweichungen die Positionsstreubreite das Dreifache, der gesamten Streubereich das Sechsfache der Standardabweichung der festgestellten Istwerte, die sich beim Einstellen der vorgewählten Position in einer der beiden möglichen Anfahrrichtungen ergeben.
A 5: Die Umkehrspanne ist hier die Differenz der arithmetischen Mittelwerte aus den Istwerten der Abweichungen bei den beiden Anfahrrichtungen. Diese Umkehrspanne ist durch systematische Einstell-Abweichungen verursacht.
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| Präzision |
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früher Wiederholgenauigkeit
[DIN 55350-13]
Qualitative Bezeichnung für das Ausmaß der gegenseitigen Annäherung voneinander unabhängiger Ermittlungsergebnisse bei mehrfacher Anwendung eines festgelegten Ermittlungsverfahrens unter vorgegebenen Bedingungen.
A 1: Je größer das "Ausmaß der gegenseitigen Annäherung der voneinander unabhängigen Ermittlungsergebnisse" ist, je kleiner also die zufällige Ergebnisabweichungen sind, um so präziser arbeitet das Ermittlungsverfahren.
A 2: "Voneinander unabhängige Ermittlungsergebnisse" sind Ermittlungsergebnisse, die durch keines der vorhergehenden Ermittlungsergebnisse für dasselbe, das gleiche oder ein ähnliches Material beeinflußt sind.
A 3: Die "vorgegebenen Bedingungen" bei der Gewinnung voneinander unabhängiger Ermittlungsergebnisse können sehr unterschiedlich sein. Deshalb ist man schon vor langer Zeit übereingekommen, zwei Extremfälle zu betrachten, die Wiederholbedingungen und die Vergleichbedingungen. Diesen beiden extremen Bedingungen wurden inzwischen einerseits durch Zwischenbedingungen zwischen Wiederhol- und Vergleichbedingungen ergänzt, andererseits durch die Hinzufügung erweiterter Vergleichbedingungen ausgeweitet:
- Wiederholbedingungen bestehen in der wiederholten Anwendung eines festgelegten Ermittlungsverfahrens am identischen Objekt durch denselben Beobachter in kurzen Zeitabständen mit derselben Geräteausrüstung am selben Ort (im selben Labor).
- Vergleichsbedingungen bestehen in der Anwendung eines festgelegten Ermittlungsverfahrens am identischen Objekt durch verschiedene Beobachter mit verschiedenen Geräteausrüstungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten an verschiedenen Orten (in verschiedenen Labors).
- Zwischenbedingungen bestehen in der Anwendung eines festgelegten Ermittlungsverfahrens am identischen Objekt durch denselben oder verschiedenen Beobachter mit derselben oder mit verschiedenen Geräteausrüstungen in kurzen oder nicht näher festgelegten Zeitabständen am selben Ort (im selben Labor). Es ist jeweils anzugeben, welche der unterschiedlichen Einzelbedingungen zutreffen.
- Erweiterte Vergleichbedingungen sind Vergleichbedingungen (siehe oben), bei denen das Ermittlungsverfahren nicht festgelegt ist. Sie entsprechen der Reproduzierbarkeit (siehe Vergleichpräzision).
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| Probe |
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siehe Stichprobe
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| Probeablaufprüfung |
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siehe Ablaufprüfung
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| Probenahme |
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auch Stichprobenentnahme
[DIN 55350-14]
Entnahme einer Probe oder einer Stichprobe nach einem definierten Verfahren.
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| Problem-Entscheidungsplan |
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Geordnete Betrachtung von möglicherweise auftretenden Störungen bei einem Vorgang zur vorbeugenden Festlegung von Maßnahmen zur Fehlervermeidung.
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| Problemlösung |
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[ISO/TS 16949]
Ein strukturierter Prozeß zur Analyse von Problemen sowie zur Bestimmung und Beseitigung der Ursachen.
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| Problemlösungsregeln |
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Bestimmte Verfahren oder Vorgehensweisen, die bei der Problemlösungsarbeit helfen.
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| Problemlösungsverfahren |
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[QS 9000]
Ein zur Problemanalyse eingesetztes systematisiertes Verfahren, um die Kernursachen festzustellen und zu beseitigen. Die kundenspezifischen Forderungen schließen das Sieben-Schritte-Verfahren (7 Step Process) von Chrysler, das Acht-Schritte-Verfahren (8 D) von Ford und das Verfahren PR&R (nach GP 5) von General Motors ein.
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| Problemorientierung |
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siehe Kaizen
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| Production Part Approval Process (PPAP) |
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Produktionsteil-Abnahmeverfahren (QS 9000) - Prozeß zur Freigabe einer Nullserie oder einer Änderung. Die Freigabe wird für eine Teilenummer, einen Änderungsstand, ein Fertigungswerk, festgelegte Unterlieferanten und einen Fertigungsprozeß erteilt. Änderungen auch nur eines Parameters müssen dem Kunden mitgeteilt werden und können zu einem neuen Freigabeprozeß führen. Alle Forderungen des zu QS 9000 zugehörigen PPAP-Handbuches müssen erfüllt sein, außerdem sind die Lieferanten verantwortlich für die von ihnen zugekauften Materialien und/oder Dienstleistungen.
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| Produkt |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Ergebnis eines Prozesses.
A 1: Es gibt vier anerkannte übergeordnete Produktkategorien:
- Dienstleistungen (z.B. Transport);
- Software (z.B. Rechnerprogramm, Wörterbuch);
- Hardware (z.B. mechanische Motorteile);
- verfahrenstechnische Produkte (z.B. Schmiermittel).
