TOTAL QUALITY - Lexikon
die TQM Abkürzungen und Begriffe
Begriffe mit Q
| Q7 |
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Die 7 Qualitätswerkzeuge:
- Fehlersammelliste
- Histogramm (Säulendiagramm)
- Qualitätsregelkarte
- Pareto-Diagramm
- Korrelationsdiagramm (Streudiagramm)
- Brainstorming
- Ursache-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa-Diagramm)
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| QM-Ablaufelement |
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[DIN 55350-11]
QM-Element mit Regeln für den QM-Aspekt des Ablaufs von Tätigkeiten und Prozessen in einem festgelegten, abgegrenzten Bereich.
A 1: Die Anm. zu QM-Element gilt für QM-Ablaufelemente besonders ausgeprägt.
A 2: Die Wirkung auf die Quealität der Produkte kann unmittelbar und mittelbar sein. Deshalb unterscheidet man unmittelbare und mittelbare QM-Ablaufelemente. Unmittelbare QM-Ablaufelemente betreffen zum Beispiel Design, Entwicklung, Realisierung, Produktion, Handhabung von Produkten, Qualitätslenkung; mittelbare QM-Ablaufelemente betreffen zum Beispiel Vertragsprüfung, Beschaffung, vom Auftraggeber beigestellte Produkte, Identifikation, Rückverfolgbarkeit, Qualitätsprüfungen, Prüfmittel, Prüfstatus, Behandlung fehlerhafter Einheiten, Vorbeugungs- und Korrekturmaßnahmen.
A 3: Ein QM-Ablaufelement muß häufig durch mehrere Aufbauelemente der Organisation beachtet werden, z.B. das QM-Ablaufelement Qualitätsplanung. Umgekehrt muß ein einziges Aufbauelement meist mehrere QM-Ablaufelemente beachten.
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| QM-Anweisung |
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siehe QM-Verfahrensanweisung
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| QM-Aufbauelement |
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[DIN 55350-11]
Aus den QM-Ablaufelementen abgeleitetes QM-Element, das in der Aufbauorganisation als Stelle oder Person ausgewiesen ist und dessen Aufgabe vorwiegend der Erfüllung von Qualitätsforderungen an materielle und immaterielle Produkte dienen.
A: Das Qualitätswesen einer Organisation ist das bekannteste QM-Aufbauelement. Es gibt aber auch spezielle QM-Aufbauelemente, die im Rahmen übergeordneter QM-Ablaufelemente eingerichtet sind, beispielsweise der Beauftragte der obersten Leitung nach DIN EN ISO 9001, eine Gruppe Qualitätsbewertung (Qualitätsbeauftragter) in der Entwicklung oder eine Gruppe Fertigungsprüffeld in der Produktion.
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| QM-Bewertung |
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[DIN EN ISO 8402]
früher Management-Review oder Bewertung des QM-Systems
Formelle Bewertung des Standes und der Angemessenheit des QM-Systems in Bezug auf Qualitätspolitik und die Qualitätsziele durch die oberste Leitung.
A 1: QM-Bewertung kann eine Bewertung der Qualitätspolitik einschließen.
A 2: Ergebnisse von Qualitätsaudits sind eine der möglichen Informationsquellen für die QM-Bewertung.
A 3: Der Ausdruck "oberste Leitung" bezeichnet die Leitung derjenigen Organisation, deren QM-System bewertet wird.
A 4: Der Bezug "Qualitätspolitik" der QM-Bewertung ist unverändert. Der Bezug "neue Zielsetzung aufgrund veränderter Umstände" wurde verkürzt auf "Qualitätsziele". Obwohl eine Änderung des Begriffsinhalts kaum beabsichtigt gewesen sein mag, ist der verkürzte Bezug jetzt weniger deutlich. Angesichts der vielfältigen organisatorischen und strukturellen Veränderungen ("veränderte Umstände"), denen Organisationen fortlaufend ausgesetzt sind, entstehen zweifellos ständig auch "neue Zielsetzungen", die eine Änderung der Qualitätspolitik nötig machen können.
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| QM-Darlegung |
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siehe Qualitätssicherung
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| QM-Darlegungs-Handbuch |
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[DGQ]
Dokument, in dem die Qualitätspolitik festgelegt und das QM-System einer Organisation im Hinblick auf die im Rahmen der vorliegenden Darlegungsforderung erwartbare QM-Darlegung beschrieben ist.
A 1: Die in Anm. zum QM-Handbuch aufgeführten Inhalte sind auch Regelinhalt eines QM-Darlegungs-Handbuches. Der Darlegungsgrad der Dokumente ist jedoch auf den Darlegungszweck zugeschnitten, während ein QM-Handbuch auf die interne Benutzung ausgerichtet ist.
A 2: Die "vorliegende Darlegungsforderung" kann einen genormten Darlegungsumfang (Darlegungsstufe) für ein Zertifizierungsaudit oder einen vereinbarten Darlegungsumfang für ein Kundenaudit haben (siehe externes Qualitätsaudit).
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| QM-Daten |
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[DGQ]
Daten zu Qualitätsforderungen und Ermittlungsergebnissen an Tätigkeiten im Rahmen des Qualitätsmanagements.
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| QM-Dokument |
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[DIN 55350-11]
Dokument, das die Qualität von Tätigkeiten eines oder mehrerer QM-Ablaufelemente und/oder QM-Führungs-elemente betrifft.
A 1: Es gibt QM-Dokumente mit Anweisungen zum Qualitätsmanagement (QM-Verfahrensanweisungen) und QM-Dokumente mit Ergebnissen von Qualitätsprüfungen an den genannten QM-Elementen (tätigkeitsbezogene Qualitätsaufzeichnungen). Die betreffenden Daten werden "QM-Daten" genannt. Die im QM-Dokument behandelten Tätigkeiten können demnach direkt ein Produkt oder eine Produktgruppe betreffen (wie z.B. ein QM-Plan), oder sie können produktunabhängig sein (wie z.B. Dokumente zu QM-Führungstätigkeiten oder das Dokument über eine mit Erfolg abgelegte Schweißerprüfung).
A 2: QM-Dokumente können in allen Stellen der ganzen Organisation entstehen, weil sich alle Mitglieder der Organisation mit Qualitätsmanagement in Bezug auf Angebotsprodukte befassen, wobei diese materielle oder immaterielle Produkte oder eine Kombination daraus sein können, auch Zwischenprodukte.
A 3: QM-Dokumente unterscheidet man von Qualitätsdokumenten.
A 4: Für die Handhabung eines QM-Dokuments gilt das QM-Element Dokumentationsgrundsätze.
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| QM-Element (QME) |
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[DIN 55350-11]
Element des Qualitätsmanagements oder eines QM-Systems.
A 1: QM-Elemente unterscheidet man von Qualitätselementen.
A 2: Wie Einheiten können auch QM-Elemente unterteilt und zusammengefaßt werden.
A 3: Es werden 3 Arten von QM-Elementen unterschieden: QM-Führungselemente, QM-Ablaufelemente und QM-Aufbauelemente.
A 4: QM-Elemente bedürfen einer Qualitätsplanung, einer Qualitätslenkung sowie zweckmäßig geplanter Qualitätsprüfungen.
DGQ:
A 5: In DIN EN ISO 9004-1:1994-08 sind im Kapitel 5 die QM-Elemente unter der Überschrift "quality system elements" aufgezählt und dann nachfolgend einzeln beschrieben. Für die Langzeitversion (und in DIN 55350-11) ist die auch nachfolgend verwendete Benennung "quality management element" vorgesehen.
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| QM-Element Dokumentationsgrundsätze |
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[DIN 55350-11]
QM-Führungselement mit Grundsätzen, nach denen die Verfahren und die Tätigkeiten der Dokumentation gestaltet werden.
A 1: Beispiele sind Grundsätze für die Beantragung, Erstellung, Prüfung der Angemessenheit, Genehmigung, Herausgabe, Verteilung, Änderung und Einziehen von Dokumenten. Alle diese Grundsätze sind Qualitäts-forderungen an die betreffenden Tätigkeiten.
A 2: Der Oberbegriff Dokumentation ist definiert als "für die Fachinformation wesentliche Tätigkeit, die das systematische Sammeln und Auswählen, das formale Erfassen, inhaltliche Auswerten und Speichern von Dokumenten umfaßt, um sie zum Zweck der gezielten Information rasch und treffsicher auffinden zu können", der Begriff "documentation" als "Benutzung von Urkunden". Weil sowohl unter "Dokumentation" als auch unter "documentation" (z.B. in DIN EN ISO 9004-1) häufig noch die Gesamtheit der Dokumente zu einer betrachteten Einheit verstanden wird, ist der wesentliche Begriffsinhalt "Tätigkeit" besonders zu beachten.
A 3: Beispiele für Dokumente, welche nach dem QM-Element Dokumentationsgrundsätze gehandhabt werden müssen, sind
- Qualitätsbezogene Dokumente, QM-Dokument, Qualitätsdokument, Qualitätsforderungsdokument, QM-Verfahrensanweisung, Produktspezifikation, Qualitätsaufzeichnung, Tätigkeitsbezogene Qualitätsaufzeichnung, QM-Nachweisdokument, Produktbezogene Qualitätsaufzeichnung, Interner Qualitätsbericht, Qualitäts-nachweis;
- nicht vorwiegend mit dem Qualitätsmanagement befaßte Dokumente, für deren Handhabung ebenfalls diese einheitlich vorgegebenen Grundsätze gelten.
A 4: Dieses QM-Führungselement betrifft die Forderungen an die Dokumentation, also an die Tätigkeiten.
Die Tätigkeiten selbst sind ein anderes QM-Element, nämlich ein QM-Ablaufelement, dem man zweckmäßig den Namen "QM-Element Dokumentation" zuordnet. Die durch dieses QM-Element betroffenen Dokumente im Zusammenhang mit dem Qualitätsmanagement sind speziell solche, die sich
beziehen.
DGQ:
A 5: Die Bezeichnung "Lenkung der Dokumente" umfaßt sowohl das QM-Element Dokumentationsgrundsätze als auch das QM-Element Dokumentation.
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| QM-Element Grundsätze |
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[DIN 55350-11]
QM-Führungselement mit allgemeingültigen QM-Grundsätzen für einige oder für alle QM-Elemente, wie sie sich aus der Qualitätspolitik ergeben.
A: Beispiel für einen QM-Grundsatz ist eine Festlegung durch die oberste Leitung der Organisation, wonach bei Nichterfüllung einer Qualitätsforderung entschieden werden muß, welche Maßnahmen zu treffen sind, z.B. im Hinblick auf das Produkt oder im Hinblick auf die Qualitätsforderung.
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| QM-Element Zuständigkeit |
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[DIN 55350-11]
QM-Führungselement, das Verantwortung und Befugnis (siehe auch Zuständigkeit) bezüglich eines ordnungsgemäß beschriebenen QM-Ablaufelements für ein oder mehrere Aufbauelemente festlegt, also für Stellen oder Personen der Organisation.
A 1: Weil in allen Bereichen der Organisation Qualitätsmanagement betrieben werden muß, ist das Aufbauelement, dem eine QM-Zuständigkeit zugeordnet wird, oft kein QM-Aufbauelement.
A 2: Es gibt in einer Organisation mehrere Zuständigkeitsarten. Sie werden zweckmäßig für die ganze Organisation durch deren oberste Leitung in einer Führungsanweisung festgelegt und erklärt. Vielfach wird z.B. entschieden, daß es drei Zuständigkeitsarten gibt, nämlich
- alleinige und federführende Verantwortung mit Entscheidungsbefugnis ("Durchführungsbefugnis");
- Mitwirkungsverantwortung (mit Mitwirkungsbefugnis) sowie
- Informationsberechtigung (mit Informationsverantwortung).
A 3: Schnittstellen der Aufbauorganisation, die für ein QM-Ablaufelement Bedeutung besitzen, sind bei der Festlegung von QM-Zuständigkeiten besonders zu beachten. Ein Beispiel ist die Festlegung der QM-Zuständigkeiten bei der Zusammenarbeit von Marketing-, Vertriebs- und Technikbereichen im Rahmen der Qualitätsplanung.
A 4: QM-Zuständigkeiten werden in einer "QM-Zuständigkeitsmatrix" dargestellt.
