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TOTAL QUALITY - Lexikon

die TQM Abkürzungen und Begriffe

Begriffe mit U

Überlastung


siehe Muri


Überprüfung


[E DIN EN ISO 9000]

Formelle, systematische Tätigkeit zur Sicherstellung fortbestehender Eignung, Gebrauchstauglichkeit und Wirksam-keit der Betrachtungseinheit zur Erreichung klar festgelegter Ziele.

Beispiel: QM-Bewertung, Audit-Überprüfung, Überprüfung von Kundenforderungen und Fehlerüberprüfung.


Umfang der Grundgesamtheit


[DIN 55350-14]

Anzahl der Einheiten in der Grundgesamtheit.

A: Es kommen alle Arten von Einheiten (Natürliche Einheit, Massenguteinheit, Endlosguteinheit, Packungseinheit, Transporteinheit, Auswahleinheit, Stichprobeneinheit) in Betracht.


Umfang der Teilgesamtheit


[DIN 55350-14]

Anzahl der Einheiten in der Teilgesamtheit.

A: Es kommen alle Arten von Einheiten (Natürliche Einheit, Massenguteinheit, Endlosguteinheit, Packungseinheit, Transporteinheit, Auswahleinheit, Stichprobeneinheit) in Betracht.


Umfassendes Qualitätsmanagement (TQM)


[DIN EN ISO 8402]

Auf die Mitwirkung aller ihrer Mitglieder gestützte Managementmethode einer Organisation, die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenstellung der Kunden auf langfristigen Geschäftserfolg sowie auf Nutzen für die Mitglieder der Organisation und für die Gesellschaft zielt.

A 1: Der Ausdruck "alle ihre Mitglieder" bezeichnet jegliches Personal in allen Stellen und allen Hierarchieebenen der Organisationsstruktur.

A 2: Wesentlich für den Erfolg dieser Methode ist, daß die oberste Leitung überzeugend und nachhaltig führt, und daß alle Mitglieder der Organisation ausgebildet und geschult sind.

A 3: Der Begriff Qualität bezieht sich beim umfassenden Qualitätsmanagement auf das Erreichen aller geschäftlichen Ziele.

A 4: Der Begriff "Nutzen für die Gesellschaft" bedeutet Erfüllung der an die Organisation gestellten Forderungen der Gesellschaft.

A 5: Total quality management (TQM) oder Teile davon werden gelegentlich auch "total quality", "CWQC" (company-wide quality control), "TQC" (total quality control) usw. genannt.

[E DIN EN ISO 9000]

Qualitätsmanagement einer Organisation, das die gesamte Organisation einschließt.

A 1: Umfassendes Qualitätsmanagement sollte auf der Beteiligung aller Mitglieder einer Organisation beruhen und auf langfristigen Erfolg durch Nutzen für alle interessierten Parteien der Organisation gerichtet sein.

A 2: Eine Organisation sollte für ein erfolgreiches umfassendes Qualitätsmanagement über eine geeignete Einstellung und Firmenkultur verfügen.

A 3: Umfassendes Qualitätsmanagement betrifft alle technischen und alle nichttechnischen Tätigkeiten in einer Organisation.


Umgebung


[QS 9000]

Umgebung sind alle Prozeßbedingungen, die die Fertigung und Qualität eines Teiles oder Produktes umgeben oder sie beeinflussen. Die Umgebung wird an jedem Standort unterschiedlich sein, aber schließt im allgemeinen folgendes ein: Haushaltsführung (Ordnung und Sauberkeit), Beleuchtung, Lärm, Heizung, Belüftung und Klimatisierung (HVAC), weiterhin elektrostatische Entladung (ESD) und Sicherheitsrisiken in Bezug auf die Haushaltsführung.


Umsatzerlös


[DGQ]

Aus dem Absatz von mit jeweiligen Verkaufspreisen bewerteten Angebotsprodukten erwirtschafteter Ertrag.

A 1: Der Umsatzerlös ist Grundlage für die Bildung von Kennziffern zur Wirtschaftlichkeitsanalyse.

A 2: Der Absatz besteht aus dem Verkauf von Produkten sowie – sofern es ebenfalls Geschäftszweck ist – aus Vermietung und Verpachtung, die Dienstleistungen und damit immaterielle Produkte sind.

A 3: Der Netto-Umsatzerlös ist der Umsatzerlös nach Abzug von Erlösschmälerungen und Umsatzsteuern.

A 4: Der Umsatzerlös wird zuweilen auch "Umsatz" genannt, der Netto-Umsatzerlös "Netto-Umsatz".


Unausgeglichenheit


siehe Mura


Uneingeschränkte Zufallsprobenahme


[DIN 55350-14]

Zufallsprobenahme, bei der jeder möglichen Kombination von n Auswahleinheiten die gleiche Auswahlwahrscheinlichkeit zugeordnet ist.

A: Die uneingeschränkte Zufallsprobenahme gilt als Regelfall in der Technik. Das Ergebnis dieser Probenahme wird als "Zufallsstichprobe" oder kurz auch als "Stichprobe" bezeichnet.


Ungeschichtete Probenahme


[DIN 55350-14]

Zufallsprobenahme aus der Grundgesamtheit.