Die meisten Produkte bestehen aus Elementen, die zu verschiedenen übergeordneten Produktkategorien gehören. Ob das Produkt als Dienstleistung, Software, Hardware oder verfahrenstechnisches Produkt bezeichnet wird, hängt vom vorherrschenden Element ab. Zum Beispiel besteht das Angebotsprodukt "Auto" aus Hardware (z.B. den Reifen), verfahrenstechnischen Produkten (z.B. Kraftstoff, Kühlflüssigkeit), Software (z.B. Motorsteuerungssoftware, Betriebsanleitung) und Dienstleistung (z.B. den vom Händler gegebenen Erläuterungen zum Betrieb).
A 2: Eine Dienstleistung ist das Ergebnis mindestens einer Tätigkeit, die notwendigerweise an der Schnittstelle zwischen dem Lieferanten und dem Kunden ausgeführt wird und üblicherweise immateriell ist. Zur Erbringung einer Dienstleistung kann z.B. gehören:
- eine Tätigkeit, die an einem vom Kunden gelieferten materiellen Produkt ausgeführt wird (z.B. einem zu reparierenden Auto);
- eine Tätigkeit, die an einem vom Kunden gelieferten immateriellen Produkt ausgeführt wird (z.B. der für die Erstellung einer Steuerrückerstattung erforderliche Einkommensnachweis);
- die Lieferung eines immateriellen Produkts (z.B. die Vermittlung von Informationen im Zusammenhang mit Wissenstransfer);
- die Schaffung einer Umgebung für den Kunden (z.B. in Hotels und Restaurants).
Software besteht aus Informationen, ist üblicherweise immateriell und kann die Form von Herangehensweisen, Transaktionen oder Verfahren ausweisen.
Hardware ist üblicherweise materiell, wobei ihre Menge ein zählbares Merkmal darstellt. Verfahrenstechnische Produkte sind Üblicherweise materiell, wobei ihre Menge ein kontinuierliches Merkmal darstellt. Hardware und verfahrenstechnische Produkte werden häufig als Waren bezeichnet.
A 3: Qualitätssicherung konzentriert sich vor allem auf beabsichtigte Produkte.
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| Produkt-Audit |
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siehe Qualitätsauditarten
[ISO/TS 16949]:
Verifizierung vor Ort, zur Ermittlung der
- Konformität mit der Produktspezifikation (z.B. Konstruktionsvorgaben, Entwicklungsvorgaben),
- Erreichung der Qualitätsziele,
- Erfüllung dieser Forderungen.
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| Produktbeobachtung |
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[CE-Kennzeichen]
Eine Maßnahme, zu der der Hersteller permanent verpflichtet ist.
BGH: ... Dabei ist die Produktbeobachtungspflicht des Herstellers nicht nur auf das eigene Produkt begrenzt. Er ist auch verpflichtet, Konkurrenzprodukte und notwendiges Zubehör anderer Hersteller in seine Produktbeobachtung einzubeziehen. Dies gilt insbesondere dann, wenn andere, erfahrene(re) Hersteller mit demselben Produkt zur Gefahrenabwendung konstruktive Maßnahmen ergriffen haben [...].
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| Produktbezogene Qualitätsaufzeichnung |
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[DIN 55350-11]
Qualitätsaufzeichnung mit Ergebnissen einer Qualitätsprüfung an einem oder an mehreren Produkten.
A 1: Solche produktbezogenen Qualitätsaufzeichnungen können sich auf Angebotsprodukte der Organisation oder auf interne Produkte beziehen.
A 2: Betroffen sein können materielle oder immaterielle Produkte oder Kombinationen daraus, auch Zwischenprodukte.
A 3: Je nach Zweck der produktbezogenen Qualitätsaufzeichnungen unterscheidet man zwischen internen Qualitätsberichten und Qualitätsnachweisen.
A 4: Eine tätigkeitsbezogene Qualitätsaufzeichnung wird zuweilen ebenfalls "Qualitätsbericht" genannt, wenn auch seltener.
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| Produktentstehung |
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[ISO/TS 16949]
Planungs-, Lenkungs-, Konstruktions- und Entwicklungstätigkeiten bis hin und einschließlich der Produktfreigabe.
A 1: Für Lieferanten mit Verantwortung für Produktentwicklung, schließt der Produktentwicklungsprozeß auch die Designlenkung ein.
A 2: Zum Produktentwicklungsprozeß gehören auch Rohmaterial, bearbeitetes Material, Software und Dienstleistungen sowie Konstruktionsleistungen.
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| Produktentstehungsprozeß |
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Ein Produktentstehungsprozeß umfaßt z.B. Ideenfindung, Entwicklung, Erprobung, Qualitäts- und Produktionsplanung, Produktion.
Vgl. Auftragsabwicklungsprozeß und Strategieprozeß
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| Produkthaftung |
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[DIN EN ISO 8402]
Verpflichtung eines Produzenten oder anderer zum Schadensersatz aufgrund eines Personen-, Sach- oder anderen Schadens, verursacht durch ein Produkt.
A 1: Die rechtlichen und finanziellen Auswirkungen von Produkthaftung können je nach Rechtsprechung unterschiedlich sein.
DGQ:
Haftung des Herstellers für Folgeschäden aus der Nutzung seines Angebotsprodukts.
A 2: Auch ein Unterlieferant und derjenige, der ein Angebotsprodukt aus zugelieferten Teilen zusammensetzt oder unter eigener Handelsmarke von anderen fertigen läßt und dann in Verkehr bringt, ist im Sinn der Produkthaftung ein Hersteller, in festgelegten Fällen auch ein Importeur, ein Großhändler und ein Vertragshändler.