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| QM-Führungselement |
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[DIN 55350-11]
QM-Element, bestehend aus Regeln, die - in Umsetzung der Unternehmenspolitik bezüglich dem Qualitätsmanagement - für alle QM-Ablaufelemente und QM-Aufbauelemente gelten.
A 1: Die Regeln gelten z.B. für Einrichtung, Überwachung, Verbesserung und Dokumentation von QM-Ablaufelementen und QM-Aufbauelementen.
A 2: Das QM-Führungselement Qualitätspolitik legt die generellen Qualitätsziele fest, während andere QM-Führungselemente ins Detail gehen.
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| QM-Handbuch (QMH) |
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siehe Qualitätsmanagementhandbuch
[ISO/TS 16949]:
Lieferantendokument, in der die Elemente des QM-Systems beschrieben werden, mit denen sichergestellt wird, daß die Forderungen, Bedürfnisse und Erwartungen des Kunden erfüllt werden; es gilt als QM-System-Dokumentation der Ebene 1.
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| QM-Nachweisdokument |
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[DIN 55350-11]
Tätigkeitsbezogene Qualitätsaufzeichnung zur Darlegung der Qualitätsfähigkeit von QM-Elementen, die aufgrund einer Darlegungsforderung vorgelegt wird.
A 1: Die Darlegungsforderung kann z.B. im Zusammenhang mit einer vertraglichen Vereinbarung durch einen Auftraggeber oder bei gesetzlicher Auflage durch eine zuständige Stelle gestellt werden.
A 2: Nicht alle QM-Dokumente eignen sich als QM-Nachweisdokument.
DGQ:
A 3: Beispiel eines QM-Nachweisdokumente ist ein Auditbericht, der sich ggf. auf Qualitätsaudit-Feststellungen gründet (Qualitätsaudit).
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| QM-Plan |
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[QS 9000]
siehe Qualitätsmanagementplan
Der QM-Plan weist die spezifischen Qualitätstechniken, Mittel und die Reihenfolge der Tätigkeiten aus, die in Bezug auf ein Produkt oder einen Vertrag durchzuführen sind.
Während die nach QS-9000 geforderten Control Plans oder besser "Prüfpläne" vom Wesen her QM-Pläne sind, weisen sie jedoch einen eingeschränkten Anwendungsbereich gegenüber der vorgenannten Definition auf. Der Begriff QM-Plan in ISO 9001 genügt damit einem umfassenden Ansatz.
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| QM-System (QMS) |
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[DIN EN ISO 8402]
Zur Verwirklichung des Qualitätsmanagements erforderliche Organisationsstruktur, Verfahren, Prozesse und Mittel.
A 1: Das QM-System sollte den zum Erreichen der Qualitätsziele (Qualität) erforderlichen Umfang haben.
A 2: Das QM-System einer Organisation ist in erster Linie dazu vorgesehen, die internen Erfordernisse der Organisation zu erfüllen. Es ist umfangreicher als die Forderungen eines einzelnen Kunden, der nur den (für ihn) relevanten Teil des QM-Systems bewertet.
A 3: Für vertragliche oder andere verpflichtende Zwecke der Qualitätsbewertung kann gefordert werden, daß die Verwirklichung festgelegter Elemente des QM- Systems dargelegt wird.
A 4: Keine wesentliche Änderung des Begriffsinhalts. Ein Vergleich der Anmerkungen in der zurückgezogenen Norm DIN 55350-11: 1987-05 mit denen in DIN EN ISO 8402 : 1995-08 zeigt folgende Unterschiede:
- Es gibt keine vertragsspezifischen QM-Systeme. Diese sind jetzt die in QM-Plänen beschriebenen "Arbeitsweisen", "Abläufe" und "Hilfsmittel".
- Es gibt kein QM-System um seiner selbst willen. Nur der "zum Erreichen der Qualitätsziele erforderliche Umfang" ist vertretbar.
DGQ:
A 5: Die Planung eines QM-Systems, zu der auch dessen Qualitätsplanung gehört, ist zu unterscheiden von der Qualitätsplanung für ein Angebotsprodukt.
A 6: Qualitätsbezogene Dokumente zu QM-Systemen sowie Anleitungen zu dessen Gestaltung und Bewertung werden international durch das technische Komitee ISO/TC 176 erstellt und unter der Bezeichnung "ISO 9000-Familie" zusammengefaßt.
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| QM-Vereinbarung |
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[DGQ]
Zwischen Auftraggeber und Lieferant bzw. Auftragnehmer formell geschlossene Vereinbarung zur Festlegung der Zuständigkeit für Aufgaben des Qualitätsmanagements vor und nach dem Gefahrübergang.
A 1: Zu Gefahrübergang siehe Anm. zu Abnahmeprüfung.
A 2: Insbesondere zu den für erforderlich gehaltenen Qualitätsprüfungen werden solche QM-Vereinbarungen getroffen. Wenn zweckmäßig, sollte in die QM-Vereinbarung auch Qualitätsnachweise und Produktverhaltensprüfungen einbezogen werden.
A 3: Kunden-Qualitätsaudits (siehe externes Qualitätsaudit) können ebenfalls Gegenstand einer QM-Vereinbarung sein. Dabei sollten zur Darlegungsforderung die Darlegungsstufe und der Darlegungsgrad festgelegt und von der Anpassung ("tailoring") des Darlegungsumfangs an den (vorgesehenen) Liefervertrag Gebrauch gemacht werden.
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| QM-Verfahren |
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siehe QM-Verfahrensanweisung
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| QM-Verfahrensanweisung (QMVA) |
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auch QM-Verfahren oder QM-Anweisung
Dokument mit qualitätsrelevanter Bedeutung und Anweisungscharakter.
[DIN 55350-11]:
Dokumentierte Festlegung eines Verfahrens, dessen Anwendungsergebnis die Qualität eines Angebotsprodukts beeinflußt.
A 1: Der Oberbegriff Verfahren bedeutet "eine festgelegte Art und Weise, eine Tätigkeit auszuführen".
A 2: In einer QM-Verfahrensanweisung sind üblicherweise Anwendungsbereich und Zweck der Tätigkeit enthalten. Es ist festgelegt, was durch wen, wo und wie getan werden muß (s. QM-Element Zuständigkeit). Außerdem sind häufig die zu benutzenden Einrichtungen, Materialien und Hilfsmittel sowie die Überwachungs- und Dokumentationsmethoden festgelegt.
A 3: Es gibt produktunabhängige QM-Verfahrensanweisungen und produktspezifische QM-Verfahrensanweisungen sowie hierarchisch gegliederte Systeme von QM-Verfahrensanweisungen, z.B. eine übergeordnete QM-Verfahrensanweisung für alle Änderungsdienste und zugehörige spezielle QM-Verfahrensanweisungen, z.B. für die Änderung von Bauteile-Stammdaten einer Elektronikfertigung in einer EDV-Datei oder für die Änderung von QM-Verfahrensanweisungen.
A 4: Beispiele für QM-Verfahrensanweisungen sind Arbeitsanweisungen und Prüfanweisungen.
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| QS-Ablauforganisation |
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Regelt die Zusammenarbeit und die Schnittstellen (intern/extern) der Beteiligten an der Qualitätssicherung im Projekt.
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| QS-Beauftragter |
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Nimmt in größeren Projekten (standortspezifisch festzulegen) die Aufgabenstellung der QS im Projekt wahr. Er entlastet den Projektleiter von den Aufgaben, nicht aber von der Verantwortung, indem er die projektspezifischen Vorgaben erarbeitet und die QS-Planung und QS-Durchführung administrativ betreut.
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| QS-Organisation |
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Regelt die Rollen, Verantwortungen, Aufgaben und Kompetenzen aller Projektbeteiligten und die konkreten Abläufe der Qualitätssicherung in einem Projekt.
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| Qualitäts-Termin-Kosten-Kreis (QTK-Kreis) |
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[DGQ]
Modell für das Zusammenwirken der qualitätsbezogenen, terminbezogenen und kostenbezogenen Tätigkeiten in den Planungs-, Realisierungs- und Nutzungsphasen eines materiellen oder immateriellen Angebotsprodukts sowie für die analoge Betrachtungsmöglichkeit der Tätigkeitskomponenten in diesen Phasen.
A: Während sich der Qualitätskreis auf die Ergebnisse von Tätigkeiten und Prozessen bezieht, bei denen man Qualitätselemente von Termin- und Kostenelementen trennen kann, bezieht sich der QTK-Kreis auf Tätigkeiten, bei denen eine solche Trennung nicht ohne weiteres möglich ist.
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| Qualifikation |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Nachgewiesene Fähigkeit, Wissen und Fertigkeiten anzuwenden.
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| Qualifikationsprüfung |
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[DIN 55350-17] auch Eignungsprüfung oder Approbationsprüfung
Feststellen, ob Qualifikation vorliegt.
A 1: Qualifikation ist nach DIN 55350-11 die nachgewiesene Erfüllung der Qualitätsforderung.
A 2: Die Qualifikationsprüfung kann sich beziehen auf die Einheit
- materielles Produkt
- immaterielles Produkt
- Kombination aus materiellem und immateriellem Produkt
- Tätigkeit oder Prozeß
A 3: Es muß festgelegt sein, auf welche Qualitätsmerkmale sich eine Qualifikationsprüfung bezieht.
A 4: Sofern wiederkehrende Qualifikationsprüfungen erforderlich sind, werden für ihre Durchführungsregeln festgelegt (vgl. Wiederkehrende Prüfung, insbesondere die Anmerkungen dazu). Vgl. auch Anm. zu Qualifikation.
DGQ:
A 5: Eine Qualifikationsprüfung ist demnach das Feststellen, ob an einer Einheit nachgewiesene Erfüllung der Qualitätsforderung vorliegt, während bei einer Qualitätsprüfung festgestellt wird, inwieweit eine Einheit die Qualitätsforderung erfüllt. Dieser Unterschied ist wegen Anm. zu Qualitätsprüfung von großer Bedeutung.
A 6: Alle Arten von Einheiten können einer Qualifikationsprüfung unterzogen werden.
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| Qualifiziert |
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[DIN EN ISO 8402]
Status einer Einheit, wenn ihre Fähigkeit zur Erfüllung der festgelegten Qualtätsforderung dargelegt wurde. |
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[Dieser Status wird auch als "Qualifikation" bezeichnet.]
DGQ:
A: Dieser Status, z.B. einer Prototyp-Einheit, stellt nicht unbedingt sicher, daß die Qualitätsforderung bei nachfolgend realisierten gleichen Einheiten tatsächlich erfüllt wird.
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| Qualifizierungsprozeß |
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[DIN EN ISO 8402]
Prozeß zur Darlegung, ob eine Einheit zur Erfüllung der festgelegten Qualitätsforderung fähig ist.
A 1: Das Wort "Qualifikation" wird manchmal zur Kennzeichnung dieses Prozesses benutzt.
DGQ:
Prozeß zur Darlegung, ob einer Einheit der Status "Qualifiziert" zuerkannt werden kann.
A 2: Demgegenüber versteht man nach DIN EN 45020 unter Qualitätsbewertung eine systematische Untersuchung, inwieweit eine Einheit fähig ist, die an sie gestellte Qualitätsforderung zu erfüllen, beispielsweise zur Feststellung der Qualitätsfähigkeit eines Lieferanten.
A 3: Falls die Bezeichnung "Qualifizierungsprozeß" auch für Tätigkeiten benutzt wird, die zur Qualifikation einer Einheit führen sollen, ist dies ausdrücklich hervorzuheben.
[DIN EN ISO 9000:2000]:
Prozeß zur Darlegung der Fähigkeit, festgelegte Anforderungen zu erfüllen.
A 1: Die Benennung "qualifiziert" wird zur Bezeichnung des entsprechenden Status verwendet.
A 2: Qualifizierung kann Personen, Produkte, Prozesse oder Systeme betreffen.
Beispiele: Auditor-Qualifizierungsprozeß, Werkstoff-Qualifizierungsprozeß
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| Qualität |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt
A 1: Die Benennung "Qualität" kann zusammen mit Adjektiven wie schlecht, gut oder ausgezeichnet verwendet werden.
A 2: "Inhärent" bedeutet im Gegensatz zu "zugeordnet" "einer Einheit innewohnend", insbesondere als ständiges Merkmal.