A: Das Ergebnis der ungeschichteten Probenahme ist die "ungeschichtete Zufallsstichprobe", kurz "Zufallsstichprobe" (siehe auch DIN 13303-1) oder nur "Stichprobe" genannt.


Unklardauer


[DGQ]

Intervall der Anwendungsdauer ab dem Ausfallzeitpunkt, bis die Funktionsfähigkeit der instandzusetzenden Einheit wieder hergestellt ist.

A: Klardauer und Unklardauer (DT) zusammen ergeben jeweils das ganze Intervall der Anwendungsdauer zwischen zwei aufeinanderfolgenden Ausfällen bei instandzusetzenden Produkten, wobei in der Klardauer Betriebspausen enthalten sein können.


Unmittelbare Qualitätslenkung


[DGQ]

Qualitätslenkung während der Realisierung der Einheit.

A 1: Ist die Einheit ein Produkt, erstreckt sich die Qualitätslenkung zweckmäßig nicht nur auf die Qualitätselemente des Produkts, sondern auch auf die Tätigkeiten und Prozesse, deren Ergebnisse die Qualitätselemente des Produkts mitbestimmen. Das gilt sowohl für interne Produkte, wie etwa einen Entwurf (s. Design), als auch für materielle und immaterielle Angebotsprodukte.

A 2: Unmittelbare Qualitätslenkung erfolgt oft aufgrund von Selbstprüfung.

A 3: In DIN EN ISO 8402 bezeichnet ganz allgemein "die Überwachung eines Prozesses" die unmittelbare Qualitätslenkung.


Unterauftraggeber


[DGQ]

Lieferant in seiner Vertragssituation mit einem Unterauftragnehmer.


Unterauftragnehmer (Unterlieferant)


[DIN EN ISO 8402]

Organisation, die dem Lieferanten ein Produkt bereitstellt.

A 1: Im Englischen kann der subcontractor auch "subsupplier" genannt werden.

A 2: Im Französischen kann der "sous-contractant" je nach Fall auch "sous-traitant" oder "sous-commandier" genannt werden.

DGQ:

Unterlieferant in einer Vertragssituation.

[QS 9000]

Unterauftragnehmer (Unterlieferanten) sind Unternehmen, die Produktionsmaterialien oder Produktions- oder Kundendienstteile direkt an einen Lieferanten/Kunden liefern. Ebenso sind Dienstleister für Wärmebehandlung, Lackierung, Beschichtung oder andere Oberflächenbehandlung eingeschlossen.


Untere Grenzabweichung


[DIN 55350-12]

Mindestwert minus Bezugswert.

A 1: Bezugswert ist der Nennwert oder der Sollwert. Im Zweifel ist der verwendete Bezugswert anzugeben.

A 2: Es ist unrichtig, die untere Grenzabweichung als "Minus-Toleranz" zu bezeichnen.


Untere Meßunsicherheit


[DGQ]

Schätzbetrag zur Kennzeichnung eines Wertebereichs unterhalb des (berichtigten) Meßergebnisses, innerhalb dessen der Bezugswert der Meßgröße mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit liegt, sofern er nicht über dem (berichtigten) Meßergebnis liegt.

A: Siehe auch Schätzfunktion. Bezugswert ist je nach Festlegung oder Vereinbarung der wahre Wert, der richtige Wert oder der Erwartungswert.


Unterlieferant


auch Zulieferant

[DIN ISO 9004-2]

Die Organisation, die dem Lieferanten ein Produkt bereitstellt.


Untersuchung der Kurzzeitfähigkeit der Prozesse


[QS 9000]

Kurzzeit-Prozeßfähigkeitsuntersuchungen sind Kurzzeituntersuchungen, um frühzeitig Informationen bezüglich der Leistung eines neuen oder geänderten Prozesses im Hinblick auf interne oder Kundenforderungen zu erlangen. Vielfach werden Kurzzeit-Prozeßfähigkeitsuntersuchungen zu verschiedenen Zeitpunkten bei der Entwicklung eines neuen Prozesses durchgeführt (z.B. im Werk eines Unterauftragnehmers für Werkzeuge und Einrichtungen, im Lieferantenwerk nach Montage der Werkzeuge und Einrichtungen). Die Untersuchungen sollten auf variablen Daten unter Benutzung von Regelkarten basieren.


Ursache-Wirkungs-Diagramm


auch Ishikawa-Diagramm und Fischgräten-Diagramm

Graphische Methode zur Unterstützung einer Gruppe bei der Untersuchung eines Problems und seiner möglichen Ursachen, wobei mögliche und bekannte Einflüsse (Ursachen) gesammelt und in ihre Auswirkung auf das Problem dargestellt werden.

Man betrachtet die 7 M: Mensch, Maschine, Material, Methode, Meßmittel, Milieu (Umgebung) und Management.


Urwertkarte


[DIN 55350-33]

Qualitätsregelkarte zur Überwachung eines Prozesses anhand aller oder festgelegter Einzelwerte der Stichprobe.

A: Wird die Überwachung anhand eines oder beider Extremwerte durchgeführt, wird die Urwertkarte auch Extremwertkarte genannt.



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