A 3: Der Hersteller heißt im Werkvertrag "Unternehmer", ganz allgemein auch "Produzent". daher heißt die Produkthaftung auch "Produzentenhaftung".
A 4: Als Folgeschäden kommen Personen-, Sach- und eventuell Vermögenschäden in Frage, grundsätzlich jedoch nicht die Fehlerhaftigkeit des Angebotsprodukts selbst.
A 5: Durch Produkthaftung verursachte Kosten sind Fehlerkosten.
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| Produkthaftungsgesetz |
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Seit dem 1.01.1990 gilt in Deutschland das Produkthaftungsgesetz (E-PHG), wodurch sich die Position des Geschädigten gegenüber sämtlichen, am Produktentstehungsprozeß beteiligten Unternehmen verbessert. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz tritt neben die bestehenden Regelungen bezüglich der Haftung für fehlerhafte Produkte. Sie bezieht sich jedoch nur auf den Bereich der privaten Nutzung. Der Geschädigte kann wählen, auf welche Haftungsgrundlage er seine Ansprüche stützen will.
Drei wichtige Veränderungen werden durch das Produkthaftungsgesetz bewirkt:
- Der Endhersteller haftet, als ob er das Produkt in vollem Umfang selbst hergestellt hat. Die rechtlich selbständigen Zulieferer werden als seine eigene Betriebsstätte behandelt, für die er voll verantwortlich ist.
- Ein der Haftung unterliegendes Unternehmen wird so behandelt, als hätte es die im Unternehmen aufgetretenen Fehlerursachen vorhersehen und deshalb auch vermeiden können.
- Die Beweislast kehrt sich um. Bei Ansprüchen aus der Produkt-Verschuldenshaftung mußte bisher der Geschädigte nachweisen, daß das Produkt zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens mit dem schadensverursachenden Produktfehler behaftet war. Im Rahmen der verschuldensunabhängigen Produkthaftung muß nun der Hersteller den Beweis erbringen, daß das Produkt zu diesem Zeitpunkt fehlerfrei war.
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| Produktionslenkungsplan |
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[ISO/TS 16949]
Dokumentierte Beschreibung des Systems zur Qualitätslenkung von Produkten, Herstellungs- oder Dienstleistungsprozessen des Unternehmens. Er dient der Überwachung und Lenkung aller für das Produkt und den Herstellungsprozeß wichtigen Qualitäts- und Produktionsvorgaben.
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| Produktionsmaterial |
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[QS 9000]
Dies sind Materialien, für die von Kunden eine Teilenummer vergeben wurde und die direkt an den Kunden geliefert werden.
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| Produktkategorie |
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[DGQ]
Durch gemeinsame Merkmale gekennzeichnete Produktart.
A 1: Die durch ISO aus Nützlichkeitserwägungen eingeführten vier Gruppen von Produktkategorien (Hardware, verfahrenstechnisches Produkt, Software, Dienstleistung) heißen "übergeordnete Produktkategorien".
A 2: Zwischen den Produktkategorien und den Einheitenarten bestehen Verwandtschaft.
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| Produktmerkmal |
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[DIN 55350-33]
Merkmal eines materiellen oder immateriellen Produktes.
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| Produktspezifikation |
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[DIN 55350-11]
Dokument / Spezifikation, das die Qualitätsforderung an ein materielles oder immaterielles oder kombiniertes Produkt enthält.
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| Produktverhaltensprüfung |
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[DIN 55350-17]
Qualitätsprüfung zur Gewinnung von Kenntnissen über das Produktverhalten nach Übergabe des Angebotsprodukts an den Abnehmer.
A 1: Die Produktverhaltensprüfung kann sich auf materielle oder immaterielle oder kombinierte Angebotsprodukte beziehen. Sie kann z.B. durch den Kunden bzw. durch den Auftraggeber oder aufgrund einer Vereinbarung mit diesen durch den Lieferanten oder durch Dritte durchgeführt werden.
A 2: Das Produktverhalten kann im Rahmen der Produktnutzung zeitabhängig oder zeitunabhängig von Interesse sein, z.B. in seiner Auswirkung auf den Anwender oder auf die Umwelt. Maßstab für die Qualitätsprüfung brauchen nicht die Produktspezifikationen zu sein, sondern können die Anwendungserfordernisse sein, eingeschlossen übergeordnete Gesichtspunkte wie beispielsweise die technische oder die rechtliche Entwicklung.
A 3: Hierzu gehören auch Zuverlässigkeitsprüfungen nach Übergabe an den Abnehmer.
A 4: Im Rahmen der Instandhaltung heißt eine Produktverhaltensprüfung "Inspektion" (siehe DIN 31051). Andere Benennungen wie "Feldprüfung", "Einsatzprüfung" "Betriebsverhaltensprüfung" synonym für Produktverhaltensprüfung werden nicht empfohlen.
DGQ:
A 5: Maßgebend für die Produktverhaltensprüfung braucht nicht die Qualitätsforderung an das auszuliefernde Angebotsprodukt zu sein. Es kommen auch neuerlich Anwendungserfordernisse in Frage, eingeschlossen Gesichtspunkte zur technischen und rechtlichen Entwicklung, die über den seinerzeitigen Vertrag hinausgehen.