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| Qualitatives Merkmal |
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[DIN 55350-12]
Merkmal, dessen Werte einer Skala zugeordnet sind, auf der keine Abstände festgelegt sind.
A 1: Diese Skala heißt "Topologische Skala".
A 2: Es ist sinnvoll und vielfach üblich, Merkmalswerte von qualitativen Merkmalen mit einer Schlüsselnummer zu kennzeichnen, also mit Zahlen. Dadurch wird jedoch den Werten dieses qualitativen Merkmals keine Skala zugeordnet, auf der Abstände festgelegt sind. Das qualitative Merkmal wird also durch eine Benummerung der Merkmalswerte nicht in ein quantitatives Merkmal umgewandelt.
A 3: Die Benennungen "Attributmerkmal" oder "attributives Merkmal" werden nicht empfohlen.
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| Qualitätsaudit |
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[DIN EN ISO 8402]
Systematische und unabhängige Untersuchung, um festzustellen, ob die qualitätsbezogenen Tätigkeiten und damit zusammenhängende Ergebnisse den geplanten Anordnungen entsprechen, und ob diese Anordnungen tatsächlich verwirklicht und geeignet sind, die Ziele zu erreichen.
A 1: Das Qualitätsaudit wird typischerweise auf ein QM-System oder auf Elemente davon, auf Prozesse oder auf Produkte (einschließlich Dienstleistungen) angewendet, ist jedoch nicht darauf beschränkt. Solche Qualitätsaudits werden oft "Systemaudit", "Verfahrensaudit", "Produktaudit", "Dienstleistungsaudit" genannt.
DGQ:
Von Verfahrensaudit, Produktaudit oder Dienstleistungsaudit wird gesprochen, wenn die Wirksamkeit von QM-Elementen anhand von Verfahren, Produkten oder Dienstleistungen untersucht wird. Von Systemaudit spricht man, wenn die Wirksamkeit des QM-Systems als Ganzes untersucht wird.
A 2: Qualitätsaudits werden durch Personen durchgeführt, die keine direkte Verantwortung in den zu auditierenden Bereichen haben, wobei es aber wünschenswert ist, daß sie mit dem betreffenden Personal zusammenarbeiten.
A 3: Einer der Zwecke eines Qualitätsaudits ist die Beurteilung der Notwendigkeit einer Verbesserung oder Korrekturmaßnahme. Ein Qualitätsaudit sollte nicht mit den Tätigkeiten von Qualitätsüberwachung oder (Qualitäts-)Prüfung verwechselt werden, die zum Zweck der Qualitäts-/Prozeßlenkung oder Produktannahme durchgeführt werden.
A 4: Qualitätsaudits können für interne oder externe Zwecke durchgeführt werden.
DGQ: (Siehe internes und externes Qualitätsaudit). Ein während eines Qualitätsaudits festgestellter und durch einen Nachweis belegter Sachverhalt wird in DIN EN ISO 8402:1995 als "Qualitätsaudit-Feststellung" bezeichnet.
A 5: Der Begriffsinhalt nach Definition von quality audit wurde gegenüber der zurückgezogenen Norm DIN 55350-11:1987-05 ausgeweitet. Nun enthält die Untersuchung (Beurteilung) auch das Ziel, festzustellen, ob (inwieweit) die Anordnungen "geeignet sind, die Ziele zu erreichen". Bislang war diese Aufgabe in der oben genannten Norm nur in einer Anmerkung enthalten.
A 6: Die bisherigen Unterbegriffe internes Qualitätsaudit (=Qualitätsaudit für interne Zwecke) und externes Qualitätsaudit (= Qualitätsaudit für externe Zwecke) sind durch die Anm. zu Qualitätsaudit in DIN EN ISO 8402:1995-08 zwar abgedeckt, dort aber als Benennungen nicht mehr aufgeführt. Diese Begriffe und Benennungen sollten beibehalten werden.
DGQ:
A 7: Der interne oder externe Veranlasser betrachtet das Qualitätsaudit als QM-Darlegung. In beiden Fällen wird zweckmäßig ein Regelwerk festgelegt, nach dem die QM-Darlegung durchgeführt werden soll. International anerkannte Regelwerke sind beispielsweise DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 9002 und DIN EN ISO 9003.
A 8: In Wortverbindungen kann, wenn keine Verwechslungen befürchtet werden müssen, das Bestimmungswort "Qualitäts-" weggelassen werden. Beispiele sind zahlreiche Unterbegriffe zum Qualitätsaudit, die keiner besonderen Erklärung bedürfen wie etwa Auditplan, Auditteam, Auditziel, Auditumfang, Auditfeststellung, Auditdokument, Auditbericht, Auditprogramm.
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| Qualitätsauditarten |
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System-Audit: QM-System wird überprüft auf Vollständigkeit, Zweckmäßigkeit und praktische Umsetzung.
Prozeß-Audit: von Personalqualifikation, Einhaltung und Zweckmäßigkeit der angewandten Verfahren.
Produkt-Audit: Überprüfung und Beurteilung von Endprodukten und Dokumentation, um Fehler in Fertigungs- und Prüfanlagen festzustellen.
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| Qualitätsaudit-Feststellung |
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[DIN EN ISO 8402]
Während eines Qualitätsaudits festgestellter und durch Nachweis belegter Sachverhalt.
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| Qualitätsauditor |
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[DIN EN ISO 8402]
Zur Durchführung von Qualitätsaudits qualifizierte Person.
A 1: Ein zur Leitung eines Qualitätsaudits ernannter Qualitätsauditor wird "Qualitätsaudit-Leiter" genannt.
DGQ:
A 2: Die Qualifikation erwirbt man aufgrund der Erfüllung der "Qualifikationskriterien für Qualitätsauditoren" nach DIN ISO 10011-2. Unter "Qualifikationskriterien" sind die Einzelforderungen im Rahmen der Qualitätsforderung an den Qualitätsauditor zu verstehen.
A 3: Ein zur Leitung eines Qualitätsaudits ernannter Qualitätsauditor wird "Qualitätsaudit-Leiter" genannt. Die in Anm. 2 genannte Norm enthält auch zusätzliche Einzelforderungen an einen Qualitätsaudit-Leiter.
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| Qualitätsaufzeichnung |
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[DIN 55350-11]
Dokument, das Ergebnisse von Qualitätsprüfungen an einer Tätigkeit oder an einem Produkt enthält, einge-schlossen Zwischenprodukte.
A 1: Eine Qualitätsaufzeichnung gibt Auskunft darüber,
A 2: Im Gegensatz zu den Qualitätsforderungsdokumenten mit dem tätigkeitsbezogenen Unterbegriff "QM-Verfahrensanweisung" und dem produktbezogenen Unterbegriff "Produktspezifikation" werden die tätigkeitsbezogenen und die produktbezogenen Qualitätsaufzeichnungen durch die Hinzufügung dieser Adjektive als Unterbegriff näher bezeichnet. Es gilt also bei den Qualitätsaufzeichnungen für diese Unterscheidung keine eigenständigen Benennungen aus einem Wort wie die bei den Qualitätsanforderungsdokumenten.
[E DIN EN ISO 9000]
Aufzeichnung bezüglich Qualität.
A: Qualitätsaufzeichnungen können Darlegung, Rückverfolgbarkeit und zum Nachweis von Verifizierung, Vorbeugungsmaßnahmen und Korrekturmaßnahmen herangezogen werden.
[QS 9000]:
Qualitätsaufzeichnungen sind schriftliche Nachweise dafür, daß die Prozesse des Lieferanten in Übereinstimmung mit den QM-System-Dokumentationen durchgeführt werden (z.B. Prüfergebnisse, interne Auditergebnisse, Kalibrierungsdaten) sowie die Aufzeichnung der Ergebnisse.
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| Qualitätsbeauftragter |
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Ein vom Unternehmen für eine bestimmte Tätigkeit delegierter Mitarbeiter des Unternehmens oder auch ein beauftragter Sachverständiger einer unabhängigen Organisation, z.B. des DQS, DEKRA, TÜV Cert.
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| Qualitätsbedingter Abfall |
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[DIN 55350-11]
Diejenige Teilmenge verbrauchter Fertigungsstoffe, die wegen des Qualitätsmanagements unvermeidbar nicht Bestandteil des fertigen Produkts wird.
A 1: Beispiele sind bei Werkstoffprüfungen verbrauchte Fertigungsstoffe oder die erfahrungsgemäß mindestens erforderlichen Anfahr- und Auslauf-Enden. Sie gehören zum unvermeidbaren Abfall.
DGQ:
Wegen des Qualitätsmanagements unvermeidbarer Abfall.
A 2: Beispiel sind verbrauchte Fertigungsmaterialien bei Werkstoffprüfungen, die zur Qualitätslenkung unabdingbar oder vom Kunden gefordert sind, oder die erfahrungsgemäß zur Erfüllung von Qualitätsforderungen mindestens erforderlichen Anfahr- oder Auslauf-Enden bei der Fertigung von Endlosguteinheiten.
A 3: Nicht zum qualitätsbedingten Abfall gehören z.B. bei fehlerbedingt unplanmäßigen Werkstoffprüfungen oder anläßlich der durch Unaufmerksamkeit bedingten Überschreitung von mindestens erforderlichen Anfahr- oder Auslauf-Enden verbrauchte Fertigungsmaterialien. Sie sind vermeidbarer Abfall.
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| Qualitätsbewertung |
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[DIN EN ISO 8402]
Systematische Untersuchung, inwieweit eine Einheit fähig ist, die festgelegte Qualitätsforderung zu erfüllen.
A 1: Eine Qualitätsbewertung kann zur Feststellung der Qualitätsfähigkeit (Qualität) eines Lieferanten benutzt werden. In diesem Fall kann das Ergebnis der Qualitätsbewertung, je nach den spezifischen Umständen, zum Zweck einer Qualifikation, einer Genehmigung, einer Registrierung, Zertifizierung oder Akkreditierung verwendet werden.
A 2: In Abhängigkeit vom Anwendungsfall der Qualitätsbewertung (z.B. Prozeß, Personal, System) und je nach Zeitpunkt der Qualitätsbewertung (z.B. vorvertraglich) kann zusammen mit dem Wort Qualitätsbewertung ein zusätzliches Bestimmungswort verwendet werden, wie etwa "vorvertragliche Prozeß-Qualitätsbewertung".
A 3: Eine umfassende Lieferanten-Qualitätsbewertung kann auch eine Abschätzung der finanziellen und technischen Mittel mit einbeziehen.
A 4: Im Englischen wird unter spezifischen Umständen die Qualitätsbewertung zuweilen "quality assesment", "quality appraisal" oder "quality survey" genannt.
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| Qualitätsbezogene Kosten |
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bisher Qualitätskosten
[DIN EN ISO 8402]
Kosten, die durch das Sicherstellen zufriedenstellender Qualität und durch das Schaffen von Vertrauen, daß die Qualitätsforderungen erfüllt werden, entstehen, sowie Verluste infolge des Nichterreichens zufriedenstellender Qualität.
A 1: Qualitätsbezogene Kosten sind in einer Organisation gemäß deren eigenen Kriterien eingeteilt.
A 2: Einige Verluste mögen schwer quantifizierbar sein. Sie können aber sehr bedeutsam sein, etwa ein Verlust an positiver Einstellung.
A 3: Erfahrungsgemäß ist die Definition aus der zurückgezogenen Norm DIN 55350-11:1987-05 "Kosten, die vorwiegend durch Qualitätsforderungen verursacht sind" besonders gut für Entscheidungen praxisgeeignet. Sie wurde aber seinerzeit – weil sie "zu abstrakt" sei – ergänzt durch die anschaulichere, für Entscheidungen in der Praxis jedoch weniger geeignete Fassung Kosten, die durch Tätigkeiten der Fehlerverhütung, durch planmäßige Qualitätsprüfung sowie durch intern oder extern festgestellte Fehler verursacht sind". Eindeutig oder vorwiegend qualitätsbezogene Tätigkeiten und Aufwendungen sowie Fehler also der Maßstab. Das hat sich durch DIN EN ISO 8402 : 1995-08 fundamental geändert.
A 4: Schon die als zweiter Definitionsbestandteil in DIN EN ISO 8402:1995-08 erscheinenden "... Verluste (losses) infolge des Nichterreichens zufriedenstellender Qualität zeigen eine kaum praktzierbare Begriffsausweitung. Diese Verluste werden für die Ursache "...Verlust an positiver Einstellung" auch durch DIN EN ISO 8402: 1995-08 als "schwer erfaßbar, ...aber sehr bedeutsam" bezeichnet. Bereits hier zeigt sich die Zweckmäßigkeit der Zielsetzung.