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| Progressive Abstraktion |
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Das von Geschka entwickelte Werkzeug dient der systematischen Problemerkennung. Eine zentrale Bedeutung hat die Frage "Worum geht es tatsächlich?". Ausgehend von einem Ursprungsproblem wird durch Anwendung dieser Frage schrittweise eine höheres Abstraktionsniveau eines Problems erreicht. Dabei wird versucht, von möglicherweise oberflächlichen und ungenauen Problemauffassungen zu exakteren, zielbezogenen "Kerndefinitionen" zu gelangen.
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| Projekt |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Einmaliger Prozeß, der aus einem Satz von abgestimmten und gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endtermin besteht und durchgeführt wird, um ein Ziel zu erreichen, das spezifische Anforderungen erfüllt, wobei Zeit-, Kosten- und Ressourcenbeschränkungen eingeschlossen sind.
A 1: Ein Einzelprojekt kann Teil einer größeren Projektstruktur sein.
A 2: Bei einigen Projekten werden während des Projektverlaufs die Ziele verfeinert und die Produktmerkmale fortschreitend definiert.
A 3: Das Ergebnis eines Projektes kann aus einer Einheit oder mehreren Einheiten von Produkten bestehen.
A 4: Angepaßt übernommen aus ISO 10006:1997.
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| Projektaufbauorganisation |
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Zerlegung der Gesamtaufgaben nach Menge und Art in einzelnen Stellen.
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| Projektleiter |
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Ist der verantwortliche Bearbeiter eines Projektes vom Projektbeginn bis zur Serienlieferung. Er stellt sicher, daß das Produkt der Spezifikation entspricht. Außerdem ist er für die Termine und Kosten sowie für das Budget verantwortlich.
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| Projektmanagement |
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[ISO/TS 16949]
Alle geplanten Tätigkeiten zur Erreichung von Zielen in Bezug auf eine spezifische Geschäftstätigkeit, für welche Mittel einzuplanen sind.
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| Projektqualitätsplan (PQP) |
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Macht die geplanten Ziele, Vorgaben und Maßnahmen der Qualitätssicherung eines Projektes gegenüber dem Auftraggeber und allen Projektbeteiligten transparent. Auftraggeber und Auftragnehmer werden über den PQP in die Pflicht genommen, die geforderte Qualität des zu erstellenden Systems, seiner Dokumentation und des Projektprozesses sicherzustellen.
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| Projekt-Review |
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Findet am Ende jeder Projektphase statt und beinhaltet eine Konstruktionsprüfung, eine Prüfung der Anlagenplanung sowie eine Prüfung der wirtschaftlichen Zielsetzungen.
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| Projektstruktur |
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Legt die Verantwortung, Aufgaben und Kompetenzen aller Beteiligten eines Projektes fest. Die Qualitätssicherung sollte als elementarer Bestandteil in der Projektstruktur eingeordnet sein.
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| Prototyp |
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siehe Entwicklungsmuster
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| Prozeß |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Satz in Wechselbeziehung oder Wechselwirkung stehenden Tätigkeiten, der Eingaben in Ergebnisse Umwandelt.
A 1: Eingaben für einen Prozeß sind üblicherweise Ergebnisse anderer Prozesse.
A 2: Prozesse in einer Organisation werden üblicherweise geplant und unter beherrschten Bedingungen durchgeführt, um Mehrwert zu schaffen.
A 3: Ein Prozeß, bei dem die Konformität des dabei erzeugten Produkts nicht ohne Weiteres oder nicht in wirtschaftlicher Weise verifiziert werden kann, wird häufig als "spezieller Prozeß" bezeichnet.
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| Prozeßablaufdiagramm |
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[QS 9000]
Das Prozeßablaufdiagramm stellt den Materialfluß während des Herstellungsprozesses einschließlich jeglicher Nacharbeit oder Reparaturarbeiten dar. Eine andere Benennung hierfür ist Prozeßablaufplan.
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| Prozeß-Audit |
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siehe Qualitätsauditarten
[ISO/TS 16949]:
Verifizierung eines Prozesses vor Ort zur Bestimmung der
- Übereinstimmung mit festgelegten Forderungen, wie Produktionslenkungsplan, Arbeitsanweisungen,
- Erreichung der Qualitätsziele,
- Einhaltung festgelegter Forderungen an die Prozeßfähigkeit/-leistung,
- Effektivität der Tätigkeiten und zugeordneten Ergebnisse.
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| Prozeßeigenstreuung |
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[DIN 55350-33]
Streuung der Werte eines Prozeßmerkmals eines beherrschten Prozesses.
A 1: Die Prozeßeigenstreuung für ein einzelnes Prozeßelement ist im allgemeinen kleiner als die von mehreren zusammengefaßten Prozeßelementen.
A 2: Es können unterschiedliche Streuungsmaße benutzt werden, z.B. die Standardabweichung oder die Spannweite.
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| Prozeßfähigkeit (Cp) |
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[DIN 55350-33]
Fähigkeit
[QS 9000]
Qualitätsfähigkeit eines Prozesses.
oder:
Cp ist ein Kennwert zur Beurteilung der Eignung eines Prozesses, Produkte innerhalb der Toleranzen herzustellen.
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| Prozeßfähigkeit bei attributiven Daten |
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[QS 9000]
Die Prozeßfähigkeit wird gewöhnlich definiert als der mittlere Anteil oder die Fehlerrate oder Defekte. z.B. ist in den Qualitätsregelkarten die Fähigkeit definiert als p , c oder u, wo sich die Fähigkeit direkt auf den mittleren Anteil oder die Anzahl der Merkmale bezieht, die die Spezifikation nicht erfüllen (oder als 1- p etc., den prozentualen Anteil der Endprodukte, die die Spezifikation erfüllen).
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| Prozeßfähigkeit bei kontinuierlichen Daten |
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[QS 9000]
Die gesamte Spannweite einer stabilen, prozeßeigenen Streuung (Prozeßeigenstreuung).
- Die prozeßeigene Fähigkeit ist definiert als 6 σ R/d2
- Die Fähigkeit des Prozesses, Spezifikationen zu erfüllen (d.h. prozentualer Anteil der Ergebnisse innerhalb der Spezifikation) kann unter bestimmten Annahmen durch Indizes beurteilt werden, die sowohl die Lage des Prozesses als auch die Streuung (z.B. cpk ) berücksichtigen. Es existieren jedoch präzisere Methoden zur Beurteilung.
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| Prozeßfähigkeitsindex |
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[DIN 55350-33]
Toleranz für das Prozeßmerkmal dividiert durch die Prozeßstreubreite des Prozeßmerkmals.
A 1: Siehe Anm. zu Prozeßstreubreite.
A 2: Wenn im Fall einer Normalverteilung unter Prozeßstreubreite das Sechsfache der Standardabweichung σ für die Prozeßgesamtstreuung verstanden wird, wird für den Prozeßfähigkeitsindex das Formelzeichen Cp verwendet. Beispielsweise unterscheidet man
a) Cp < 1 Prozeßfähigkeit nicht vorhanden
b) 1 ≤ Cp ≤ 1,33 bedingte bzw. eingeschränkte Prozeßfähigkeit
c) Cp > 1,33 Prozeßfähigkeit vorhanden
A 3: Der Prozeßfähigkeitsindex ist der Kehrwert des Prozeßstreubreitenverhältnisses.
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| Prozeßfähigkeitsuntersuchung (PFU) |
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Bei dieser Analyse wird festgestellt, ob die Prozesse in der Lage sind, die gewünschten Qualitätsanforderungen zu erbringen.
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| Prozeßflußdiagramm / Prozeßablaufplan |
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[ISO/TS 16949]
Eine Darstellung des Materialflusses während des Prozesses, einschließlich aller Nacharbeiten oder Reparaturen.
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| Prozeßgesamtstreuung |
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[DIN 55350-33]
Streuung der Werte eines Prozeßmerkmals, zusammengesetzt aus der Prozeßeigenstreuung und Streuung aufgrund zugelassener anderer Einflüsse.
A 1: Zugelassene Einflüsse können solche aufgrund von Bearbeitern, von Einstellmaßnahmen an den Einrichtungen, aufgrund von chargenweisen Veränderungen oder aufgrund von Abnutzungen sowie systematische oder zufällige Meßabweichungen sein.
A 2: Es können unterschiedliche Streuungsmaße benutzt werden, z.B. die Standardabweichung oder die Spann-weite.
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| Prozeßkennzahlensystem |
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Der Aufbau des Prozeßkennzahlensystems orientiert sich an den Unternehmenszielen. Es sind zwei Schritte erforderlich, um die Ziele in Kennzahlen zu transformieren:
- Mit Hilfe des House of Quality bzw. der Nutzwertanalyse die operativen Prozesse hinsichtlich ihres Beitrags zur Erreichung der strategischen Unternehmensziele untersuchen. Voraussetzung ist, daß die Unternehmensprozesse dokumentiert sind.
- Auf der Basis dieser Analyse von den jeweiligen Prozeßbesitzern relevante Prozeßkennzahlen definieren lassen.
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| Prozeßkostenrechnung |
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Ein traditionelles Kostenrechnungssystem verrechnet Gemeinkosten, die den erstellten Leistungen nicht direkt zugerechnet werden können, über prozentuelle Zuschläge. So werden z.B. Lagerverwaltungskosten auf Basis der Materialkosten zugerechnet.
Diese Zurechnung der Gemeinkosten ist i.d.R. verursachungsgerecht, solange wenige Produktvarianten in großer Stückzahl gefertigt werden. Sobald ein Unternehmen ein breites Produktspektrum aufweist, durch Auftragsfertigung charakterisiert ist oder vielfältige Dienstleistungen anbietet, wird der Grundsatz der Verursachungsgerechtigkeit verletzt. Denn die Unterschiede in der Komplexität der Produktstruktur, des Auftragsumfangs oder des Vertriebsaufwands werden ignoriert.
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| Prozeßlage |
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[DIN 55350-33]
Qualitätskennzahl zur teilweisen oder vollständigen Beschreibung der Qualitätslage des Prozesses oder eines Prozeßelementes in einem vorgegebenen Ablaufpunkt des Prozesses.
A: Siehe Anmerkung zu Qualitätslage.
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| Prozeßleistungsfähigkeit |
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[QS 9000]
Beschreibt die gesamte Spannweite der Prozeßgesamtstreuung (6σ) des Prozesses.
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| Prozeßlenkung |
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[QS 9000]
siehe statistische Prozeßlenkung
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| Prozeßmanagement |
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Abteilungsbezogene Arbeitsteilung führen häufig zu fehlenden Kenntnissen des Gesamtzusammenhangs des Prozesses Kunden-Lieferantenbeziehung. Prozeßmanagement plant, organisiert und steuert die einzelnen Bearbeitungsschritte bereichsübergreifend bzw. prozeßorientiert.
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| Prozeßmerkmal |
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[DIN 55350-33]
Ein den Prozeß kennzeichnendes Merkmal als ein Merkmal des Prozesses selbst oder als ein Merkmal eines Prozeßergebnisses (Produktmerkmal), das mit dem Merkmal des Prozesses hinreichend korreliert ist.