A 5: Zudem ist in der Definition in DIN EN ISO 8402:1995-08 das Kriterium "vorwiegend" entfallen. Überdies verlangt sie nicht nur die Einbeziehung der genannten Verluste, sondern primär auch derjenigen "... Kosten, welche durch das Sicherstellen und Sichern zufriedenstellender Qualität verursacht sind, ...". Das ist ein schwerwiegender Gegensatz zur bisherigen Vorstellung und nicht realisierbar.
A 6: Für Qualitätskostennachweise wird deshalb empfohlen, die Leitlinie aus der zurückgezogenen Norm DIN 55350-11:1987-05 auch künftig in Betracht zu ziehen. Unter Berücksichtigung der neuen Benennungen und Verweisungen lautet sie: "Die Beurteilung der qualitätsbezogenen Kosten dient der Optimierung der qualitätsbezogenen Kosten, nicht aber der Erfassung der Kosten des Qualitätsmanagements oder der Ermittlung der Kosten für die zufriedenstellende Qualität einer Einheit".
DGQ:
Kosten, die vorwiegend durch Qualitätsforderungen verursacht werden.
Alternative Definition des gleichen Begriffsinhalts:
Kosten, die durch Tätigkeiten der Fehlerverhütung, durch planmäßige Qualitätsprüfungen, durch intern oder extern festgestellte Fehler sowie durch die externe QM-Darlegung verursacht werden.
A 7: Früher "Qualitätskosten". z.B. sind vorwiegend durch die Fertigung verursachte Kosten nicht qualitätsbezogene Kosten, obwohl auch bei der Fertigung Qualitätsmanagement betrieben werden muß.
A 8: Die Beurteilung qualitätsbezogener Kosten dient der wirtschaftlichen Optimierung des umfassenden Qualitätsmanagements und damit auch einer auf diese Ziel ausgerichteten Beeinflussung der qualitätsbezogenen Kosten, nicht aber
- der Erfassung der Kosten des in alle Aufgabenabwicklungen integrierten Qualitätsmanagements oder
- der (ebenfalls nicht separierbaren) Kosten für zufriedenstellenden Qualität.
A 9: Das Ergebnis der Zusammenstellung und Aufschlüsselung der qualitätsbezogenen Kosten gründet sich weitgehend auf die betriebliche Kostenrechnung, steht jedoch neben deren Ergebnis, ist also nicht deren Bestandteil. deshalb sollte man von "Qualitätskostennachweisen" und von der "Ermittlung qualitätsbezogener Kosten" sprechen, den Ausdruck "Qualitätskostenrechnung" aber meiden.
A 10: Die in der alternativen Definition (siehe oben) vorkommenden Gruppen von qualitätsbezogenen Kosten werden national (international) wie folgt benannt: "Fehlerverhütungskosten" (‚prevention costs‘), "Prüfkosten" (‚appraisal costs‘), "Fehlerkosten" (‚failure costs‘), "externe QM-Darlegungskosten" (‚external assurance costs‘). Die ersten drei Gruppen sind die "operativen qualitätsbezogenen Kosten" (‚operating qualityrelated costs‘).
A 11: Neuerdings rechnet DIN EN ISO 8402:1995 auch "die durch das Sicherstellen zufriedenstellender Qualität" entstehenden Kosten – zu denen aus den genannten vier Gruppen mindestens die Fehlerverhütungskosten gehören – zu den qualitätsbezogenen Kosten. Es fehlt jedoch eine Angabe, wie sie gegen die Realisierungskosten abzugrenzen sind.
A 12: In Wortverbindungen soll "qualitätsbezogene Kosten" mit "QK-" abgekürzt werden, z.B. "QK-Element", "QK-Nachweis", "QK-Ermittlung".
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| Qualitätsbezogene Verluste |
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[DIN EN ISO 8402]
In Prozessen und bei Tätigkeiten dadurch verursachte Verluste, daß verfügbare Mittel nicht ausgeschöpft werden.
A 1: Einige Beispiele für qualitätsbezogene Verluste sind: Verlust der Kundenzufriedenheit (Kunde), versäumte Gelegenheiten zu Wertsteigerungen für den Kunden, für die Organisation oder für die Gesellschaft, ebenso eine Vergeudung von Mitteln und Material (in irgendwelchen Phasen der Planung und Realisierung des Angebotsprodukts).
DGQ:
A 2: Betriebswirtschaftlich versteht man unter qualitätsbezogen Verluste die "negative Differenz zwischen Ertrag und Aufwand infolge der Nichterfüllung von Qualitätsforderungen".
[ISO/TS 16949]
Kosten, die im Zusammenhang mit der Herstellung fehlerhafter Produkte anfallen.
A: Im Qualitätsmanagement werden diese Kosten üblicherweise in zwei Kategorien unterteilt: interne Verluste und externe Verluste.
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| Qualitätsbezogenes Dokument |
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[DIN 55350-11]
Dokument mit einer Anweisung für eine Tätigkeit des Qualitätsmanagements oder mit einer Qualitätsforderung an ein Produkt oder mit Aufzeichnungen über die jeweiligen Ergebnisse der Qualitätsprüfungen.
A 1: Eine Dokumentationseinheit ist die "Menge der Erfassungselemente, die stellvertretend für eine dokumentarische Bezugseinheit in den Dokumentationsprozeß eingeht" (aus: DIN 31631-1:1984-01). Hierbei ist die "dokumentarische Bezugseinheit" ein Dokument oder mehrere Dokumente oder ein Teil eines Dokumentes, dessen Charakteristika während des Dokumentationsprozesses als Einheit behandelt werden.
A 2: Anweisungen für eine Tätigkeit des Qualitätsmanagements und Qualitätsforderungen an Produkte unterliegen einem Änderungsdienst, Aufzeichnungen über Ergebnisse von Qualitätsprüfungen hingegen in der Regel nicht. (Anm.: Dokumente können auch formlos und auf beliebigen Medien gespeichert sein, z.B. auf Papier, auf Mikrofilm, auf Ton- oder Videoband).
A 3: Die Dokumente QM-Verfahrensanweisung, tätigkeitsbezogene Qualitätsaufzeichnung und QM-Nachweis-dokument sind Beispiele für qualitätsbezogene Dokumente zum Qualitätsmanagement, die Dokumente Produktspezifikation, produktbezogene Qualitätsaufzeichnung und Qualitätsnachweis sind Beispiele für Dokumente zur Qualität von materiellen oder immateriellen oder kombinierten Produkten.
DGQ:
A 4: Für die Handhabung aller qualitätsbezogenen Dokumente gilt das QM-Element Dokumentationsgrundsätze.
A 5: Die Begriffe QM-Dokument, Qualitätsdokument, Qualitätsforderungsdokument und Qualitätsaufzeichnung sind jeweilige Oberbegriffe für die vier unterschiedlichen geordneten Begriffe QM-Verfahrensanweisung, Produktspezifikation, tätigkeitsbezogene Qualitätsaufzeichnung und produktbezogene Qualitätsaufzeichnung, zu denen es jeweils Unterbegriffe gibt, z.B. interner Qualitätsbericht.
A 6: Der Begriff Aufzeichnung ist ein durch DIN EN ISO 8402:1995 eingeführter zusätzlicher Oberbegriff, der weit über das Qualitätsmanagement hinaus gilt.
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| Qualitätsdaten |
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auch Qualitätsinformation
[DIN 55350-11]
Daten über die Qualität von Einheiten, über die Randbedingungen der zu ihrer Ermittlung angewendeten Qualitätsprüfungen sowie gegebenenfalls über die jeweils zugehörige Qualitätsforderung.
DGQ:
A 1: Auch die Tätigkeiten des Qualitätsmanagements gehören zu den Einheiten. Die betreffenden Daten werden auch "QM-Daten" genannt.
A 2: Daten sind nach DIN 44300-2 "Gebilde aus Zeichen oder kontinuierlichen Funktionen, die aufgrund bekannter oder unterstellter Abmachungen Informationen darstellen, vorrangig zum Zweck der Verarbeitung oder als deren Ergebnis".
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| Qualitätsdokument |
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[DGQ]
Dokument, das die Qualität eines oder mehrerer Angebotsprodukte betrifft.
A 1: Betroffen sein können materielle oder immaterielle Produkte oder Kombinationen daraus, auch Zwischenprodukte.
A 2: Es gibt Qualitätsdokumente mit Qualitätsforderungen an Produkte (Produktspezifikationen) und Qualitätsdokumente mit Ergebnissen aus Qualitätsprüfungen an diesen Produkten. Siehe auch Begriff produktbezogene Qualitätsaufzeichnung (auch "Qualitätsbericht") mit den Unterbegriffen Interner Qualitätsbericht und Qualitätsnachweis.
DGQ:
A 3: Qualitätsdokumente unterscheidet man von QM-Dokumenten.
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| Qualitätselement |
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[DIN 55350-11]
Beitrag zur Qualität
- eines materiellen oder immateriellen Produkts aufgrund des Ergebnisses einer Tätigkeit oder eines Prozesses in einer der Planungs-, Realisierungs- oder Nutzungsphase bzw.
- einer Tätigkeit oder eines Prozesses aufgrund eines Elements im Ablauf dieser Tätigkeit oder dieses Prozesses.
A 1: Bei Produkten gibt es unmittelbar wirksame Qualitätselemente und mittelbar wirksame Qualitätselemente. Beispiel für ein unmittelbar wirksames ist das Ergebnis der Beschaffung (Einkauf). Beispiel für ein mittelbar wirksames ist das Ergebnis der Erprobung eines Entwicklungsmusters.
A 2: Zu jeder Tätigkeit und jedem Prozeß, deren Ergebnis zu einem Qualitätselement eines Produkts führt, sind prinzipiell Planung, Lenkung und Prüfung erforderlich.
A 3: Entsprechend dem Qualitätselement gibt es für spezielle Merkmalsgruppen speziell benannte Qualitätselemente, z.B. ein Zuverlässigkeitselement, ein Sicherheitselement, ein Umweltschutzelement.
DGQ:
A 4: Qualitätselemente unterscheidet man von QM-Elementen.
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| Qualitätserhöhung |
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[DGQ]
Durch umfassendes Qualitätsmanagement zusätzlich bewirkte Qualitätsverbesserung.
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| Qualitätsfähige Fertigung |
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[DGQ]
Fertigung, in der beteiligte Prozesse qualitätsfähige Prozesse sind.
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| Qualitätsfähiger Prozeß |
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[DGQ]
Eignung eines ordnungsgemäß abgegrenzten Prozesses zur Realisierung einer Einheit, die Qualitätsforderung an diese Einheit zu erfüllen.
A 1: Diese Eignung ist zu unterscheiden von der Eignung eines Prozesses, die Qualitätsforderung an den Prozeß selbst zu erfüllen. Dann geht es nicht um die Qualitätsfähigkeit des Prozesses, sondern um seine Qualität.
A 2: Obwohl in DIN 55350-33 geklärt ist, daß Prozeßfähigkeit die Qualitätsfähigkeit eines Prozesses ist, wird diese Bezeichnung immer wieder für die beschriebene Eignung zur Erfüllung der Qualitätsforderung an den Prozeß selbst benutzt. Deshalb ist der obigen Benennung "Qualitätsfähiger Prozeß" der Vorzug vor dem Wort "Prozeßfähigkeit" zu geben.
A 3: Zur Unterscheidung des qualitätsfähigen Prozesses vom beherrschten Prozeß: siehe Anm. zu Prozeß.
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| Qualitätsfähigkeit |
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[DIN 55350-11]
Eignung einer Organisation oder ihrer Elemente zur Realisierung einer Einheit, die Qualitätsforderung an diese Einheit zu erfüllen hat.
A 1: Elemente der Organisation sind z.B. Personen, Verfahren, Maschinen, Prozesse.
A 2: Die Qualitätsfähigkeit eines Prozesses ist nach DIN 55350-33 die Prozeßfähigkeit. Entgegen dieser Festlegung wird für die Erfüllung der Qualitätsforderung an den Prozeß selbst gelegentlich ebenfalls die Bezeichnung "Prozeßfähigkeit" benutzt. Im Zweifel ist deshalb für einen Prozeß, der ein zufriedenstellendes Ergebnis liefert, der Bezeichnung "qualitätsfähiger Prozeß" der Vorzug zu geben.
DGQ:
A 3: Wenn es um die Erfüllung der Qualitätsforderung an den Prozeß selbst geht, darf die Benennung "Prozeßfähigkeit" nicht benutzt werden. Dann gelten die bei anderen Einheiten üblichen Benennungen wie "zufriedenstellender Prozeß", "fehlerhafter Prozeß" usw., weil die Qualität des Prozesses betrachtet wird.
[E DIN EN ISO 9000]:
Fähigkeit bezüglich einer Qualitätsforderung.
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| Qualitätsfaktor |
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[DGQ]
Qualitätszahl dividiert durch Annahmefaktor.
A 1: Für die Werte Q/K empfiehlt sich die Abkürzung Qf. Anhand von Qf wird üblicherweise über die Annehmbarkeit von Prüflosen entschieden, wobei Qf ≥ 1 zur Annahme und Qf < 1 zur Rückweisung führt.
A 2: Qualitätsfaktoren folgen meist näherungsweise einer Lognormalverteilung (vgl. parametrische Verteilung).
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| Qualitätsförderung |
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[DIN 55350-11]
Verbesserung der Qualitätsfähigkeit.
A 1: Man unterscheidet die personenbezogene, verfahrensbezogene, einrichtungsbezogene und produktbezogene Qualitätsförderung.
A 2: Qualitätsförderung ist ein Teil der Qualitätsverbesserung.
DGQ:
A 3: Vor der Planung von Qualitätsförderung muß bekannt sein, ob und welche anderen Komponenten der Qualitätsverbesserung mit der Qualitätsförderung abgestimmt werden müssen.
A 4: Die Zielsetzung einer Verminderung von Fehleranteilen in einen üblicherweise in ppm (parts per million) gemessenen Bereich von Fehleranteilen hinein wird auch als "PPM-Management" bezeichnet.
A 5: Im Zuverlässigkeitsmanagement wird ein spezielles Ergebnis der Qualitätsförderung als "Zuverlässigkeitswachstum" bezeichnet. Es ist eine "anhand von Werten einer Zuverlässigkeitskenngröße feststellbare, fortschreitende Verbesserung der Erfüllung von Einzelforderungen im Rahmen der Zuverlässigkeitsforderung".
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| Qualitätsforderung |
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[DIN EN ISO 8402]
Formulierung der Erfordernisse oder deren Umsetzung in eine Serie von quantitativ oder qualitativ festgelegten Forderungen |
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[Häufig auch "Einzelforderungen"] an die Merkmale einer Einheit zur Ermöglichung ihrer Realisierung und Prüfung.
A 1: Es ist entscheidend, daß die Qualitätsforderung die festgelegten und vorausgesetzten Erfordernisse des Kunden voll widerspiegelt.
A 2: Der Begriff "Forderung" erfaßt sowohl marktbegründete als auch vertragliche als auch interne Forderungen einer Organisation. Sie können in den unterschiedlichen Planungsstufen entwickelt, detailliert und aktualisiert werden.
A 3: Quantitativ festgelegte Forderungen an die Merkmale enthalten z.B. Nennwerte, Bemessungswerte, Grenzabweichungen und Toleranzen.
A 4: Die Qualitätsforderung sollte in funktionalen Bedingungen ausgedrückt und dokumentiert werden.
A 5: In DIN EN ISO 8402 sind die Hauptwörter in der Definition von Qualitätsforderung "Formulierung" und "Umsetzung". Das sind nicht die gemeinten "requirements". Aufgrund dieses Sachverhalts bleibt die Definition in der zurückgezogenen Norm DIN 55350-11:1987-05 zutreffend: "Gesamtheit der betrachteten Einzelforderungen an die Beschaffenheit einer Einheit in der betrachteten Konkretisierungsstufe der Einzelforderungen."
A 6: Noch kürzer und prägnanter sagen es die zwei Definitionswörter: "Geforderte Beschaffenheit".
A 7: Die Qualitätsforderung als Ganzes richtet sich meist an Einheiten wie Tätigkeit oder Produkt. Die Einzelforderungen im Rahmen einer Qualitätsforderung richten sich hingegen an die Qualitätsmerkmale der betrachteten Einheit. Deshalb steht die Qualitätsforderung an eine Einheit in der Einzahl wie diese, die Einzelforderungen aber stehen in der Mehrzahl (wie die meist zahlreichen Qualitätsmerkmale, die zu einer Einheit gehören).
DGQ:
Gesamtheit der betrachteten Einzelforderungen an die Beschaffenheit einer Einheit in der betrachteten Konkretisierungsstufe der Einzelforderungen.
A 8: Früher wurde die Qualitätsforderung aufgrund der Definition von quality in angloamerikanischen Unterlagen als die "festgelegten und vorausgesetzten Erfordernisse" formuliert; auch in DIN 55350-11:1987-05. Dadurch wurden und werden viele Mißverständnisse verursacht. Es entstand und entsteht nämlich der Eindruck,
- es könnten auch andere "Erfordernisse" als die auf die Beschaffenheit bezogenen gemeint sein (z.B. die an den Liefertermin oder die an den Preis der Einheit);
- es gebe zeitabhängig oder sachbezogen zu unterscheidende Arten von Erfordernissen oder Einzelforderungen, etwa "festgelegte und vorausgesetzte";
- "Erfordernisse" seien etwas weniger Verbindliches als "Forderungen";
- die Qualitätsforderungen müssen aus den "festgelegten und vorausgesetzten Erfordernissen" erst entwickelt werden – was zur Folge hätte, daß die angloamerikanische Qualitätsdefinition nicht für eine Einheit gilt, an welche die Qualitätsforderung gestellt ist, nur für eine Einheit, die "festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse" erfüllen soll.
Alle diese Mißverständnisse werden durch die obige Definition vermeiden.
A 9: In DIN EN ISO 8402:1995 wird die Qualitätsforderung durch die Hauptwörter "Formulierung" und "Umsetzung" erklärt. das sind nicht die gemeinten Einzelforderungen, sondern Tätigkeiten.
A 10: Erste Konkretisierungsstufe sind die durch den Zweck der Einheit aufgrund der Anspruchsklasse und aufgrund der Vorstellungen über die Realisierungsmöglichkeiten gegebenen Erfordernisse ("Lastenheft"). Während der Qualitätsplanung entstehen weitere Konkretisierungsstufen, z.B. ein "Pflichtenheft". Letzte Konkretisierungsstufe ist nach dem (ersten) Abschluß der Qualitätsplanung die Gesamtheit der für die Realisierung der Einheit vorgegebenen Merkmalswerte.
A 11: Man unterscheide Einzelforderungen an eine Einheit von der Anforderung einer Einheit (Krankenwagen, Taxi, Personal, Geldmittel usw.).
A 12: In fortgeschrittenen Konkretisierungsstufen der Qualitätsforderung sind üblicherweise Anteil und Detaillierung der festgelegten Einzelforderungen größer als in vorausgehenden.
A 13: Der Zweck der Einheit kann sich aus der Aufgabenstellung eines Kunden ergeben, jedoch auch Entwicklungsergebnis eines Anbieters auf dem Markt sein. Schon die durch den Zweck der Einheit gegebene erste Konkretisierungsstufe der Qualitätsforderung (z.B. ein Lastenheft) ist mit Angaben über geforderte Merkmalswerte verbunden.
A 14: Die Qualitätsforderung schließt, gegebenenfalls, folgende Merkmalsgruppen ein: Sicherheit, Zuverlässigkeit (einschließlich Verfügbarkeit), Instandhaltbarkeit, Umweltverträglichkeit, angemessener Mitteleinsatz, bei materiellen Produkten ihren Verbleib nach dem Nutzungsende, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes.
A 15: Bei Produkten sind auch die jeweiligen Qaulitätsforderungen an die Tätigkeiten und Prozesse zu beachten, deren Ergebnisse zu Qualitätselementen des Produkts führen. Deshalb darf während der Betrachtung einer Qualitätsforderung die Einheit, auf deren Beschaffenheit sie sich bezieht, nicht gewechselt werden, z.B. das materielle oder immaterielle Angebotsprodukt einer Organisation, oder eine Tätigkeit, oder ein Prozeß.
A 16: In welcher Konkretisierungsstufe die Qualitätsforderung im Fall eines Auftrags vorliegt, ergibt sich aus diesem. Die letzte Konkretisierungsstufe muß verwirklicht sein, bevor die Realisierung der Einheit beginnt. Im Zweifel sind alle Konkretisierungsstufen der Qualitätsforderung ab Auftragseingang in die Qualitätsbetrachtung einbezogen. Das gilt auch für die Betrachtung qualitätsbezogener Kosten, die vorwiegend durch Qualitätsforderungen verursacht werden.
A 17: Unter "Normatives Dokument" versteht man vielfach ein überbetriebliches Dokument mit einer Qualitäts-forderung, aus der Einzelforderungen in die Qualitätsforderung an das Angebotsprodukt einbezogen werden können.
A 18: Die Qualitätsforderung in derjenigen Konkretisierungsstufe, die als Grundlage für die Entwicklung (s. Qualitätsplanung) dient, wird vielfach auch als "Designvorgabe" oder als "Lastenheft" bezeichnet, eine Qualitätsforderung der letzten Konkretisierungsstufe vor der Realisierung als "Realisierungsspezifikation".
A 19: Es gibt sehr viele Bezeichnungen für Qualitätsforderungen in unterschiedliche Situationen und Konkretisierungsstufen und für Teile davon. Beispiele sind "Festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse". "Normatives Dokument", "Lastenheft", "Designvorgaben", "qualitätsbezogene Vertragspunkte" oder "Realisierungsspezifikation", "Pflichtenheft", "Technische-Forderung", "Technische Auftragsdaten" (s. Qualitätsplanungsbedingtes Fehlprodukt), "Vorgegebene Merkmalswerte", "Qualitätsstandard", "Qualitätsziel", "Vorschrift", wenn dokumentiert, "Spezifikation", "Technische Spezifikation" (s. Anm. zu Spezifikation) usw. Angesichts dieser irreführenden Vielfalt wird empfohlen, stets "Qualitätsforderung" zu benutzen, die Konkretisierungsstufe oder Situation und die betreffende Einheit ordnungsgemäß anzugeben. Der Ausdruck "geforderte Qualität" für die steht im Widerspruch zum Begriff Qualität. Seine Benutzung ist deshalb zu vermeiden. Siehe auch Anm. zu Qualität.
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| Qualitätsforderungsdokument |
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[DIN 55350-11]
QM-Verfahrensanweisung oder Produktspezifikation.
A 1: Sowohl die Spezifikation für ein Angebotsprodukt als auch die Anweisung für Tätigkeiten bei Anwendung eines Verfahrens sind Qualitätsforderungen. Damit man schon an der Benennung sieht, auf welche Einheit sich die Qualitätsforderung bezieht, nennt man eine tätigkeitsbezogen Qualitätsforderung "QM-Verfahrensanweisung" und eine produktbezogene Qualitätsforderung "Produktspezifikation". Wenn bereits geklärt ist, welche Einheit der Qualitätsbetrachtung unterzogen wird – was eine Basisforderung des Qualitätsmanagements ist -, ist diese Unterscheidung unnötig. Zur Vereinfachung kann dann in beiden Fällen von der Qualitätsforderung und dementsprechend vom Qualitätsforderungsdokument gesprochen werden.
A 2: Im Gegensatz zur zweckmäßig einheitlichen Betrachtungs- und Benennungsweise sollte das Qualitätsforderungsdokument stets auch mit seiner Benennung von einer Qualitätsaufzeichnung unterschieden werden. Aus diesem Grund werden im Begriffssystem der Dokumente die Unterbegriffe QM-Verfahrensanweisung und Produktspezifikation dem Qualitätsforderungsdokument zugeordnet. Entsprechend werden den Qualitätsaufzeichnungen die fünf Unterbegriffe tätigkeitsbezogene Qualitätsaufzeichnung, QM-Nachweisdokument, produktbezogene Qualitätsaufzeichnung, interner Qualitätsbericht und Qualitätsnachweis zugeordnet.