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| Prozeßmittelwert |
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[QS 9000]
Die Lage einer Verteilung der gemessenen Werte eines bestimmten Prozeßmerkmals, gewöhnlich mit Mittelwert der Stichprobenmittelwerte oder Gesamtmittelwerte X bezeichnet.
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| Prozeßorientierung |
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siehe Kaizen
Unter Prozeßorientierung in einem Unternehmen kann eine Grundhaltung verstanden werden, wobei das gesamte betriebliche Handeln als Kombination von Prozessen bzw. Prozeßketten betrachtet wird. Ziel ist die Steigerung von Qualität und Produktivität im Unternehmen durch eine ständige Verbesserung der Prozesse. Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei die Ausrichtung auf die Wünsche und Anforderungen der Kunden sowie die Einbeziehung aller Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen.
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| Prozeßpräzision |
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[DGQ]
Präzision der Merkmalswerte eines quantitativen Merkmals eines ordnungsgemäß abgegrenzten Prozesses.
A 1: Die zur Präzision vorgegebenen Bedingungen liegen in der Regel zwischen den Wiederholbedingungen und den Vergleichbedingungen (siehe Präzision ), weil auch nicht zufällige Abweichungen der Merkmalswerte zu berücksichtigen sind, beispielsweise Trends.
A 2: Als Maß für die Prozeßpräzision wird im allgemeinen die Stichproben-Standardabweichung des betrachteten Prozeßmerkmals angewendet.
A 3: Wird eine Prozeßtoleranz festgelegt, sollte sie nicht kleiner als ein festgelegtes Vielfaches der Stichproben-Standardabweichung des Prozeßmerkmals sein. Bei der Festlegung dieses Vielfachen ist der Unterschied zwischen dem Einstellwert und dem Mittenwert des Toleranzbereichs (s. Toleranzbereich) zu beachten. Entsprechend dem Einstellmaß nach DIN 7182-1 ist der Einstellwert ein unter Berücksichtigung einer Werkzeugabnutzung oder entsprechender Trendeinflüsse vorgegebener Merkmalswert im Toleranzbereich, der sich vom Mittenwert unterscheidet.
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| Prozeßprüfung |
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auch Ablaufprüfung
[DIN 55350-17]
Qualitätsprüfung an einem Prozeß bzw. an einer Tätigkeit anhand der Merkmale des Prozesses bzw. der Tätigkeit selbst.
A: Prozeßprüfungen dienen unter anderem der Verfahrensüberwachung.
DGQ:
Ablaufprüfung an einem Prozeß.
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| Prozeßstreubreite |
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[DIN 55350-33]
Differenz der oberen und unteren natürlichen Prozeßgrenze.
A 1: Um Angaben über die Prozeßstreubreite vergleichen zu können, sollen nur die so definierten Prozeßstreubreiten benutzt werden. Die in Anm. 2 genannten Kenngrößen sollen nicht mehr benutzt werden.
A 2: Bisher wurden zur Schätzung der Prozeßstreubreite folgende Kenngrößen benutzt:
- Ein Vielfaches der Standardabweichung oder die Spannweite für die Prozeßgesamtstreuung.
- Ein aus zwei Komponenten zusammengesetzter Wert, wobei die eine Komponente die Prozeßeigen-streuung und die andere Komponente zugelassene andere Einflüsse erfaßt.
- Ein Vielfaches der Standardabweichung für die Prozeßgesamtstreuung, wobei die zugelassenen anderen Einflüsse eingeschränkt sind auf eine annehmbare kleine Abweichung aufgrund feststellbarer Ursachen.
A 3: Die Prozeßstreubreite wird aufgrund der hierfür bisweilen verwendeten Benennung "process capability" häufig irreführend als Prozeßfähigkeit bezeichnet.
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| Prozeßstreubreitenverhältnis |
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[DIN 55350-33]
Prozeßstreubreite des Prozeßmerkmals dividiert durch die Toleranz für das Prozeßmerkmal.
A 1: Siehe Anm. zu Prozeßstreubreite.
A 2: Das Prozeßstreubreitenverhältnis ist der Kehrwert des Prozeßfähigkeitsindex.
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| Prozeßstreuung |
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[QS 9000]
Das Ausmaß, in dem die Verteilung der Urwerte des Prozeßmerkmals variiert; oft dargestellt als der Prozeßmittelwert plus minus einige Einheiten der Standardabweichung (z.B. x ± 3σ ).
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| Prozeßtoleranz |
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[DIN 55350-12]
Toleranz für ein quantitatives Merkmal eines Prozesses.
A 1: Die Toleranz für ein Merkmal des Prozeßergebnisses ist keine Prozeßtoleranz.
A 2: Zu einem Prozeß können auch Tätigkeiten von Personen gehören.
A 3: Die Prozeßtoleranz in einem Fertigungsprozeß wird "Fertigungstoleranz" genannt.
DGQ:
A 4: Es ist zu beachten, daß die Toleranz für das Merkmal eines Prozesses in der Regel nicht mit der Toleranz für ein (zugehöriges) Merkmal des Ergebnisses des betrachteten Prozesses übereinstimmt. Das gilt nicht nur für den Zahlenwert, sondern oft auch für die Dimension. z.B. ist die Toleranz für den Galvanisierungsstrom, der ein wesentliches Merkmal des Galvanisierungsprozesses ist, nach Dimension und Zahlenwert verschieden von der Toleranz für die Schichtdicke der mit diesem Prozeß aufgebrachten Metallschicht.
A 5: Es kann empfehlenswert sein, zur Unterstützung der Qualitätslenkung des Prozesses auch für Prozeß-merkmale Qualitätsregelkarten zu führen.