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| Qualitätsforderungsvergleich |
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[DGQ]
Anläßlich der Qualitätsplanung durchgeführter Vergleich, inwieweit die Qualitätsforderung an das eigene Angebotsprodukt dem Stand der Technik der Mitbewerber bzw. des Marktführers entspricht, und zwar im Hinblick auf die betrachtete Anspruchsklasse, die Technologie und die Qualitätstechnik.
A: "Qualitätsforderungsvergleich" wird verschiedentlich weit über das Qualitätsmanagement hinaus verstanden als Prüfung der Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Angebotsprodukts, z.B. auch bezüglich Kosten oder Lieferfähigkeit.
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| Qualitätsinformation |
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siehe Qualitätsdaten
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| Qualitätskennzahl |
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[DIN 55350-33]
Relativer oder normierter Kennwert zur Beurteilung der Qualität, ermittelt entsprechend dem ausgewählten Qualitätskennzahlensystem.
DGQ:
A 1: Kurzbezeichnung "QKZ". Qualitätskennzahlen werden in der Regel zur Beurteilung einer Serienfertigung angewendet.
A 2: Der Qualitätskennzahl kann auch die auf eine Bezugs-Qualitätsforderung bezogene Qualität zugrundeliegen.
A 3: QKZ verschiedener QKZ-Systeme sind nicht oder nur bedingt miteinander vergleichbar.
A 4: Siehe Anm. zu Qualitätszahl.
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| Qualitätskontrolle |
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[DGQ]
Dieser Begriff wird im Deutschen nicht definiert. Von seiner Benutzung wird in der deutschen Normung abgeraten, da Kontrolle negativ interpretiert wird.
A 1: Aus wörtlicher, aber nicht sinngemäßer Übersetzung von "quality control" ist die Bezeichnung "Qualitätskontrolle" entstanden. Diese Bezeichnung wird meist ohne nähere Angabe und damit mißverständlich synonym zu verschiedenen Begriffen wie "Qualitätsprüfung", "Qualitätslenkung", "Qualitätsüberwachung", "Qualitätsaudit" und "QM-Darlegung" eingeschränkt oder kombiniert benutzt. Aus diesem Grund wird von ihrer Benutzung abgeraten.
A 2: Die in Anm. 1 dargelegte, vielfach homonyme Bedeutung von "Qualitätskontrolle" ist erfahrungsgemäß Anlaß für die Weiterbenutzung dieses Homonyms trotz der seit langem entgegenstehenden Empfehlung der Nichtbenutzung: Alle in Anm. 1 aufgeführten Begriffe können gemeint sein.
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| Qualitätskosten |
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siehe Qualitätsbezogene Kosten
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| Qualitätskostendaten (QK-Daten) |
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[DIN 55350-11]
Daten über Festlegungen und Ermittlungsergebnisse zu qualitätsbezogenen Kosten.
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| Qualitätskostenelement (QK-Element) |
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[DIN 55350-11]
Element der qualitätsbezogenen Kosten.
A 1: Für Einrichtung und zeitabhängige Vergleichbarkeiten von QK-Nachweisen, aber auch wegen des Ermessensspielraums abhängig von Angebotsprodukt und Organisation, sollte eine Organisation die zu erfassenden QK-Elemente benennen und definieren.
A 2: Es ist international üblich, QK-Elemente in drei Gruppen zusammenzufassen, nämlich Fehlerverhütungskosten, Prüfkosten und Fehlerkosten. In einem QK-Nachweis sollten mindestens diese drei Gruppen enthalten sein. Die Fehlerkosten werden zusätzlich in interne und externe unterteilt (s. Fehlerkosten). Erforderlichenfalls sind als vierte Gruppe die QK-Elemente der externen Qualitätssicherung/ QM-Darlegung einzubeziehen. Sie heißen "externe QM-Darlegungskosten".
A 3: Die Abkürzung "QK-Element" entspricht der Abkürzung "QM-Element".
DGQ:
A 4: Erfahrungsgemäß sind sogenannte "QK-Quervergleiche" von QK-Nachweisen zwischen Organisationen oder zwischen Organisationsteilen unzweckmäßig, und zwar auch wegen der unterschiedlichen Lösungen gemäß Anm.
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| Qualitätskreis |
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[DIN EN ISO 8402]
Begriffsmodell, das die zusammenwirkenden Tätigkeiten enthält, welche die Qualität beeinflussen, und zwar von der Feststellung der Erfordernisse bis zur Feststellung, ob diese Erfordernisse erfüllt worden sind.
A 1: Die "Qualitätsspirale" ist ein ähnlicher Begriff.
A 2: In DIN EN ISO 8402 : 1995-08 ist der Qualitätskreis ein "Begriffsmodell der ... Tätigkeiten". Zwar wird in einem Definitions-Nebensatz auch von einer "Bewertung, ob diese Erfordernisse erfüllt sind" gesprochen, was nur Ergebnisse von Tätigkeiten, also Produkte betreffen kann; das Begriffsmodell selbst aber ist ein Modell "der Tätigkeiten". Es wurde nach jahrelangen Arbeiten erkannt, daß nur die Einschränkung der Modellvorstellung des Qualitätskreises auf die Qualitätselemente, also auf die Ergebnisse der Tätigkeiten, ein grundsätzlich und in der Praxis tragfähiges Konzept ergibt. Das Begriffsmodell nach der zurückgezogenen Norm DIN 55350-11:1987-05 gilt demnach nur für ein Produkt, nicht aber für eine Tätigkeit. Die Definition in DIN EN ISO 8402:1995-08 steht dazu im Widerspruch. Empfohlen wird die Vereinbarung der Definition nach der zurückgezogenen Norm DIN 55350-11:1987-05. "Modell für das Ineinandergreifen der Qualitätselemente eines Produkts aus den Planungs- Realisierungs- und Nutzungsphase".
A 3: Die Vorstellung einer "Qualitätsspirale" widerspricht dem sinnvoll gewählten Abstraktionsgrad der Modellvorstellung: Qualitätsforderung ist Qualitätsforderung, unabhängig von den enthaltenen Einzelforderungen; also auch unabhängig von jeder Erfahrungsverwertung im Verlauf der Weiterentwicklung.
DGQ:
Modell für das Ineinandergreifen der Qualitätselemente eines Angebotsprodukts aus den Planungs-, Realisierungs- und Nutzungsphasen (siehe Phase).
A 4: Der Qualitätskreis spiegelt nicht den zeitlichen Ablauf der Tätigkeiten wider. Es zeigt modellhaft, daß in allen Phasen der Planung, der Realisierung und der Nutzung eines Angebotsprodukts dessen Qualität beeinflußt wird. Die Qualitätselemente hängen dabei von der Produktart ab.
A 5: Der Anwender kann – wie in der Praxis üblich und sinnvoll – in die Betrachtung mit einbeziehen die Qualitäts-elemente derjenigen Tätigkeiten, deren Ergebnisse die Qualitätselemente des betrachteten Angebotsprodukts mitbestimmen.
A 6: Das Modell Qualitätskreis ist auf eine Tätigkeit oder einen Prozeß nicht anwendbar. Einmal fehlen dort die Nutzungsphasen. Überdies hat jede einzelne Tätigkeit und jeder einzelne Prozeß einen zwingenden Zeitablauf, auch für die Qualitätsbetrachtung. Dazu bedarf es keines speziellen Modells. Demgegenüber ist das Ineinandergreifen der Ergebnisse der – die Qualität des Angebotsprodukts bestimmenden und meist sehr zahlreichen – Tätigkeiten und Prozesse ein sehr komplexer Vorgang. Man ordnet ihn zweckmäßig mit dem Gedankenmodell Qualitätskreis.
A 7: Der Qualitätskreis kann auf eine einzige Organisation angewendet werden, aber auch auf mehrere zur Planung, zur Realisierung und zur Nutzung des Angebotsprodukts beitragende Organisationen. er kann auch andere Beteiligte betreffen.
A 8: Für das analoge Ineinandergreifen von Kosten- und Terminelementen gibt es ebenfalls Kreismodelle.
A 9: Im Beiblatt 1 zu DIN EN ISO 8402 ist erläutert, warum die obige Definition derjenigen in DIN EN ISO 8402 überlegen ist.
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| Qualitätslage |
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[DIN 55350-31]
Anteil fehlerhafter Einheiten oder Anzahl Fehler je hundert Einheiten im Los.
A 1: Bei quantitativen Merkmalen auch:
Angaben über Lage und/oder Streuung der Werte des Qualitätsmerkmals im Los in Bezug auf die vorgegebenen Werte.
DGQ:
Qualitätskennzahl, gewonnen durch Vergleich der ermittelten Merkmalswerte mit der betreffenden Qualitäts-forderung.
A 2: Bei quantitativen Merkmalen ist die Qualitätslage eine Qualitätskennzahl, die aus dem Vergleich von Angaben zur Lage und/oder Streuung der Werte des Qualitätsmerkmals und der betreffenden Qualitätsforderung gewonnen wird.
A 3: Bei qualitativen Merkmalen wird als Qualitätslage oft der Anteil fehlerhafter Einheiten oder die Anzahl der Fehler je hundert Einheiten angegeben.
A 4: Der hier allgemein verwendete Wortbestandteil "...lage" in "Qualitätslage" wird verschiedentlich auch eingeschränkt benutzt, beispielsweise für die Lage einer Verteilung. Siehe Anm. zu Funktionalparameter.
A 5: Siehe auch Anm. zu fehlerhafte Einheit.
A 6: Die Darstellung der Qualitätslage bei quantitativen Merkmalen mit unterschiedlichen, meist kombinierten Kenngrößen wird auch "normierte Qualitätsbeurteilung" genannt. Man beachte dabei die Anm. zu Qualitätsprüfung.
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| Qualitätslenkung |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Teil des Qualitätsmanagements, der auf die Erfüllung von Qualitätsanforderungen gerichtet ist.
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| Qualitätsmanagement |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität.
A: Leiten und Lenken bezüglich Qualität umfassen üblicherweise das Festlegen der Qualitätspolitik und der Qualitätsziele, die Qualitätsplanung, die Qualitätslenkung, die Qualitätssicherung und die Qualitätsverbesserung.
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| Qualitätsmanagement-Grundsätze |
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[E DIN EN ISO 9000:2000]
Das erfolgreiche Führen und Betreiben einer Organisation erfordert, daß sie in systematischer und wahrnehmbarer Weise geleitet und gelenkt wird. Ein Weg zum Erfolg kann die Einführung und Erhaltung eines Managementsystems sein, das auf ständige Leistungsverbesserung ausgerichtet ist, indem es die Bedürfnisse aller interessierten Parteien berücksichtigt. Eine Organisation zu leiten umfaßt neben anderen Managementdisziplinen auch das Qualitätsmanagement.
Es wurden acht Grundsätze des Qualitätsmanagements aufgestellt, um das Erreichen von Qualitätszielen zu ermöglichen:
- Kundenorientierung: Organisationen hängen von ihren Kunden ab und sollten daher die jetzigen und künftigen Erfordernisse der Kunden verstehen, Kundenforderungen erfüllen und danach streben, die Erwartungen ihrer Kunden zu übertreffen.
- Führung: Führungskräfte legen die Einheit der Zielsetzung, der Ausrichtung und das interne Umfeld der Organisation fest. Sie schaffen das Umfeld, in dem Menschen sich voll und ganz für die Erreichung der Ziele der Organisation einsetzen.
- Einbeziehung der Menschen: Menschen sind auf allen Ebenen das Wesentliche einer Organisation, und ihre vollständige Einbeziehung gestattet die Nutzung ihrer Fähigkeiten zum größtmöglichen Nutzen der Organisation.
- Prozeßorientierter Ansatz: Ein gewünschtes Ergebnis läßt sich auf effiziente Weise erreichen, wenn zusammengehörige Mittel und Tätigkeiten als ein Prozeß geleitet und gelenkt werden.
- Systemorientierter Managementsansatz: Das Erkennen, Verstehen, Leiten und Lenken eines Systems miteinander in Wechselbeziehung stehender Prozesse für ein gegebenes Ziel trägt zur Wirksamkeit und Effizienz der Organisation bei.
- Ständige Verbesserung: Ein permanentes Ziel der Organisation ist ständige Verbesserung.
- Sachlicher Ansatz zur Entscheidungsfindung: Wirksame Entscheidungen beruhen auf der logischen oder intuitiven Analyse von Daten und Informationen.
- Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen: Die Fähigkeit der Organisation und ihrer Lieferanten, Werte zu schaffen, werden durch Beziehungen zum gegenseitigen Nutzen gesteigert.
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| Qualitätsmanagement-Handbuch (QM-Handbuch) |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Dokument, in dem das Qualitätsmanagementsystem einer Organisation festgelegt ist.
A: QM-Handbücher können hinsichtlich Detaillierung und Format an die Größe und Komplexität einer einzelnen Organisation angepaßt sein.
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| Qualitätsmanagementplan (QM-Plan) |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Dokument, das festlegt, welche Verfahren und zugehörigen Ressourcen wann und durch wen bezüglich eines spezifischen Projekts, Produkts, Prozesses oder Vertrages anzuwenden sind.
A 1: Diese Verfahren umfassen üblicherweise die Verfahren, die sich auf Qualitätsmanagementprozesse und auf Produktrealisierungsprozesse beziehen.
A 2: Ein QM-Plan verweist häufig auf Teile des QM-Handbuches oder auf Verfahrensanweisungen.
A 3: Ein QM-Plan ist üblicherweise eines der Ergebnisse der Qualitätsplanung.
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| Qualitätsmanagementsystem (QM-System) |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Managementsystem zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich der Qualität.
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| Qualitätsmerkmal |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Inhärentes Merkmal eines Produkts, Prozesses oder Systems, das sich auf eine Anforderung bezieht
A 1: Inhärent bedeutet "einer Einheit innewohnend", insbesondere als ständiges Merkmale.
A 2: Ein einem Produkt, einem Prozeß oder einem System zugeordnetes Merkmal (z.B. der Preis eines Produkts) stellt kein Qualitätsmerkmal dieses Produkts, Prozesses oder Systems dar.
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| Qualitätsnachweis |
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[DIN 55350-11]
Produktbezogene Qualitätsaufzeichnung, die als Nachweis darüber dient, daß die Qualitätsforderung an ein materielles, ein immaterielles oder ein kombiniertes Angebotsprodukt erfüllt ist.
A 1: Innerhalb der Organisation dienen Qualitätsnachweise unterschiedlichen Zwecken, so auch dem Nachweis, daß die Pflicht erfüllt wurde, angemessen und zumutbare Sorgfalt bei der Vermeidung von Fehlern walten zu lassen; oder zur Darlegung der Effektivität des Qualitätsmanagements gegenüber der Leitung der Organisation.
DGQ:
A 2: DIN 55350-18 sowie DIN 50049 sind Beispiele normativer Regelungen zu Qualitätsnachweisen gegenüber Vertragspartnern.
A 3: Qualitätsnachweise können sich – in Erweiterung der Definition – auch auf Einheiten wie "Tätigkeit einer Person" oder "Ablauf eines Prozesses" beziehen.
A 4: Nachweise über technische Berechnungen können Bestandteil eines Qualitätsnachweises sein.
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| Qualitätsorientierung |
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siehe Kaizen
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| Qualitätsplanung |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Teil des Qualitätsmanagements der auf das Festlegen der Qualitätsziele und der notwendigen Ausführungsprozesse sowie der zugehörigen Ressourcen zur Erfüllung der Qualitätsziele gerichtet ist.
A: Das Erstellen von Qualitätsmanagementplänen kann Teil der Qualitätsplanung sein.
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| Qualitätsplanungsbedingtes Fehlprodukt |
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[DIN 55350-11]
Fehlprodukt, bei dem zwar die Qualitätsforderung in der Fertigung oder Montage erfüllt worden ist, bei dem aber diese Forderung selbst angesichts der vom Kunden beabsichtigten Nutzung des Angebotsprodukts nicht geeignet war.
A 1: Ursache für ein qualitätsbedingtes Fehlprodukt können eine ungeeignete externe Qualitätsplanung oder eine unrichtige Weitergabe von Elementen der Qualitätsforderung ("technische Auftragsdaten") auf dem Informationsweg vom Kunden zum Lieferanten oder anders sein.
A 2: Die Kosten dieses Fehlprodukts sind Fehlerkosten.
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| Qualitätspolitik |
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[DIN EN ISO 9000:2000]
Übergeordnete Absichten und Ausrichtung einer Organisation zur Qualität, wie sie von der obersten Leitung formell ausgedrückt wurde
A 1: Generell steht die Qualitätspolitik mit der übergeordneten Politik der Organisation in Einklang und bildet den Rahmen für die Festlegung von Qualitätszielen.
A 2: Qualitätsmanagementgrundsätze der Internationalen Norm DIN EN ISO 9000:2000 können als Grundlage für die Festlegung einer Qualitätspolitik dienen.
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| Qualitätsprüfung |
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[DIN 55350-17]
Feststellen, inwieweit eine Einheit die Qualitätsforderung erfüllt.
A 1: Qualitätsprüfungen werden anhand von Prüfmerkmalen durchgeführt. Es muß festgelegt sein, auf welche Qualitätsmerkmale sich eine Qualitätsprüfung bezieht und welche Konkretisierungsstufe der Qualitätsforderung maßgebend ist.
A 2: Qualitätsprüfungen können – als mittelbar qualitätswirksame QM-Ablaufelemente – immer und überall stattfinden, z.B. in Bezug auf jedes QM-Ablaufelement und jeder Art von Einheit wie etwa an einem materiellen oder immateriellen oder kombinierten Produkt, an einem Prozeß, einer Tätigkeit, einer Person usw.
A 3: Die Benennungen "Überprüfung", "Gegenprüfung", "Vorprüfung", Nachprüfung", "Abprüfung", "Nachweisprüfung" und "Bestätigungsprüfung" werden häufig synonym zu "Qualitätsprüfung", aber auch mit eingeschränkter Bedeutung benutzt. Deshalb sollten diese Benennungen vermieden werden, oder es sollte die für den Anwendungfall zutreffende Definition festgelegt werden. Das gilt insbesondere für "Überprüfung".
A 4: Die Qualitätsprüfung kann sich beziehen auf die Einheit
- materielles Produkt
- immaterielles Produkt
- Kombination aus materiellem und immateriellem Produkt
- Tätigkeit oder Prozeß
DGQ:
A 5: Statistische Qualitätsprüfungen: Siehe Annahmestichprobenprüfung, Attributprüfung, Variablenprüfung, Ein-fach-Stichprobenprüfung, Doppel-Stichprobenprüfung, Mehrfach-Stichprobenprüfung, Sequentielle Stichpro-benprüfung und Skip-lot-Stichprobenprüfung.
A 6: In der Definition von Prüfung in DIN EN ISO 8402 ist das "inwieweit" (to which extent) ersetzt durch "ob" (whether). Damit ist der Begriffsinhalt in einer Weise verändert, die nicht der Praxis entspricht. Außerdem betrifft die Definition dort "ein oder mehrere Merkmale einer Einheit". Sie ist daher nicht (wie "Prüfung") übergeordnet, sondern als Qualitätsprüfung zu verstehen. Entsprechendes gilt für die Benennung "Prüfung" in DIN ISO 2859-1, wo "Prüfung" als Vergleich zwischen realisierter Beschaffenheit und Qualitätsforderung definiert und damit ebenfalls eine Qualitätsprüfung ist.
A 7: Prüfung nach DIN 1319-1 ist hingegen entsprechend der Definition Prüfung ein übergeordneter Begriff zu Qualitätsprüfung
A 8: "Qualitätsbeurteilung" ist – sofern nicht ausdrücklich eine abweichende Definition gilt – als "Zusammenfassende Aussage zum Ergebnis der Qualitätsprüfung im Hinblick auf die Qualitätsfoderung an die geprüfte Einheit" aufzufassen.
A 9: Als "Feldversuch" bezeichnet man eine Qualitätsprüfung in Bezug auf die durch die Anwendung der Einheit bedingte Qualitätsforderung. Gelegentlich auch "Erprobung".
A 10: Eine Qualitätsprüfung des Entwurfs (siehe Design) enthält in DIN EN ISO 9001 sowie in DIN EN ISO 9004-1 eine "Designverifizierung", die "als Ergänzung der Designprüfung" bezeichnet wird.
A 11: Die Benennung "Prüfen" kann und soll in einer dies erfordernden Situation zur Hervorhebung der betreffenden Tätigkeit benutzt werden. Als Benennung des Grundbegriffs oder der Definition wie oben ist sie ungeeignet. Mit ihr könnte man weder die Mehrzahl (Prüfungen) noch kombinierte Benennungen für abgeleitete Begriffe wie z.B. Qualitätsprüfung bilden.
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| Qualitätsprüf-Zertifikat |
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[DIN 55350-18]
Bescheinigung über das Ergebnis einer Qualitätsprüfung, das gegenüber dem Abnehmer oder Auftraggeber als Nachweis über die Qualität eines Produkts dient.
A 1: Ein Qualitätsprüf-Zertifikat enthält Angaben über
und gegebenenfalls weitere Angaben und Vereinbarungen.
A 2: Auch die Bescheinigungen über Materialprüfungen nach DIN 50049 sind Qualitätsprüf-Zertifikate.
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| Qualitätsregelkarte |
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[DIN 55350-33]
Formblatt zur graphischen Darstellung von fortlaufend anfallenden statistischen Kennwerten für eine Serie von Stichproben, mit Eingriffgrenzen (obere und/oder untere) sowie häufig auch mit Warngrenzen und einer Mittellinie, zum Zweck der Qualitätslenkung mittels Überwachung eines Prozesses, z.B. anhand des Parameters der Verteilung eines Prozeßmerkmals.
A 1: Bei einigen Qualitätsregelkarten beruhen die Warn- und Eingriffsgrenzen auf aus einem Vorlauf gewonnenen Daten, bei anderen aus angenommenen oder festgelegten Werten für die statistischen Kennwerte.
A 2: Zusätzlich zu den definierten Qualitätsregelkarten werden zahlreiche andere Qualitätsregelkarten angewendet, z.B. Qualitätsregelkarten für
DGQ:
A 3: Qualitätsregelkarten dienen u.a. der Feststellung, inwieweit der beobachtete Prozeß beherrscht ist (be-herrschter Prozeß), z.B. die Shewhart-Qualitätsregelkarte zur Überwachung der Wahrscheinlichkeitsverteilung der Merkmalswerte eines Merkmals, um festzustellen, inwieweit der wert des betrachteten Parameters von einem vorgegebenen Wert abweicht.
A 4: Je nach Art und Anzahl der eingetragenen Kennwerte unterscheidet man die verschiedenen Arten von Qualitätsregelkarten, z.B. Mittelwertkarte, Mediankarte, Urwertkarte, Spannweitenkarte, Standardabweichungskarte, Fehleranzahlkarte, Fehleranteilkarte, Annahmequalitätsregelkarte, einspurige und zweispurige Qualitätsregelkarten. Einzelheiten siehe DIN 55350-33 ("SPC-Norm").
A 5: Die Qualitätsregelkarte enthält oft eine Mittellinie, die den (geschätzten) Erwartungswert oder einen vorgegebenen Wert für den Kennwert darstellt. Die Mittellinie erleichtert die Entdeckung eines Trends der eingetragenen Werte zu einer der Eingriffsgrenzen hin.
A 6: Richtig wäre die Benennung "Qualitätslenkungskarte". Die oft noch benutzte Benennung "Kontrollkarte" wird nicht empfohlen (siehe Qualitätskontrolle).
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| Qualitätsregelkarte für einen gleitenden Stichprobenkennwert |
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[DIN 55350-33]
Qualitätsregelkarte zur Überwachung eines Prozesses anhand eines gleitenden Sticprobenkennwertes.
A: Als gleitender Stichprobenkennwert kann z.B. der gleitende Mittelwert, der exponentiell gewichtete gleitende Mittelwert, die gleitende Spannweite oder die gleitende Standardabweichung verwendet werden.
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| Qualitätsregelkarte mit erweiterten Grenzen |
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[DIN 55350-33]
Qualitätsregelkarte zur Überwachung eines Parameters der Wahrscheinlichkeitsverteilung eines Merkmals, mit dem Zweck festzustellen, ob der Wert des Parameters außerhalb eines vorgegebenen Bereiches liegt.