A 6: Die Benennung "Fertigungstoleranz" wurde bisher sowohl als Toleranz für ein Merkmal eines Fertigungsprozesses als auch als Toleranz für ein Merkmal des Ergebnisses eines Fertigungsprozesses benutzt. Deshalb sollte man diesen Begriff vermeiden oder Verwechslungen dadurch ausschließen, daß man die Fertigungstoleranz mit dem Hinweis zweifelsfrei als Prozeßtoleranz erklärt, daß eine Fertigung unstrittig ein Prozeß ist.
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| Prüfablaufplan |
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[DIN 55350-11]
Festlegung der Abfolge der Qualitätsprüfungen.
A: Ein Prüfablaufplan ist an die Qualitätselemente entsprechend den unmittelbar qualitätswirksamen QM-Ablaufelementen angepaßt.
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| Prüfanweisung |
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[DIN 55350-11]
Anweisung für die Durchführung einer Qualitätsprüfung.
A 1: Liegt eine schriftliche Prüfspezifikation vor, dann ist sie Grundlage der Prüfanweisung.
DGQ:
A 2: Unter einem Prüfauftrag versteht man einen für den konkreten Einzelfall erteilten Auftrag, eine Qualitätsprüfung durchzuführen. Unter anderem ist die betreffende Prüfanweisung Grundlage für einen Prüfauftrag.
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| Prüfbeauftragter |
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[DIN 55350-18]
Zur Beurteilung der Prüfergebnisse Befähigter, der die Erfüllung der Qualitätsforderung im Hinblick auf die speziellen Qualitätsmerkmale feststellt und bestätigt.
A 1: Die genannte Befähigung schließt ein, daß der Prüfbeauftragte die Verfahren und Ergebnisse der Qualitäts-prüfungen im Hinblick auf die Qualitätsforderung und die Prüfspezifikationen in Bezug auf die speziellen Qualitätsmerkmale beurteilen kann.
A 2: Prüfbeauftragter kann sein
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| Prüfkosten |
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[DIN 55350-11]
Gruppe von QK-Elementen, mit denen Kosten erfaßt werden, die durch alle planmäßigen Qualitätsprüfungen verursacht werden.
A 1: Prüfkosten entstehen durch das für Qualitätsprüfungen eingesetzte Personal und die zugehörigen Prüfmittel in allen Bereichen der Organisation. Bei zeitlich ineinandergreifenden Qualitätsprüfungen und anderen Arbeiten sind die Kosten für den Anteil der Qualitätsprüfungen anzusetzen.
A 2: Beispiele für einzubeziehende QK-Elemente sind die Kosten für alle Arten von Qualitätsprüfungen gemäß DIN 55350-17 und die zugehörigen Prüfmittel, eingeschlossen die Prüfmittelüberwachung. Nicht einzubeziehen sind jedoch Wiederholungsprüfungen, nicht planmäßige Sortierprüfungen sowie nicht planmäßige Qualitätsprüfungen. Diese sind QK-Elemente der Fehlerkosten.
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| Prüfkriterium |
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siehe Prüfmerkmal
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| Prüflos |
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[DIN 55350-31]
Los, das als zu beurteilende Gesamtheit einer Qualitätsprüfung unterzogen wird.
A: Prüflos und Lieferung können übereinstimmen, können sich aber im Umfang auch unterscheiden, beispielsweise
- kann eine Lieferung aus einem oder mehreren Losen oder Teilen davon bestehen,
- kann eine Lieferung in mehrere Prüflose unterteilt werden oder
- können auch mehrere Lieferungen zu einem Prüflos zusammengefaßt werden, sofern sie unter Bedingungen entstanden sind, die als einheitlich angesehen werden.
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| Prüfmerkmal |
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auch "Prüfkriterium"
[DIN 55350-12]
Merkmal, anhand dessen eine Prüfung durchgeführt wird.
A 1: Im Fall des Qualitätsmanagements ist die Prüfung eine Qualitätsprüfung.
DGQ:
A 2: Prüfmerkmale sind häufig Qualitätsmerkmale, brauchen es aber nicht zu sein. Ausnahmebeispiel: Prüfbar ist nur ein mit dem Qualitätsmerkmal korreliertes Merkmal, das kein Qualitätselement enthält.
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| Prüfmittel |
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Im Sinne der DIN EN ISO 9000 ff sind Prüfmittel Geräte, die einen Meßwert einer physikalischen Größe anzeigen und diesen mit einer definierten Vorgabe vergleichen. Prüfmittel entscheiden, ob die gefundenen Meßwerte innerhalb oder außerhalb der definierten Vorgabe liegen. Alle Prüfmittel unterliegen der Prüfmittelüberwachung.
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| Prüfmittelüberwachung |
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[DGQ]
Gesamtheit der systematischen Tätigkeit der Kalibrierung, Justierung, Eichung sowie der Instandhaltung von Prüfmitteln und Prüfhilfsmitteln.
A 1: Prüfmittel sind Meßeinrichtungen, die für Qualitätsprüfungen eingesetzt sind.
A 2: Zu den Prüfhilfsmitteln gehören beispielsweise Rechnerprogramme zur Durchführung von Qualitätsprüfungen, Anlegefelder für automatische Mehrfachprüfungen usw.
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| Prüfplan |
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[DIN 55350-11]
Ergebnis der Prüfplanung.
A: Ein Prüfplan enthält im allgemeinen Prüfspezifikationen, Prüfanweisungen, Prüfablaufpläne sowie Festlegungen über die Dokumentation des Prüfstatus.
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| Prüfplanung |
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[DIN 55350-11]
Planung der Qualitätsprüfung(en).