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| Qualitätssicherung, QM-Darlegung |
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[DIN EN ISO 8402]
Alle geplanten und systematischen Tätigkeiten, die innerhalb des QM-Systems verwirklicht sind und die wie erforderlich dargelegt werden, um ausreichendes Vertrauen zu schaffen, daß eine Einheit die Qualitätsforderung erfüllen wird.
A 1: Es gibt sowohl interne als auch externe Gründe für die Qualitätssicherung/QM-Darlegung:
a) Interner Zweck der Qualitätssicherung/QM-Darlegung ist es, innerhalb einer Organisation der Führung Vertrauen zu verschaffen;
b) Externer Zweck der Qualitätssicherung/QM-Darlegung ist es, in vertraglichen oder anderen Situationen den Kunden oder anderen Vertrauen zu verschaffen. Einige Maßnahmen von Qualitätslenkung und Qualitätssicherung/ QM-Darlegung stehen zueinander in Wechselbeziehung. Wenn die Qualitätsforderung (an das Produkt) die Erfordernisse des Anwenders nicht in vollem Umfang widerspiegelt, kann Qualitätssicherung/QM-Darlegung ausreichendes Vertrauen nicht verschaffen.
A 2: Einige Maßnahmen von Qualitätslenkung und Qualitätssicherung/QM-Darlegung stehen zueinander in Wechselbeziehung.
A 3: Wenn die Qualitätsforderung (an das Produkt) die Erfordernisse des Anwenders nicht in vollem Umfang widerspiegelt, kann Qualitätssicherung/QM-Darlegung ausreichendes Vertrauen nicht verschaffen.
A 4: Der neue Begriffsinhalt zur synonym erstgenannten bisherigen Benennung des Oberbegriffs findet sich in DIN EN ISO 8402 : 1995-08 unter der angloamerikanischen Benennung "quality assurance". Er enthält alle Arten von Tätigkeiten des Auftragnehmers zur Schaffung von Vertrauen in seine Qualitätsfähigkeit beim Kunden bzw. Auftraggebers.
A 5: Bei Benutzung des Wortes "Qualitätssicherung" mit der neuen eingeschränkten Bedeutung "quality management system demonstration" besteht die Gefahr, daß in den nächsten Jahren Mißverständnisse entstehen, weil dieses Wort gedanklich noch lange den alten umfassenden Begriffsinhalt auslösen würde. Zur nötigen tiefgreifenden Umstellung ist daher für den deutschsprachigen Anwender eine andere Lösung festgelegt: Es bleibt dem Normenanwender überlassen, welche der beiden Benennungen er verwendet, wobei in den Normen der DIN EN ISO 9000-Familie jeweils beide Benennungen genannt und durch einen Schrägstrich getrennt sind: Qualitätssicherung/QM-Darlegung. Diese Lösung vermeidet Mißverständnisse wegen des bisher umfassenden Begriffsinhalts von "Qualitätssicherung". Die Wahl der synonymen Benennungen "Qualitätssicherung; QM-Darlegung" ist auch durch ISO 8402 : 1994-04 untermauert: In den Überschriften der Normen ISO 9001 bis ISO 9003 kommt das Wort "demonstration" zwar (noch) nicht vor, etwa mit "quality managementsystem demonstration", aber in den Texten dieser Normen ist "demonstration" an herausragender Stelle vielfach benutzt. Beispielsweise heißt es übereinstimmend im Scope aller 3 Normen: "... where a supplier’s capability ... to be demonstrated". Das ist QM-Darlegung.
A 6: Das bisher zur Kennzeichnung der Darlegungsstufe für die Überschriften von ISO 9001 bis ISO 9003 gewählte Wort "model" hat im Deutschen eine andere Bedeutung als im Angloamerikanischen und ist daher mißverständlich. Überdies ist die Definition zu "Modell der Qualitätssicherung; Modell der QM-Darlegung" eine Vermischung von Darlegungsumfang und Darlegungsstufe. Deshalb wird empfohlen, die Benutzung der Begriffe Darlegungsumfang und Darlegungsstufe zu vereinbaren, wenn im Rahmen einer Qualitätssicherung/QM-Darlegung die Darlegungsforderung zur Diskussion steht.
DGQ:
A 7: Wegen des international bedingten Bedeutungswandels von "Qualitätssicherung", dieser zunächst naheliegenden Direktübersetzung von "quality assurance", wurde für den deutschen Sprachraum dem Begriff quality assurance die obige deutsche Doppelbenennung zugeordnet. Nur so kann erreicht werden, daß jeweils unmittelbar erkannt wird, daß "Qualitätssicherung" nicht mehr – wie bis August 1994 – die "Gesamtheit der qualitätsbezogenen Tätigkeiten und Zielsetzungen " bezeichnet (s. Qualitätsmanagement).
A 8: Im Abschnitt 2 von DIN 55350-11:1995 finden sich weitere Erläuterungen. Siehe auch QM-Darlegung.
Hinweis: In den nationalen Vorworten der Kernnormen der DIN EN ISO 9000-Familie ist übereinstimmend festgelegt:
"Alle in diesem Rahmen geplanten, systematischen, vertrauensbildenden Tätigkeiten werden nach DIN EN ISO 8402 als Qualitätssicherung oder Qualitätsmanagementdarlegung (kurz QM-Darlegung) benannt. Dem Normenanwender bleibt überlassen, welche der beiden Benennungen er verwendet".
Außerdem ist in der für den deutschen Sprachraum abgestimmten Fußnote zu diesem Begriff in DIN EN ISO 8402:1995 hervorgehoben:
"Die Benennung ‚QM-Darlegung‘ gibt den Begriffsinhalt besser wieder".
Diese Aussage, verbunden mit der Verwechslungsgefahr zwischen dem alten und dem neuen Begriffsinhalt zum Wort "Qualitätssicherung", geben Veranlassung zur Empfehlung, die Benennung "QM-Darlegung" zu verwenden und nur in Fällen von Unklarheit die synonyme und zudem umfangreichere Doppelbenennung "Qualitätssicherung/QM-Darlegung" zu benutzen.
A 9: Es gibt sowohl interne als auch externe Gründe für die QM-Darlegung:
- Interne QM-Darlegung; Interner Zweck der QM-Darlegung ist es, innerhalb einer Organisation der Leitung Vertrauen zu verschaffen (siehe auch internes Qualitätsaudit);
- Externe QM-Darlegung: Externer Zweck der QM-Darlegung ist es, in vertraglichen oder anderen Situationen den Kunden oder Andere (Behörde, akkreditierte Zertifizierungsstelle) Vertrauen zu verschaffen (siehe auch externes Qualitätsaudit).
A 10: Einige Maßnahmen von Qualitätslenkung und QM-Darlegung stehen zueinander insofern in Wechselbeziehung, als auch für die QM-Darlegung eine wirkungsvolle Qualitätslenkung erforderlich ist und daher geplant werden muß.
A 11: Wenn die letzte Konkretisierungsstufe der Qualitätsforderung an ein Angebotsprodukt die Erfordernisse des Kunden nicht in vollem Umfang widerspiegelt, ist ein bei einer QM-Darlegung gewonnenes Vertrauen schnell verspielt.
A 12: Der Darlegungsumfang bei einem Kunden-Qualitätsaudit (siehe externes Qualitätsaudit) ergibt sich im Einzelfall aus der Anzahl der im Rahmen der ausgewählten Darlegungsstufe für die QM-Darlegung vorgegebenen oder vereinbarten QM-Elemente.
A 13: Abschließendes Ziel der QM-Darlegung ist die Anerkennung der Qualitätsfähigkeit des eigenen QM-Systems. erfolgt sie durch einen Auftraggeber, wird dies häufig durch ein entsprechendes Dokument bestätigt, welches Voraussetzung für die Erteilung von Aufträgen ist. Erfolgt diese Anerkennung durch eine Zertifizierungsstelle, erhält die auditierte Organisation ein Zertifikat.
A 14: Im öffentlichen Auftragswesen ist die Güteprüfung ein Tätigkeitskomplex, der eng mit der QM-Darlegung zusammenhängt, jedoch weit über diese hinausgeht.
A 15: Früher "QS-Nachweisführung". Die Benennung "quality assurance" führt lexikalisch zur Übersetzung "Qualitätssicherung". Würde man dieses Wort aber gebrauchen, entstünden daraus schwer entdeckbare Mißverständnisse im Hinblick auf die bisherige umfassende Bedeutung dieser Benennung, deren Begriffsinhalt inzwischen auf die Benennung "Qualitätsmanagement" übergegangen ist. Das wird vermieden bei Beachtung der Empfehlung im Hinweis vor Anm. 1.
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| Qualitätssicherungsmaßnahmen (QS-Maßnahmen) |
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Sind geplante und gezielt eingesetzte Maßnahmen während des Systementwicklungsprozesses. Sie dienen der Kontrolle und der Beeinflussung der Qualität des zu erstellenden systems, der Qualität seiner Dokumentation und der Qualität des Projektprozesses.
Bei der Qualitätssicherung von Systemen unterscheidet man zwei Arten von QS-Maßnahmen:
- Konstruktive QS-Maßnahmen wirken präventiv und gestaltend über Richtlinien, Methoden und Vorgaben auf den Systementwicklungsprozeß ein und tragen dazu bei, die Qualität bereits bei der Erstellung der Projektergebnisse sicherzustellen. Sie zielen auf die Vermeidung von Fehlern, im Unterschied zu den analytischen QS-Maßnahmen, die auf das Erkennen bereits erzeugter Fehler zielen.
- Analytische QS-Maßnahmen sind geplante und gezielte Maßnahmen zur Überprüfung und Fehlererkennung im System, in seiner Dokumentation und im Projektprozeß, die in allen Phasen des Systemgestaltungsprozesses eingesetzt werden können.
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| Qualitätssicherungs-Nachweisführung |
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Durch die turnusmäßige Überprüfung des Qualitätsmanagement-Systems der Zulieferer durch den Kunden wird die Qualitätsfähigkeit beurteilt. Grundlage hierfür bieten speziell ausgearbeitete Checklisten und Fragenkataloge.
Zur Vereinheitlichung ist hier die Normenreihe DIN EN ISO 9000 bis 9004 mit den Nachweisstufen DIN EN ISO 9001, 9002, 9003 geschaffen worden. Auch die Zertifizierung des QS-Systems durch unabhängige Institutionen berührt diesen Punkt.
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| Qualitätssicherungssystem |
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[DIN 66066-3]
Die Aufbauorganisation, die Verantwortlichkeiten, Abläufe, Verfahren und Mittel zur Verwirklichung des Qualitätsmanagements.
A 1: Das Qualitätssicherungssystem sollte nur so umfassend sein, wie dies zum Erreichen der Qualitätsziele notwendig ist.
A 2: Für vertragliche, andere verbindliche und bewertende Zwecke kann der Nachweis der Verwirklichung bestimmter Elemente im System verlangt werden.
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| Qualitätssicherungs-Vereinbarung |
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Als Ergänzung üblicher Kauf- und Werkverträge können Qualitätssicherungs-Vereinbarungen zwischen Lieferanten und Abnehmer getroffen werden. Sie enthalten alle arten von Vereinbarungen bezüglich der Organisation von Abläufen, qualitätssichernden Maßnahmen, Rechtspositionen usw. Dazu gehören unter anderem:
- QS-Nachweisführung durch den Lieferanten
- QS-Systemaudits durch den Abnehmer
- Kennzeichnung wichtiger Merkmale in den technischen Lieferbedingungen und Unterlagen
- QS-Abläufe vor Serienbeginn (Erstmusterprüfungen, Nullserienprüfungen, Prozeß- und Maschinenfähigkeitsnachweise)
- QS-Abläufe während der Fertigung (Prüfungen, Nachweise, Dokumentation, Behandlung von Beanstandungen, Gewährleistungsregelungen, technische Änderungen usw.)
- Regelungen beim Produkteinsatz (Gewährleistung gegenüber Kunden, Rückrufaktionen, Produkthaftungsfälle).
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| Qualitätssteigerung |
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[DIN 55350-11]
Verschärfung und/oder Ausweitung einer Qualitätsforderung durch Verschärfen und/oder Hinzufügen von Einzelforderungen.
A 1: Qualitätssteigerung ist ein Teil der Qualitätsverbesserung.
A 2: Die durch umfassendes Qualitätsmanagement zusätzlich bewirkte Verbesserun | |