A 1: Die Qualitätsplanung zum QM-Ablaufelement Qualitätsprüfung ist der qualitätsbezogen Anteil der Prüfplanung. Dieser Anteil der Prüfplanung wird zweckmäßig bereits mit der Qualitätsplanung des Angebotsprodukts begonnen.
DGQ:
A 2: Im Fall des Qualitätsmanagements ist die Prüfplanung eine Planung der Qualitätsprüfung.
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| Prüfschärfe |
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[DGQ]
Aus Trennvermögen und Bewertungsschärfe zusammengesetztes Maß für die Leistungsfähigkeit einer Stichprobenanweisung.
A: Als Prüfschärfe kann z.B. das Produkt aus Trennvermögen und Bewertungsschärfe angewendet werden. Im Fall der Geltung der beim Trennvermögen und bei der Bewertungsschärfe angegebenen Gleichung hat die Prüfschärfe den Wert
T · B = 1 / (p’50 – p’90).
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| Prüfspezifikation |
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[DIN 55350-11]
Festlegung der Prüfmerkmale für die Qualitätsprüfung und gegebenenfalls der vorgegebenen Merkmalswerte sowie erforderlichenfalls der Prüfverfahren.
A 1: Eine Prüfspezifikation ist gegebenenfalls Bestandteil einer oder mehrerer technischer Spezifikationen (siehe Anm. zu Spezifikation).
A 2: Die früher hierfür übliche Benennung "Prüfvorschrift" wird wegen des Begriffsinhalts von Vorschrift gemäß DIN EN 45020 nicht mehr angewendet.
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| Prüfstatus |
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[DIN 55350-11]
Eine
- am Produkt selbst auf einem angebrachten Träger angebrachte, oder
- in einem Begleitpapier des Produkts eingetragene, oder
- aus der Positionierung (z.B. Aufstellungsort, Lagerort, usw.) des Produkts zweifelsfrei zu folgernde, oder
- in der Datenverarbeitung im Rahmen eines CAQ-Systems abrufbare, oder
- in einer sonstigen geeigneten Weise dem Produkt zugeordnete
Aussage darüber, daß eine planmäßige Qualitätsprüfung am Produkt bereits durchgeführt wurde, wobei eine Information darüber enthalten ist, ob die betreffende(n) zur Qualitätsforderung gehörende(n) Einzelforderung(en) erfüllt ist (sind) oder nicht.
A 1: Zwischen
- dem Zeitpunkt der Aussage über die Durchführung der Qualitätsprüfung (z.B. durch einen personenbezogenen Stempel hinter dem Prüfarbeitsgang auf der Produktbegleitkarte zur jeweiligen Registrierung des Prüfstatus) und
- dem Zeitpunkt der Hinzufügung der Aussage über das (z.B. für die Weiterverarbeitung maßgebliche) Prüfergebnis
kann ein von der Prüfdauer und vom Auswertungsumfang abhängiger Zeitabstand entstehen. Nach diesem Zeitabstand wird ein positives Ergebnis im Prüfstatus vermerkt, z.B. durch einen Freigabestempel. Erst dieses positive Ergebnis erlaubt z.B. eine endgültige Entscheidung, ob das betreffende Produkt weiterverarbeitet wird. Bei nicht zufriedenstellendem Prüfergebnis wird das Produkt durch eine auffällige Kennzeichnung als fehlerhafte Einheit ausgewiesen und ggf. in einem Sperrbereich verbracht, oder es wird als Ausschuß ausgesondert.
A 2: Nötigenfalls wird auch die Durchführung einer planmäßigen Qualitätsprüfung mittels Prüfstatus dokumentiert.
A 3: Dokumente zum Prüfstatus können sich auf jedes quantitative Qualitätsmerkmal erstrecken, dessen Werte im betreffenden Realisierungszustand festgestellt werden können und deren Feststellung in diesem Realisierungszustand zweckmäßig oder nötig ist.
A 4: Für welche Qualitätsprüfungen und welcher Weise der Prüfstatus zu dokumentieren ist, wird anhand des Prüfablaufplans entschieden. Deshalb ist es auch zweckmäßig, den Prüfstatus getrennt für Eingangsprüfungen, für Fertigungsprüfungen und für die Endprüfung zu betrachten.
A 5: In ISO 9004-1 wird die Überwachung des Prüfstatus "Control of verification status" genannt.
DGQ:
Auch hier ist zu erkennen, daß "verification" teilweise als Synonym zu Qualitätsprüfung benutzt wird.
Vgl. Verifizierung.
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| Prüfung |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Konformitätsbewertung durch Beobachten und Beurteilen, begleitet – soweit zutreffend – durch Messen, Testen oder Vergleichen. |
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[ISO/IEC Leitfaden "]
A: Fußnote in der deutschsprachigen Fassung: "inspection" ist in EN 818-6:2000 mit "Inaugenscheinnahme", in EN 1330-1:1998, in EN 12644-:1997, in EN 45020:1998 und in EN 60694:1998 mit "Inspektion" in prEN 13306:2000 mit "Konformitätsprüfung", in DIN ISO 4092:1992 und DIN ISO 9141:1992 mit "Kontrolle", in DIN ISO 2859-1, in EN 10021:1993 und in QM-Normen mit "Prüfung" , in EN 12258-1 mit "Prüfung (auf Konformität)", in DIN ISO 12301 mit "Prüfung", in EN 12109 mit "Sichtprüfung", in EN 60730-1:1996 mit "Überprüfung", EN 292-1:1991 mit "Überwachung" übersetzt.
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